Vortragsthemen

Meine Vortragsthemen

Sie können gerne spezielle Themen bei mir anfragen, oft stehe ich dann vor einer reizvollen Herausforderung! Hier zähle ich ein paar Themenkomplexe auf, über die ich im Allgemeinen rede. Links zu Videos mit Beispielreden finden Sie hier auf der Homepage, unter Reden-Videos und Artikel im Internet.

  • Innovation: In meinem Buch „Das Neue und seine Feinde“ werden viele Gefahrenpunkte beim Entstehen des Neuen aufgezählt und Hintergründe beleuchtet. Das System eines Unternehmens kann wie ein funktionierender Körper gesehen werden, der sich selbst gegen Krankheiten und Gefahr durch ein Immunsystem und gesunde Angst schützt. Innovationen im Unternehmen werden von diesem oft als Ausnahme im Sinne von „Krankheit“ wahrgenommen und solange bekämpft, bis sie sich einfügen. Deshalb sind die so genannten U-Boot-Projekte oft erfolgreich – sie werden vom Immunsystem nicht wahrgenommen! Das Management versucht meistens, die Ideen und Innovationen zu „managen“, also über Prozesse zu beherrschen. Damit erzeugt es zu viele Abhängigkeiten, die so ein zartes Pflänzchen wie das Neue meist nicht erträgt. Ich selbst habe bei IBM lange Zeit als Innovator gearbeitet und kann sehr viel Lebenserfahrung einbringen. Redentitel der Vergangenheit: „Innovation ist mehr als Invention“ oder  „Innovation – nicht immer nur sparend optimieren!“ oder „Der Prozess ist der Innovation ihr Tod“ oder „Intrapreneuring“ oder „Vom Lehrsatz zum Geschäft“.
  • Change! Change! Heute verändern Innovationen alles so abrupt, dass der allgemeine Ruf nach disruptivem Wandel unüberhörbar laut wird. Was noch bis vor einiger Zeit eine Option war, wird nun bitter nötig. Wer bisher nicht wollte, muss nun müssen. Wandel ist erzwungene Innovation. Man versucht nun, die Managementschicht durch Motivationsveranstaltungen für den Wandel zu begeistern – jetzt wo die Manager MÜSSEN und noch nicht GEWOLLT haben. „Tschakka! Tschakka! Du kannst es! Du bist der Größte! Du schaffst alles!“ – so lautet das Mantra der künstlichen Begeisterer. Das Problem liegt tiefer, ich versuche Erklärungen und Heilungsansätze. Die Ursachen des Stillstands liegen auf dem Gebiet des nächsten Themas hier: Schwarmversagen bei Marktumstürzen.
  • Schwarmdummheit (mein Buch „Schwarmdumm“ von 2015):  Unternehmen sind ein großes System von Mitarbeitern, die man ja bei der Einstellung für richtig gut hielt. Wie kommt es dann, dass sich diese vielen intelligenten Menschen in Meetings streiten und ineffektiv Zeit verschwenden, sodass viele, viele Menschen alles rund um Zusammenarbeit, Abstimmungen und Teamarbeit als ausgesprochen quälend erfahren? Menschen (zum Beispiel frisch studierte Betriebswirtschaftler) beginnen mit zu hohen Zielen, die eigentlich nicht erreichbar sind, versuchen es dennoch mit Überstunden und Extrameilen, geben dann anderen in Meetings die Schuld und beginnen zu kämpfen – gegeneinander und auch gegen die Kunden. Langsam versinkt alles in Opportunismus, gegen den nun wieder von oben her Kontrollmechanismen etabliert werden. Alles versinkt jetzt in stumpfer Überkomplexität. Es gibt andere Redner, die Ihnen die Möglichkeit der Schwarmintelligenz vorgaukeln, aber ich versuche, Sie erst einmal die Lage verstehen zu lassen, in der Sie stecken. Die meisten Menschen erklären das Schlechte im Leben mit der Bösartigkeit oder der Gier Anderer, aber es ist die Schwarmdummheit, die noch fast niemand auf dem Radar hat. Es wird Ihnen die Augen öffnen!
  • „Artgerechte Haltung von Menschen“: Über Mathematiker/Informatiker witzelt man ja oft, man nennt sie gern Nerds und Geeks. Denn sie stechen ganz ab von typischen Machern oder Alphatieren, und ganz besonders von den noch ganz anderen Sales-Leuten! Meisterschaftsehre, Machtfülle oder Incentives sind total verschiedene Prioritäten im Leben! Es gibt dann noch idealistische Blogger, Künstler und „Psycho-Coaches“, dann wieder streitbare „Piraten-Typen“ usw.  Ich habe mir lange Gedanken über die psychologischen Denkwelten verschiedener Berufsgruppen gemacht und kann heute ganz gut den täglichen Streit bei der Arbeit erklären. „Sie ticken alle verschieden“, sie wissen es aber nicht explizit und überhäufen sich daher mit Vorwürfen. Besonders in IT-Firmen sind oft die Manager die einzigen „normalen Menschen“, die an ihren „Techies“ vorbeireden. Über die „artgerechte Haltung von Techies“ habe ich vielleicht die meisten Reden gehalten.
