DD307: Strukturen machen Leute – aber welche? (Dezember 2017)

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12 Antworten

  1. Michael Stelter sagt:

    Richtig und deshalb halte ich dagegen. Schöne Weihnachtstage und einen guten Rutsch. Michael Stelter Freiburg

  2. Claus Berthold sagt:

    Wenn alles schön seine Ordnung hat, braucht man selbst nicht mehr so viel erklären, sich erklären und hat Zeit für das Wesentliche, konsumieren, photographieren, teilen.

    Maden im Speck kommen auch nicht auf die Idee den Speck Speck sein zu lassen um sich auf den Weg zum ilet zu machen. Reicht doch, ist doch alles gut so.

    Schließe mich Herrn Stelter an, schöne Weihnachtstage.

  3. Schybosoph sagt:

    uups. „… . Zu unsympathischeren, so steht zu befürchten. Die heutigen Strukturen sind entrückt und machen uns deshalb so ohnmächtig. Sie sind rücksichtslos – sowieso. Sie vereinzeln uns und vergällen Solidarisches.“

    Ich jogge heute in der Mittagspause, also jetzt…

    …bin schon zurück. Der Lauf tat gut, so konnte ich die Traurigkeit vertreiben, die obige Aussage bei mir auslöste.

    Menschen-gemachte Systeme/Strukturen sind tatsächlich in ihrer Macht, ihrer Reichweite oder Wirkungsgrad zu beschränken, sonst fressen sie die, die nicht Teil davon sind, irgendwie, quasi die Minderheit, die erst Pech hat und dann keine Glück. Das „fressen“ tun natürliche Systeme/Strukturen auch gelegentlich (z.B. passend zu den Jahreszeiten oder anderen kosmologischen Zyklen), aber die sind eben nicht Menschen-gemacht. So gesehen ist der Mensch wiedermal nur Teil der Natur und nicht umgekehrt. Trotzdem darf das doch eigentlich keine ständige Ausrede oder Rechtfertigung für Missetaten sein…

    Kümmern wir uns doch um unsere Nächsten: Kinder, Hilfsbedürftigen, Kollegen, Nachbarn, Freunde, Familie und Partner (Reihenfolge fast egal, um alle ein bisschen!) . Bindung und gemeinsame Zeit geben ein so schönes Gefühl. Schenken wir doch das, nicht nur an Weihnachten, dann kommst es auch unter-jährig zurück zu uns und ist nicht nur Alibi und doch eher nur Ablenkungsmanöver oder Mimesis nur zu Weihnachten…

    Dann denke ich an das Neue Jahr und die „Strukturen“: Aufbegehren als Don Quijote (treten nach oben) oder buckeln und treten (nach unten)? Konstruktive Kritik! und Echtheit!, Querdenker! bleibt uns bitte erhalten. Ich pflege euch gerne. In mir selbst oder bei Euch.

    Bei Aldi gehe ich nur gelegentlich einkaufen – am liebsten aber beim Bauern umme Ecke, ciao „Struktur“.

  4. habe einen eigenen blog.

    darf ich rebloggen?

    FG und ein gesegnetes Weihnachtsfest
    H. Warntjen

  5. Häschen sagt:

    Menschen brauchen Strukturen, Häschen baden im der Ursuppe. Ja, ja das Chaos aus dem das Universum in seiner ewig anmutenden Schötheit sich formte, welches uns alle noch heute verbindet, umgibt uns nicht nur beim Aldi sondern in jedem Shop vor Weihnachten und auch hernach. Egal ob groß ob klein, dann tauschen wir nicht ein – sondern um. Bum. Das war jetzt abrupt wie die Enttäuschung oder der Umtausch selbst. Mit Liebe ausgewählt und doch verschmäht. Würdigt der Beschenkte doch glatt was ihm oder ihr selbst anmutet. Egal.

    Und das ewige Lämpchen leuchte der Konsumgesellschaft.

    Ein besinnliches Weihnachtsfest und Gesundheit auch ihnen. Und btw… Play it loud Mother Love Bone… auch nächstes Jahr.

