DD311: Big Data Prävention oder „Human Predictive Maintenance“ (Februar 2018)

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13 Antworten

  1. Nikolaus sagt:

    Technisch machbar wäre in der Richtung sicher einiges. Menschen, die dazu bereit sind gibt es sicher auch. Aber damit etwas passiert, muss es ja (leider) immer auch ein passendes Geschäftsmodell geben. Und das habe bislang weder Ärzte, noch Krankenkassen, noch Politiker, noch Patienten entdeckt. Und noch nicht mal Amazon, Apple, Google oder Facebook scheinen in der Richtung besonders aktiv zu sein.
    Wenn es dann aber soweit ist, werden wir uns wieder einmal wundern, dass auch die Ärzte als „Flachbildschirmrückseitenberater“ wegrationalisiert werden…

  2. Martin sagt:

    Meine Frau hat Diabetes. Roche bietet seit ein paar Monaten ein Implantat an, das realtime den Blutzucker misst. Die Daten sind in der Cloud und sind somit wissenschaftlich individuell und in Gruppen auswertbar. Zusammen mit Insulinabgaben und Essensgewohnheiten bietet das ein unglaubliches Potenzial. Derzeit muss das kleine Ding noch alle 3 Monate ersetzt werden, 6 Monate werden angestrebt.
    Ich messe seit Jahren morgens meinen Ruhepuls und Blutdruck. Die Erkenntniss sind enorm: 3 Bier = Puls 10 Schläge höher als normal. Puls bei 75 = Erkältung im Anmarsch. Puls bei 85 = grippaler Infekt.
    Warum mach ich das? Zur Trainingssteuerung.

    Alles in Allem denke ich, dass wir Menschen irgendwann alle einen Chip tragen werden – wie unsere Hunde und Katzen – allerdings nicht (nur) wegen der geografischen Positionsbestimmung sondern vor allem wegen unserer gesundheitlichen.
    Ich persönlich habe meine Frau nach der Implantation als ‚BORG‘ bezeichnet – ehrlicherweisse bin ich auch einer, einfach mit ‚externen‘ Implantaten (Wearables). Die Statements des Arztes sind meiner Meinung nach alle richtig. Ärtze werden zu Hegern der Gesundheit und ich glaube, das ist gut so! Die Kostenseite wird das natürlich wieder sehr bedenklich finden, bis sie merkt, dass Geld zu verdienen ist…

    Lieben Gruss und Danke für die Inspiration

  3. Martin Knechtel sagt:

    Predictive Maintenance für Menschen. Wo muss ich unterschreiben? 🙂

  4. Boris Götz sagt:

    Schön wenn mir das App die letzte Runde im Pub einläutet oder mich erst wieder Gamen lässt wenn ich mich genügend bewegt habe! Und kognitiv wird immer am Samstag 15.30h auf die Liebeserklärung hingewiesen. 😉 Trinken alle nur noch dann wenn Health es Ihnen sagt? Ich nicht, sondern dann wenn mein Körper mir Durst suggeriert. Schönes Health 4.0.
    Grundsätzlich nichts gegen BigData im Gesundheitswesen, aber man sollte es so gestalten, dass der Mensch noch entscheidet und nicht die App.
    LG.

  5. Friedhelm Schütz sagt:

    Entschuldigen Sie, wenn ich Besserwisserisch verbessern möchte. Das mit Jesus ist ganz anders. Ich hatte bisher den Eindruck, dass Sie sehr gute Bibelkenntnisse haben. Dazu hatten wir letztes Jahr Reformationsjubiläum. Jesus verheißt ewiges Leben gratis: Sola Gratia.

  6. Häschen sagt:

    Wie konnte Leben ohne Zugriff auf Big Data über sich selbst entstehen. Die IT ist voll von No Problem Solutions oder ‚I have the solution, give me a problem‘ oder heute eben ‚I have the solution. REST assured you will get the appropriate problem delivered in real-time, on budget @ your expense. Now 70% off ‚.

    Workflow ist der Klassiker. Verwaltung von Altung.

    Peer To Peer in Kollaboration fördert Neues zu Tage. Aber wen interessiert schon was am Dringendsten wird benötigt. Inbesondere wenn man glaubt ewig jung zu bleiben. Lieber alt und verdeppt als jung und geneppt.

  7. Schybosoph sagt:

    Der AI Gesundheitsassistent, er wird kommen und Geld kosten, noch mehr, wenn der Persoaltrainer (echter Mensch) noch dazukommt, wie schon heute.

    Man kann vieles gut genug machen, um durschnittlich alt zu werden. Muss man es unbedingt optimieren? Nein! Jeder darf selbst entscheiden, wenn er nur das Geld hat.

    Hatten wir nicht zuletzt den Schweinehund, die Eigenverantwortung zur Diskussion gestellt.