  • „AUFBRECHEN! Warum wir eine Exzellenzgesellschaft werden müssen!“: So heißt ein Buch von mir, es geht um die durch das Internet angestoßene Veränderung der Welt. Computer nehmen uns das Einfache ab, folglich müssen wir neue Industrien aufbauen, in „denen noch nichts einfach ist“. Wo sonst wären die Arbeitsplätze der Zukunft? (z.B. Rede beim ZVEI-Kongress)
  • Professionelle Intelligenz und Professionalität im digitalen Zeitalter: So wie wir neue Industrien für die Zukunft entwickeln müssen, um Arbeit zu haben, so müssen auch wir uns als Individuen höher entwickeln. Die Dienstleistungen werden durch Computer zunehmend „industrialisiert“, viele Jobs werden obsolet. Was muss ein „Professional“ der Zukunft können? MEHR! Er muss nicht nur alles wissen wie bisher auch, er muss verkaufen, verhandeln, Projekte leiten, Konflikte schlichten, Konzepte entwerfen, Kunden verstehen etc. Die Spaltung der Menschen in „arm“ und „reich“ ist aus dieser Sicht mehr eine in solche Menschen, die professionell arbeiten und solche, deren Job der Computer „frisst“.
  • Bildung der Zukunft oder KOPFREFORM: Bildung muss einen Sinn für professionelles Arbeiten erschließen. Wo  aber lernen wir das denn all dies: Projektleiten, Konfliktbewältigung, Kommunikation, Organisation von Vorhaben, Verkaufen oder Managen? Wer Glück mit den Eltern hat, wird daheim gecoacht. Sonst? Kindergarten, Schule, Gymnasium und Universität verschulen sich immer stärker und „füllen nur noch die Festplatte im Kopf“. Nach dem Doktor sind viele eigentlich berufsunfähig. Früher wurde man vor dem eigentlichen Arbeiten in Großunternehmen noch Monate lang geschult und durch alle Abteilungen geschickt. Zu teuer, sagen die heutigen Manager. Sie verlangen, dass sie fertige Alleskönner einstellen. Sind alle verrückt geworden? Müssen wir nicht Bildung ganz neu denken? Von Wissenschaftlichkeit auf Professionalität schalten? Ich fordere eine Kopfreform, vor  allem bei den Entscheidern. Wir brauchen Neue Bildung – Empowerment, nicht nur Enlightenment.
  • Leben 2.0 – was bedeuten Wikis, Google+, Twitter, Facebook: Ich lebe schon einigermaßen „im Netz“ und kann Ihnen die Welt erklären… ich bin allerdings nicht der Richtige, Ihnen Patentrezepte zu geben, wie man „Likes“ oder „Follower“ in Geld ummünzt. Da sind zu viele Heilsbringer, finde ich… Die Welt im Netz ändert sich wahnsinnig schnell – es hilft nur „einwandern“ und dort „leben“.
  • Das Internet als Gesellschaftsbetriebssystem: Das ist der Titel meiner Rede auf der re:publica 2011, die inzwischen in verschiedenen Video-Versionen zusammen von bald 90.000 Menschen angeschaut worden ist – ein (so die re:publica) „als Umarmung getarnter Rundumschlag gegen das gegenwärtige System“.
  • Cloud Computing, Industrialisierung der Dienstleistungen und Auswirkungen auf die Arbeitswelt: Die Welt teilt sich in Hochbezahlte, die den Computern Anordnungen geben, die Prozesse designen und Entscheidungen treffen – und in andere, die nach den Anweisungen der Computer arbeiten müssen, also ganz in die Prozesse eingebunden sind. Bankmitarbeiter gehören bald zur letzteren Art, und viele Berufe verlieren ihren einfachen Teil an die Computer. Was bedeutet das für die Arbeitswelt? In welchen Branchen? 
  • Die Welt nach Cloud Computing: Das Internet revolutioniert den Handel, die Verlage, Banken, Versicherungen. Selbstfahrende Autos verändern unser Leben, Hefebakterien ersetzen die Erdölchemie. Wir steuern alles  von unseren Smartphones aus. Ich schaue mit Ihnen in die nähere Zukunft. „In die Zukunft kann leicht sehen, wer ihren Anblick erträgt.“