  6. Paul-Heinz Schwan sagt:

    Auf Austern fürs Volk, darauf warten wir doch schon sehr, sehr lange:
    Heinrich Heine schrieb 1844:
    Es wächst hienieden Brot genug
    Für alle Menschenkinder,
    Auch Rosen und Myrten, Schönheit und Lust,
    Und Zuckererbsen nicht minder.

    Ja, Zuckererbsen für jedermann,
    Sobald die Schoten platzen!
    Den Himmel überlassen wir
    Den Engeln und den Spatzen.

    Aber nochmals zurück zu „den“ Strukturen die Leute machen:
    Zu dieser zweiwertigen Logik ( Mensch oder Struktur, Mensch oder Natur, Herr oder Knecht) gibt es doch seit langem kein zurück. Mit zweiwertiger Logik lassen sich „moderne“ Phänomene weder analysieren noch in eine fruchtbare Diskussion einbringen. Sie hinterläßt nur „Fronten“.

    Weil Sie es aber im Text trotzdem versuchen, kommen sie auch nicht zu einer förderlichen, sondern eher zu einer „kynischen“ Schlussbemerkung.

    Mit dieser zweiwertigen Logik stürzen Menschen auch in die Unzufriedenheit, in die Resignation: wir hier unten die da oben, wir sind Knecht, die sind Herr, hier ich und dort die IT./Struktur/Orga.. Dabei gibt es doch schon lange die Abhängigkeit des Herrn vom Knecht et vice versa.

    Die Grenzen dieser zweiwertigen Logik können sie praktisch erfahren, wenn sie ein Bett mit Lattenrost und Matratze kaufen, in dem zwei Menschen mit unterschiedlichem Liege- und Schlafverhalten sich gut fühlen wollen. :-))

    Eine mehrwertige Logik etwa lautet:
    Das neutral-gut-schlechte im Herr sein, das neutral-gut-schlechte im Knecht – sein und wieso das geht oder platzt. Und mit welchen Folgen…

    JEDER der Führungsverantwortung hatt, kann doch von den komplizierten-mehrwertigen- Verschlingungen vieler Entscheidungen ein Lied singen!

    Wir sollten uns darin trainieren, diesen Multi-Charakter der Menschen, Dinge, Strukturen und Organisationen besser zu verstehen, nach dem Muster mehrwertige Logik analysieren und erst dann: lov it, live it, change it or sit trough.

    Dazu gehört die Vermutung der Anthroposophen, das Mensch und Ding irgendwie in-mit-gegeneinander so interagieren, das immer „etwas“ zu Stande kommt, das (nie?) optimal und nicht von Dauer sein kann, weil es eher einer Kreation, einem Kunstwerk gleicht, das weder von Gott- noch Herr- noch Knecht allein geschaffen ist.

    Der „Mensch“ ist wohl eher ein „unfertiges“ und ohne Gebrauchsanleitung für den Kosmos zur Welt gekommenes Wesen. Selbst wenn man sagt, er ist ein Ebenbild Gottes, so steht dahinter der ewig unerkennbare Ratschluss eines Höheren. Wir sind dazu verdonnert, den herauszufinden, oder ohne ihn unser „Ding“ zu machen. Letzteres zeichnet ja den „modernen Menschen“ aus..

    Der Mensch war mit dem ersten Handgriff den er tat, nicht mehr „natürlich“, er hat sich durch seine spezielle Umsetzung dessen was ihm auffiel oder in die Hand fiel, aus der Natur katapultiert. Die so genutzten oder erfundenen Dinge, Strukturen und Organisationen haben ihn zu dem, was er heute sein kann, gemacht und ihn wegen der immanenten Bastelei ( die Christen sprechen fälschlicherweise von einer Sünde) zur ewigen Anpassung verdonnert.

    Denn er ist von Anfang an kein Ding, kein Tier mehr und deshalb nicht natürlich.

    Dazu gehört auch, dass Dinge, Strukturen, Organisationen und Technik, dem Menschen über den Kopf wachsen können.

    Aber niemand hat das Recht, sich deshalb klein zu fühlen.

