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2 Antworten

  1. Andreas Stein sagt:

    Ich fürchte nur, das die vier Ebenen Platons nicht jedem zur Verfügung stehen, um zu erkennen, auf welcher Ebene er sich – evtl. fälschlicherweise – befindet. Dem Theologen ist die Ebene der Fakten genauso unbekannt, wie dem Wissenschaftler die Ebene der Vermutung – von Esoterikern mal ganz abgesehen. Das jeder das verteidigt, was er hat – und viele haben nicht mehr – erscheint mir daher logisch. Und die eigentliche Frage (genauso alt wie Platon und bis heute unbeantwortet) wäre, wie kriegt man es hin, allen Menschen alle 4 Ebenen bewußt zu machen?

  2. John Struck sagt:

    Sehr gut!

    Das Thema anzuschneiden könnte helfen, sich dieser, für eine sachliche Diskussion störenden, Emotionalität bewusst zu werden und sich wie bei den „Denkhüten von De Bono“ (https://de.wikipedia.org/wiki/Denkh%C3%BCte_von_De_Bono)
    auch mal auf die sachliche Ebene zu zwingen.

    Ich nehme an, dass Emotionalität schon immer eine große Rolle gespielt hat.
    Eine der Hexerei beschuldigte hatte wohl immer schlechte Aussichten, wenn Sie auf eine sachliche Diskussion bezüglicher der Anklage bestand.

    Die auffallende Zunahme von Emotionen in der letzten Zeit hat
    möglicherweise auch mit der Digitalisierung zu tun.
    Es ist viel leichter abweichende Meinungen wahrzunehmen, die dann statistisch oft auch von
    der „anderen“ Seite sind.
    In einem abgeschiedenen Bergdorf waren die Meinungen womöglich eher angeglichen.
    Jemand mit konträrer Meinung galt sicher als Aussenseiter, Querkopp und fand schwer Gleichgesinnte,
    was sicher auch eine Art Filterblase (Kultur?) ist.

    Wer sich aber im Internet bewegt, sieht all die vielen anderen Meinungen.

    Möglicherweise ist es ein Grundbedürfnis des Menschen die richige „Meinung“ zu haben.
    Dazu muss die eigene Meinung von Mitmenschen bestätigt werden.
    Und dann stören natürlich all die anderen Meinungen im Netz.
    Dagegen möchte man angehen…
    Insbesondere wenn der Verdacht besteht, die mit den anderen Meinungen werden zahlreicher (Beispiel: „Rechtsruck“)
    Da möchte man erst recht gegenhalten und betonen, nein, „WIR sind mehr“ und nein „WIR sind das Volk“. (Hat irgendwie etwas albernes..)
    Dabei spiel es auch keine Rolle, wenn Liedtexte gesungen werden, zu denen man eigentlich gar nicht stehen würde.

    Und genau darin sehe ein ein großes Problem: Das messen mit zweierlei Mass.
    Verallgemeinerung auf der einen Seite geht gar nicht. Beispiel: „alle soundso sind kriminell“
    Aber selbst verallgemeinern: Alle soundso sind „radikale Extremisten“.

    Tatsache wird wohl sein: Es gibt kriminelle bei den einen und Extremisten bei den anderen.

    Versuchen wir uns alle bewusst zu werden, die Emotionen zu kontrollieren oder rauszulassen.
    Vollkommen wird es uns eh nicht gelingen, sodass wohl keiner befürchten muss sich selbst zu „verraten“ 😉

    Das Thema bleibt komplex

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