DD308: Und jährlich grüßt der Schweinehund (Januar 2018 auch)

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16 Antworten

  1. brigitte meyer sagt:

    Jahreswechsel Schweinehund bzw. Vorsätze gibt es bei mir persönlich zwar nicht. Dennoch der letzte Satz bringt es auf den Punkt. Das gilt ganzjährig!

  2. schybosoph sagt:

    Hossa, guten Abend!

    es kommt spontan die Kritik der reinen Innovation.

    Auf KiRaKa (WDR5) kam heute die Erklärung zu den guten Vorsätzen der Eltern, die viel mehr in ihrer Vergangenheit und Zukunft leben als die Kinder, die öfter noch so schön sorglos das Hier und Jetzt erleben können, darin aufgehen, quasi im Flow, den Erwachsene etwa noch verspüren können, wenn sie engagiert in Arbeit versinken (ihrem eigenen Sinn dabei fröhnen) oder die Welt doch mal wieder ein bischen neu entdecken.

    Wer braucht da noch Innovation?

    Ist die Innovation nicht auch schon Teil des Hamsterrads geworden und nur dann sinnstiftend wenn sie quasi als Abfallprodukt halbautomatsich passiert, im Flow?

    Ich habe mich wieder köstlich amüsiert beim Lesen des Artikels, der auch defätistisch und sarkastisch anmutet, am Ende wohl anspornen möchte mal wieder auf sich selbst zu hören anstatt nur noch Fremdzwang zu erliegen bis es einen umhaut bei aggressiver Verfolgung von Einzelzielen, Kontrollzwang bzgl. der eigenen Gruppenmitglieder, von ständigem Wandel faselnd oder gar narzisstisch und damit leichtfertig und überheblich die eigene Firma riskierend.

    Ganz so schlimm ist es meist nicht (schon gar nicht durchgängig), jedoch leben wir in einer Hoch-Hochkultur und können dem globalen Wirtschaftskrieg nicht wirklich entkommen, so ist es immer mal wieder kurzzeitig schlimm, wenn der Kolege oder Chef die Haltung verliert. Da wird evtl. auch Korruption zwar nicht salonfähiger als früher, dafür aber umso subtiler und ist am Ende die perverse Form von Innovation?

    Wo kann man nun am innovativsten sein um den anderen Wirtschafter auszustechen oder innoviert man erstmal nur für sich in der Vorstellung das andere diese, irgendeine Idee dann später auch haben wollen, nur dann kaufen müssen? Quasi der zufällige Erfolg, weil man das richtige für sich zuerst tat? Vielleicht sind so Herr Gates, Jobs oder Gandhi besonders innovativ gewesen?

    Nicht also der Stress, die Fremdüberfrachtung führt zum Ziel, nein, die Reise zu sich selbst.

    Nicht immer höher, schneller und weiter ist mein Ziel. Nein, ich habe Ecken und Kanten und meinen Ruf ist bereits als Querdenker und Kritiker versaut. Jetzt kann ich freier handeln als zuvor, denn die Möhre, die mir vor die Nase gehalten wird interessiert mich nicht mehr (solange ich eine Grundsicherung verdiene), aber die täglich gute Zusammenarbeit mit den Kollegen umsomehr. Wer da mit zuviel Stress kommt kriegt gelegentlich gezeigt wo die Tür ist. Ich mach meine Ding, das provoziert wohl auch mal (fast automatisch).

    Mal gucken wieviel Innovation da im Beruf noch bei mir rauskommt…, wenn nicht so viel, dann auch nicht so schlimm.

    Lieben Gruß!

  3. Häschen sagt:

    Der Schweinehund ist sensationell!

  4. Paul-Heinz Schwan sagt:

    Ich versuche meinen Kommentar zunächst einmal mit Peter Sloterdijk, nachzulesen in: „Du musst dein leben ändern“.
    In jeder Kultur und im inneren Menschen „toben“ Leitdifferenzen:
    Gläubig-Ungläubig, Vollkommen-Unvollkommen, Tapfer-Feige, Wissen-Unwissen, Gewinn-Verlust, Oben-Unten, Reich-Arm etc. Die Ersteren übernehmen die Rolle der Attraktoren. Der Wunsch diese zu erlangen, versetzt uns in Vertikalspannung. Der Weg dorthin verwirklicht sich durch ein Leben in Übung, Übung, Übung. Oft begleitet durch jemanden, der will, das du willst –ein Trainer, ein Chef, eine Lebensgefährtin-.

