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2 Antworten

  1. Andreas Bolder sagt:

    „Too big for jail?“ Ich verweise auf den „angry old man“ Neil Young und das Lied „Big Box“ auf dem Album „The Monsanto Years“ (2015) mit den schönen Zeilen: „Plunderco got in money trouble, had to break the law / Had to balance the fine against the benefit to all / Made a business decision to pay the fine and break the law / Too big to fail, too rich for jail“

  2. Bernd Köhler sagt:

    Warum tolerieren wir soviel? – Vielleicht weil sich die Großen wirklich nicht anders als die Kleinen verhalten. Schön läßt sich das auch beim Thema „Steuern“ erkennen. Ethisch betrachtet geht es um unseren Beitrag zum Allgemeinwohl. Praktisch wird viel Aufwand betrieben ,um dabei so wenig wie möglich zu leisten. Die Mittel mit denen Klein und Groß daran arbeitet sind sehr unterschiedlich. Sie reichen von ein paar fingierten Rechnungen in ELSTER , Schweizer Konten, Briefkastenfirmen, steueroptimerten Unternehemensstrukturen bis zu staatlicher Gesetztgebung mit eingebauten Steuerschlupflöchern.
    Trotz erreichter Transparenz durch z.B. Steuer-CDs, Panamapapers tolerieren wir den systematischen Betrug am Gemeinwohl. Wir sehen den Verfall unserer Infrastruktur, Autobahnbrücken über die kein LKW mehr fahren darf, bringen unsere Kinder jeden morgen in uralte Schulen, sehen lange Schlangen bei den Suppenküchen.
    Warum tolerieren wir das? Weil sich jeder eben doch der Näheste ist. „Too big to fail“ ist eigentlich nur ein Ausdruck dafür, wie weit der Bereich des nicht sanktionierten Betrugs am Gemeinwohl gedehnt werden kann. An dem Gummi ziehen tun wir aber alle – nur mit sehr unterschiedlichen Kräften.

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