    Die Frage ist doch wer sich mit AI Lösungen anfreunden möchte und wer nicht. Jeder darf frei wählen und selbst zahlen, nicht die PKV, nicht die GKK, so ist das bei Selfservice.

    Preventive Maintenance bei Maschinen ist ja auch nicht umsonst, oder?

    LG

  8. Mike Becker sagt:

    Tja, ich bin da sehr zwiegespalten. Hört sich toll an und würde mir irgendwie auch gefallen immer zu wissen wie es mir gerade geht und hier Möglicherweise aktive an meiner Gesundheit (Präventiv) mitzuarbeiten.

    ABER – wo ist hier die Grenze – wie schließe ich den Missbrauch aus? Im Geiste zeichnet sich beim mir sofort das Bild einer dystopischen Gesellschaft in der absolute Überwachung jeglichen Missbrauch bestraft. Oha – sie haben diese Woche nicht genug Sport gemacht, zu viel Alkohol getrunken, ungesundes Fett zu sich genommen…

    UND – selbst wenn das nicht der Fall ist. Wissen wir nicht alle (zumindest diejenigen die an Ihrer Gesundheit interessiert sind) was grundsätzlich Gut für uns ist? Klar die APP die immer mit dem erhobenen Zeigefinger darauf hinweist, dass ich Gestern zu wenig Bewegung hatte, kann mich vielleicht motivieren das zu ändern. Da hilft heute schon der Schrittzähler…

    • Gunter Dueck sagt:

      Lesen Sie bitte noch den Kommentar an dieser Stelle von „Martin“… überzeugt? Und das mit dem Missbrauch wird schon beantwortet werden… Ich habe keine Ahnung, warum sich so viele darum Sorgen machen. Maschinen würden nicht Trump wählen, ich meine, die Menschen sind es doch als Individuen…?? Ich habe gerade bei LinkedIn eine Diskussion, ob Algorithmen in selbstfahrenden Autos bei Unfällen ethisch entscheiden. Mein Statement: Laut Statistik geschehen über 90% der Unfälle durch zu schnelles Fahren, zu geringe Abstände, waghalsiges Überholen, Fahruntüchtigkeit (Alkohol), Ablenkung … hey, Leute, das alles macht ein Algorithmus absolut nicht! Ich muss das wohl als Extra – DD schreiben?!

  9. Daniel sagt:

    Einige viele Menschen haben noch Angst vor der ach so fiesen Digitalisierung. Ihre Daten seien ja angeblich etwas Wert.
    Aber nur wenn man etwas daraus macht, selbst auf den Daten herumzusitzen bringt nichts und die oftmals besprochene Privatsphäre ist meiner Meinung nach eine Mär.
    Denn was passiert denn wenn der befürchtete totalitäre Staat wiederkommen sollte? Dannwürden wir gezwungen die Daten wahrheitsgetreu ins System einzuspeisen oder die Stasi 3.11 holt sie sich eben selbst.
    Vorteile werden gekonnt ignoriert, genauso dämlich wie im gleichen Atemzug
    „Ich bleibe bei meinem Verbrennungsmotor“ zu behaupten –
    „Ja bitte, dann schnüffel bitte selbst und alleine deine Abgase weg, Danke.“
    Mehr Vertrauen.

  10. Joachim Schnurrer sagt:

    Wieder mal eine tolle Story aus „Zukunftsland“. Mir gefallen diese Zukunftsvorschauen sehr gut. Sie sind meistens viel besser als die Wettervorschauen für die nächsten 14 Tage.
    In diesem Kontext habe ich gerade das Buch „Quality Land“ gelesen. Von Marc Uwe Kling.
    In der Zukunft läuft alles rund: Arbeit, Freizeit und Beziehungen sind von Algorithmen optimiert.
    In dem Buch kommt auch Gunter Dueck vor! Allerdings unter dem Pseudonym „Der Alte“ 😉
    Absolut empfehlenswert, wenn man an Zukunftsvorschauen interessiert ist, wie das Gunter Dueck uns ja immer wieder erfrischend im Omnisophieportal in seinen Kurzgeschichten erleben läßt.
    Kein Mensch ist mehr gezwungen, schwierige Entscheidungen zu treffen – denn in „QualityLand“ lautet die Antwort auf alle Fragen: OK. Natürlich weis Niemand, ob das alles so kommen wird, auch nicht „Human Predictive Maintenance“, aber es ist spannend zu lesen, wie es denn kommen könnte!
    Leider hat sich die Menschheit häufig für die schlechtesten Lösungen entschieden (siehe Yuval Harari, eine kurze Geschichte der Menschheit)

  1. 14. Februar 2018

    […] (Via Omnisophie / Günther Dueck) […]

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