Sie führten immer Befehle aus, aber jetzt befiehlt keiner mehr (Daily Dueck 190, April 2013)

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4 Antworten

  1. Guten Tag Herr Dueck,

    diesem „Befehl-Gehorsam-Dilemma“ setzt man in der Bundeswehr die „Auftragstaktik“ entgegen. Die übergeordnete Führung gibt das Ziel vor, lässt aber weiten Spielraum in der Umsetzung. Meine praktische Erfahrung als Offizier: Es funktioniert ganz gut, ABER in komplexen Situationen (z.B. IT-Projekt Herkules), herrscht trotzdem großes Durcheinander, egal mit welchem Führungsprinzip.

    In wirklich komplexen Situationen, z.B. direkt im Gefecht, versagen abstrakte „Führungsprinzipien“ aus dem Lehrbuch. Meiner Erfahrung nach ist es auch nicht so wichtig nach welchem Prinzip geführt wird, sondern ob gute Rahmenbedingungen herrschen, wenig Bürokratie (!), und vor allem, dass Rahmenbedingungen von vornherein so angelegt werden, dass Stress-Situationen gar nicht entstehen oder abgepuffert werden.

  2. thomas staedtler sagt:

    Ein guter Heurismus für Institutionen: Eine minimale Basis mit maximal genau-konkreten Regeln und genauer Fertigkeits-Ausbildung und strikter Kontrolle, dafür plus echte Freiheit für die restlichen sagen wir 90 Prozent. Gemeinhin herrscht: Keine sichere Basis, die aber zuviel vorgibt und nicht wirklich kontrolliert wird (kein „Minimax-Prinzip“, natürl. nicht im spieltheoretischen Sinne) und „nach oben“ unechte Freiheit, an die nur appelliert wird, wenn von Führungsversagen abgelenkt werden soll

  3. Wolfram Müller sagt:

    Sehr geehrter Herr Dueck,

    jahrzehntelang war ich Kriminalbeamter in Halle (Saale). Da wurden häufig Leute Chefs (vom Arbeitsgruppenleiter bis zum Präsidenten) da habe ich mich schon manchmal sehr gewundert.
    Ihr vorstehender Beitrag paßt da wie die Faust aufs Auge. Nun wundere ich mich überhaupt nicht mehr.
    Und in diesem Jahr ist wieder eine Bundestagswahl. Wer da wieder alles auf einen Chefposten erpicht ist (Steinbrück, Tritten und all die Konsorten) unglaublich.

    Mit freundlichen Grüßen

  4. Ich wünsche mir mehr „Kapitäne“, damit wir als Gemeinschaft handlungsbewusster und fähiger werden. Ich wünsche mir weiterhin einen gewissen Optimismus um daran zu glauben. Eine Vereinigung von Nationen, die nur aus Befehlsempfängern und Ja-Sagern besteht, wird uns vor den bestehenden Herausforderungen klein aussehen lassen.

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