DD296: Alle fördern Innovation – wer aber meine? (Juli 2017)

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11 Antworten

  1. CZehrer sagt:

    Einem Teil Ihrer Ausführungen kann ich aus vollem Herzen zustimmen: Dem mit den vielen, oft quasi unerfüllbaren Kriterien, die nicht selten dazu führen, dass eine Idee, sei sie für eine Geschäftsidee oder ein wissenschaftliches Projekt, schon in der Antragsphase bis zur Unkenntlichkeit abgeändert wird.
    Nicht zustimmen kann ich Ihrem – aus meiner Sicht – in Bezug auf andere harten (arroganten) Urteil, viele Ideen taugten nichts. Und dann gleichzeitig dem rechtschaffenen(?) Ärger darüber, dass Ihre beiden Musik-Projekte und das Wechseldach-Fahrzeug bisher keine Förderer gefunden hätten. Während ich die Fahrzeug-Idee zumindest noch verstehe, sehe ich keinen Bedarf an Musikdatenbanken oder sonstwas. Wäre es möglich, dass es sich bei den Kommentaren Ihrer jeweiligen Gesprächspartner um gut verpackte freundliche Absagen handelt?
    Ich wünsche Ihnen, auf Geber- und Nehmerseite mit identischen Kriterein urteilen zu können!

  2. Es gibt in Deutschland seit mindestens 2011 keine Gründerkultur. Dies ist vorallem politisch gewollt. DGB, SPD und Frau Merkel sei Dank! Arbeitsame Bienen sind gefragt.

  3. Harrry sagt:

    Sicherheit und Gründerkultur passen nicht zusammen. Zu jedem erfolgreichen Gründer gibt es mindestens 10 die gescheitert sind und 100 deren Idee keinen Zuspruch fand.
    Solange man mit der Förderung kein Geld verdienen will, gibt es auch keine vernünftige Filterfunktion der Investments. Aber parallel gibt es auch noch eine Filterfunktion der Mitarbeiter, die eine niedrige Bezahlung und die Aussicht auf Geld im Erfolgsfalle (Anteile) besitzen.

    uns fehlt eine Börse für Mitarbeiter, die der erste Filter von Ideen darstellt. Dann fehlen den professionellen start-up Investoren, die dadurch Geld verdienen wollen. Nur wenn beides zusammen kommt, werden Gründungen erfolgreich.
    Funktioniert die Infrastruktur, dann können Firmen sogar Teile ihrer Forschung in start-ups auslagern. Ist eine Idee marktreif, kann die entsprechende Firma dann gekauft und integriert werden.

    Haben wir in D aber Mitarbeiter, die eher in behütenden Schoss einer Großfirma mit sicherem Einkommen oder in einem start-up mit der Aussicht Millionär zu werden?

  4. Dirk Hosenefeld sagt:

    Hallo,
    ich möchte kurz darauf hinweisen, dass die Überschrift etwas aus der Reihenfolge gekommen ist DD296 sollte es sein nicht DD295, die Bezeichnung gab es schon.

    Citroën machte mit dem C3 Pluriel schon mal einen Versuch mit wandelbarem Dach. Den gibt es nicht mehr. Manch tolle Idee ist dann doch nicht alltagstauglich.

    Viele Grüße,

    Dirk Hosenfeld

  5. barnyhh sagt:

    Das oben angeführte AUDI-Patent „stinkt“ m.E. nach einem reinen „Blockade-Patent“ – „Ich will das nicht machen, aber andere sollen es auch nicht machen!“

  6. Ferdinand sagt:

    Natürlich wird Compliance über „Wenn Sie sich rasieren, bekommen Sie nen Job “ benötigt, und deren Einhaltung ist unangenehm, jedoch kann ich mich entschieden, ob ich das will! Der Wille ist entscheidend, und wenn es der Unwille der anderen ist.
    Sie haben sich mit dem Wiki of music etwas ausgesucht, von dem so gut wie niemand ein Bild hat. Nicht einmal Musiker, denn die meisten von ihnen nagen am Hungertuch.
    Ich denke, die Idee Ihres freien kulturell und medialen Gedächtnisses muss mit binge watching konkurrieren, da bietet sich nunmal ein omnisensorisches Erlebnis mit niedriger Schwelle an.
    Da passt nicht alles!
    Und ich muss mich mal wieder rasieren.

  7. Rainer WEtekam sagt:

    Ach ich träume schon seit Jahren von dem SUVan mit Variablen Dachteilen (also VAN SUV und Cabrio in einem) aber keiner wills erfinden, weils vermutlich ausser mir keiner kaufen will.

  8. Daniel sagt:

    Wer Risikokapital braucht, sollte zu einem Risikokapitalgeber (VC) gehen und nicht zur einer Stiftung. Der Risikokapitalgeber wird auch sicher nicht sagen, dass er nur was mit „social“ macht…

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