    Apropo Weihnachten:
    Vielleicht ist es das Kindliche in der Einfachheit eines Stalles, das uns weiterhilft und Könige die zum Kind kommen und beide bleiben wer sie sind..

    Deshalb genieße ich Weihnachten: wir ahnen schon, das da was nicht stimmt, aber es ist doch schön! Es kommt uns, in unserem Ur-Sprungs-Bedürfnis nach Wohlfühlen entgegen, wenn wir es dann auch so nutzen…..bis die Familie am Tisch sitzt.:-)))

    Ihnen allen ein frohes Fest!

    • Schybosoph sagt:

      Hahaha. Super. Nett und interessant geschrieben, schöne, wahre Haltung. Der Unterschied zwischen Herr und Knecht darf nur nicht zu groß sein, so wie der Unterschied beim „Liege- und Schlafverhalten“ zweier Menschen im Doppelbett – im übertragenen Sinne. Dann ächzt und knarzt auch nicht das Solidarprinzip…

      Der Mensch (die Menschheit) durchlebt anscheinend verschiedenste Auf und Ab in seiner Geschichte, so wie sich die Jahreszeiten im Kreis wiederholen… nur „ein wenig“ komplexer eben, mit vielen unterschiedlichen, teils parallel oder zeitlich versetzt laufenden Auf und Ab.

      „Frohes Fest“ ohne subtilen Verweis auf den Song der F4 😉

      Unsere Islam-gewöhnten Mitbürgern: Ein schönes Wochenende. Der nächste Ramadan kommt schon bald.

  7. Nische sagt:

    Nachdenklich. Alain Badiou ist einer, der auch darüber nachdachte. Auch er kommt in seiner Phänomenologie zu drei Persönlichkeitstypen, von denen aber nur einer den Mühlen entkommt: der ereignistreue. Und auch er sucht, wie Menschen zu diesem Ziel kommen könnten, mit der eigenen Entwicklung mutig und vertrauensvoll zu gehen, anstatt sich entweder destruktiver Todessehnsucht oder dem versteinernden Mainstream auszuliefern. Er sucht nach der Methode bei – Paulus, ausgerechnet dem, der die Methoden der Versteinerung erfunden hat. Zumindest in der Religion, die das Abendland bis heute prägt. Der Verlauf des Christentums ist in unserer Gesellschaft prägend bis heute und umso fataler, als es nur noch über Wirkungen und nicht mehr über den Ursprung selbst fassbar ist.

    • schybosoph sagt:

      Wohl und Wehe des Tiefsinns, der im Extremen auch nicht mehr gemeinschaftlich ist, obwohl er es sich evtl. genau das selbst auf die Fahnen schreibt, egal was er sich auf die Fahnen schreibt, weil in der Tiefe jeder seinen eigenen Sinn nur findet. Deswegen ist die Gemeinschaft, wo und wie immer sie gelebt wird ein so schätzbares und empfindliches, temporäres Gut und gelegentlich so belebend wie abschreckend, wo man den eigenen Teiefsinn auch ein Stückweit loslassen können sollte. Ich akzeptiere und ertrage dann den Anderen oder das Andere, selbst wenn es mich (indirekt, fast unmerklich) verletzt (bzw. ich mich indirekt verletzt fühle). Man nennt das echte Toleranz. So verstehe ich z.B. die Idee des Christentums oder die humanistische Psychologie. Und es tut gut, denn es stoppt Negativspiralen, die z.B. nationalistische Strömungen, die weiltweit derzeit tendenziell häufiger noch als vor 10 Jahren ausgelösen. Ein schädlicher Reflex für alle, das einigeln/abgrenzen – privat, Gruppe, Nation. Es scheint immer so irgendwo in dieser schädlichen Form weiterzugehen, deswegen hoffe ich auf die Familienfeier, aber auch da finde ich den fehlbaren Menschen, so wie mich selbst. Ich versuche „offene Arme“, Vergebung, 5e grade sein lassen.