    Ich kann mir vorstellen dass sich so etwas ähnlich in jedem Unternehmen abspielt. Hart arbeiten-weniger hart Arbeiten, Schnell sein-Achtsam sein, Überstunden-Normalarbeit, Aktiv mitdenken-Passiv Regeln umsetzen, Innovativ-Standard, Autoritär-Liberal etc. sind solche Muster, die durch Inhaber, Chefs vorgelebt und zur „Kultur“ werden. Weil „der Mensch“ von und durch solche Leitdifferenzen zum Menschen wird, kommen wir mit dieser „Ausrüstung“ ins Unternehmen. Sie werden deshalb als solche direkt gesucht, erkannt und als gewünschter Attraktor von vielen angenommen. Koste es was es wolle! Denn wir wollen Teilhaber sein und nicht Randgruppe. Hinzu kommen die individuellen Leitdifferenzen. Stimmen diese mit denen des Unternehmens überein, entsteht eher ein positiver Stress, tun sie das nicht, entsteht negativer Stress der auf Dauer krank macht.

    Der innere Schweinehund ist ein Gefühl, das, was die Umsetzung von Pläne „in uns“ eher schwer erscheinen läßt. Sie sind nicht attraktiv genug. Wir geben sie wieder auf.

    Ich versuche den Kommentar nochmal mit meiner persönlichen Erfahrung:
    Jede Handlung hat Vor- UND Nachteile.
    Auch wenn wir noch so klagen – es lauert im Hintergrund ein Attraktor, der die Vorteile überwiegen läßt. Das Klagen integriert mich in die klagende Gruppe. Über den Vorteil sprechen wir aber eher nicht. Stellen Sie sich vor, ein Kollege würde in der Sitzung sagen, das ihm der Stress zwar nicht gefalle, er aber den Vorteil vom Chef wegen seiner Anstrengungen gemocht zu werden, höher schätze.

    Nehmen Sie das Rauchen: der Raucher raucht trotz der drohenden Krankheiten, weil er subjektiv im Rauchen Vorteile sieht, die den Nachteil „Tod durch Raucherkrebs“ „schlagen“.

    Was tun:
    Wenn ich den Schweinehund überwinden will, muss ich mir gnadenlos erst die Vorteile meines bisherigen Verhaltens klarmachen. Dann im angestrebten neuen Verhalten den neuen Vorteil suchen und der MUSS größer sein als der Vorteil des alten Verhaltens.
    Das spürt man daran, dass in einem eine Vertikalspannung entsteht. ☺
    Dann kann das Übungsprogramm zur Erreichung der guten Vorsätze gelingen und der innere Schweinehund besiegt werden.

    Denn Sieger sein ist ein nicht zu unterschätzender Attraktor, zumal wenn man über sich selber siegt. ☺

    Allen Übenden viel Ausdauer und Erfolg.

  5. Christoph sagt:

    Und was tun, wenn jeder seinen inneren Schweinehund überwindet?
    Was tun, wenn jeder im Flow wäre und jeder sich völlig mit der eigenen Firma identifizieren würde?
    Und das nicht nur in Firma X, sondern auch der Konkurenz Y?
    Würde man dann jene optimieren müssen, welche kurz mal nicht/weniger im Flow sind?

    Duncker zeigte mit seinem „candle problem“ (und ähnlichen Settings), dass wir für einfache Tätigkeiten mit Druck effizienter arbeiten. Bei Komplexen ist es jedoch effizienter, entspannt und motiviert zu sein, eben mit Zug zu arbeiten. Da unsere Tätigkeiten meist die zweiteren sind, ist es jetzt nötig, innovativ und mit Leidenschaft im Flow zu arbeiten. Aber sind wir auch im Flow nicht noch immer Hamster im Rad der „großen“ Profiteure, nur eben glücklichere Hamster, weil es wirtschaftlicher ist. Sonst nichts.

    Viele beneiden die Mitarbeiter von Google bei den vielen Geschichten aus dem Silicon Valley. In der Arbeit FIFA spielen, super! Toll! Aber eben nur, wenn man das Firmenziel in den eigenen Lebensmittelpunkt stellt. Und dann ist sowas sogar profitabel! Für die Firmen.

    Sollte man diesen Schritt wirklich gehen? Im Flow aufgehen, wenn man nicht weiß, ob es um die eigene Selbstentfaltung, oder um den bedingungslosen Ausverkauf handelt?

    Dieses Loslassen in den Flow empfand ich in der Dueck Trilogie als Höhepunkt, aber in der Welt des unbegrentzten „Höher, schneller, weiter“? In einer Welt, in der ein Manager eines KMU mir sagte, die Aufgabe intelligenter Menschen besteht darin, für Wirtschaftswachtum zu sorgen? Für was?

    Geht bei diesem Spiel schlussendlich nur darum, sich eine Tätigkeit zu wählen, welche der eigenen Verwirklichung dient und derer die bedingungslose Aufmerksamkeit und Leidenschaft widmet?

    • schybosph sagt:

      Alles ein Spiel? Mag sein!

      Wir sind alle ins Leben geworfen.