      Gemeinschaft hält dann, wenn Destruktives vermieden wird und doch gibt es auch da unterschiedliche Wahrnehmungen darüber was Destruktiv denn im Einzelfall wäre. Am schönsten ist sicherlich das Konstruktive, welches Vertrauen schafft!!!

      Trump (z.B) ist das lebende Beispiel gegen Toleranz und für Misstrauen. Darum fällt es mir so sehr schwer seine Art der Führung zu ertragen. Nun gut, er (und alle Abgrenzungsbemühung weltweit zwischen Familien und Gruppen und Nationan) ist relativ weit weg (zumindest sachlich und räumlich, wenn auch nicht zeitlich), dann kann ich das noch ertragen. Und doch bin ich Teil des Ganzen.

      Und am Ende – muss ich gestehen – grenze ich mich mit der Haltung gegen Abgrenzung auch wieder ab.

      Schluss jetzt. Jetzt ist bald Weihnachten und Familie und nur das für ein paar Tage – Kinder, Kochen, Kirche, Kaminfeuer, Lieder singen, Gedichte vortragen, ein paar gute Essen geniessen.

      Wie schön sind doch hoffnungsvoll glänzende (Kinder)augen.

      Viele liebe Grüße und nochmal eine (vor)frohe Zeit!

  8. mein spätes Weihnachtsgeschenk für Dück:

    ***Struktur im Phasenübergang ?***

    1. das Gewohnte

    Menschen sind Punkte, die sich mit ähnlichen Geschwindigkeiten
    selbst bewegen können.

    Einhörner sind wie Fixpunkte im 3-dimensionalen Raum,
    wunderschön von Fern anzusehen, aber meistens als Punkte
    schwierig anzutreffen.

    Geraden bilden sich aus direkter Kooperation zwischen Punkten, sie sind
    unendlich viel größer als Einhörner, aber unendlich viel kleiner
    als eine ständische Ebene.

    Die traditionsreichste unter den letzteren ist die des freien
    Zimmermanns. Das sagte Goethe, und Goethe bleibt. Nur das frei
    stimmt nicht mehr, wegen der Regierung.

    Denn die Regierung kann Flächen und Geraden schützen, das begrenzt aber
    Ihre Ausdehnung und limitiert auch Ihre Bewegungs Geschwindigkeit.

    Die Regierung kann außerdem Fixpunkten verbieten sich zu verbinden.

    Das Handeln der Regierungen ist aber zufällig und daher auf sehr
    langen Zeitskalen wahrscheinlich irrelevant.

    2. elementare Stossprozesse

    Wenn Punkte kollidieren, kann das an- oder unangenehm für sie sein. Es hängt
    v.a. von Ihrer relativen Geschwindigkeit ab.

    Bei der Kollision von verbundenen Punkt Strukturen zerstören niederdimensionale
    Strukturen die höherdimensionalen.

    Ein Sonderfall ist der Stoßprozess von geschützten Strukturen mit unverbundenen
    Fixpunkten – dieser hat keinen Effekt.

    3. kurz vor dem Phasenübergang

    Man beobachtet eine starke Zunahme der Geschwindigkeit mit der Einhörner entdeckt werden und
    zu Linien wachsen.

    Eine wachsende Punktemenge befindet sich hoffnungsfroh auf Einhornsuche, eine zweite sammelt
    sich zufrieden, leicht ängstlich auf Regierungs Strukturen. Die verbleibende Punktmenge schwindet,
    auch dadurch dass Punkte den Raum wechseln.

    4. Im Auge des Sturms
    Die Fläche und Anzahl der geschützten Strukturen ist genauso wie die Rate des Einhornwachstums auf ein Maximum
    angewachsen.

    Bei der Bundestagswahl erreichen extreme Liberalisten knapp vor den Kommunisten 51% der Stimmen.

    Einhörner wachsen zu seltsamen Fraktalen.

    5. Dannach
    Menschen sind Punkte, die sich mit ähnlichen Geschwindigkeiten selbst bewegen können.

  1. 25. Dezember 2017

    […] via DD307: Strukturen machen Leute – aber welche? (Dezember 2017) – Omnisophie […]

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