      Und das passiert in Phasen. Evt. kann man das ein wenig steuern und sich zuerst bedingungslos Ausverkaufen um danach der Selbstentfaltung zu frönen? Am besten verbindet man beides so gut es geht eben nacheinander oder auch zeitgleich 🙂

      A simple life is a good life – wenn das wahr ist dann bewegen wir uns auch gelegentlich davon weg, vom guten Leben, schicksalhaft als Menschheit getrieben. Wohin denn? AI soll die Menschheit angeblich zerstören oder retten – ah….ja.

      Bewegung in der Natur wirkt evtl. deswegen so befreiend, das abreiten der nächsten Welle mit Kite oder Segel und irgendeinem Brett an den Füßen, die Alpenüberquerung mit MTB oder zu Fuß, oder die Tageswanderung im Siebengebirge, am Broken oder um den Titisee herum oder im nächsten Wald…

      Davon Träumen ist vor dem Schweinehund, das Machen ist danach.

      Was ich davon habe? Frische Luft für heute in meinen Lungen und meine Muskeln haben ATP verbrannt 😉

      Hoffentlich habe ich die Freude dabei unmittalbar mit anderen Menschen teilen können.

      Lieben Gruß!

    • Paul-Heinz Schwan sagt:

      Hallo, sie schreiben: „Und was tun, wenn jeder seinen inneren Schweinehund überwindet….wenn jeder im Flow wäre..“
      Dazu kommt es -absehbar – nicht, denn es gibt m.E. einen riesen Vorrat an inneren Schweinehunden. Soviel wie es Aufgaben gibt. Auch ein einmal überwundener Schweinehund kann wieder zum Leben erweckt werden. Eine art innere Auferstehung der totgeglaubten Schweinehunde :-))
      Wenn Sie dann nur mal die „Hormonschwankungen“ hinzuzählen -von Wetter und Jahreszeiten, von Chefwechsel und familiären Dingen ganz zu schweigen- , erkennen Sie den laufenden Übungs-/Trainingsaufwand. Und auch ein Flow hat ein Verfallsdatum. Der „Mensch“ ist eine Wundertüte -auch für sich selber- ein schwankend Schiff auf den Lebenswellen.
      Trotzdem haben wir keine Wahl. Wir müssen unser Leben designen. Aber wir können im Rahmen „wählen“ wie, was, mit wem wir trainieren.
      So kommt es dann zu denjenigen die wenig oder für schlechte Dinge trainieren und den anderen, die für gute Normal- oder Höchstleistungen trainieren.
      Aber wer keine Übungseinheiten mit seinen diversen Schweinehunden mehr hat, der ist ?? „tot“ ??. …I think so..

  6. Rosi sagt:

    Ich habe gar keine neuen Vorsätze gefasst, da ich mich nicht über mich selbst ärgern will, wenn mein Schweinehund wieder zuschlägt.
    Allerdings habe ich meinem Schweinehund einen Namen gegeben, dass macht es einfacher, wenn ich mit ihm rummaule.

  7. Klaus sagt:

    Wenn jemand gute Vorsätze für das neue Jahr braucht, dann ist das Kind doch eigentlich schon in den Brunnen gefallen. Dann hat man sich schon zumauern lassen. Und dann ist es sehr schwer da wieder auszubrechen.
    Und das einmauern fängt ja schon in der Schule an. Da lernt man dann sich zu fügen. Die Leistungen werden vorgegeben und man muss zuschauen diese zu erfüllen. Und wenn man das nicht tut, dann ist das ganz schlimm böse. „Was soll denn aus dir werden? Du muss dies und du musst jenes. Ansonsten wirst du scheitern.“
    Die Denkweise zieht sich dann durch das Leben. Entsprechend landet man dann auch in einer Firma, die einen in ein Hamsterrad setzt. Da bleibt man dann und hat einmal im Jahr gute Vorsätze.

    Letztlich reicht es da nicht aus den inneren Schweinehund zu überwinden. Da muss man schon den Entschluss fassen komplett auszusteigen um ein neues Leben zu beginnen. Denn da wo man jetzt ist, wird es schlicht nicht honoriert, wenn man etwas ändert. Die Firma hat einen schließlich eingestellt, weil man so ist, wie man ist.

    Ein Gunter Dueck ist immer da gelandet, wo man einen Gunter Dueck mit allen seinen Ecken und Kanten geschätzt hat. Von einem Gunter Dueck kann man erwarten, dass der nicht lange in seinem Hamsterrad läuft. Da ist es einfacher zu erkennen, dass man in einem Rad läuft und es ist dann auch einfacher auszubrechen. Die Umgebung schüttelt dann zwar auch mit dem Kopf, aber dann sagen die verständnisvoll: „So ist der Dueck halt.“

    Ich bin auch mein Leben lang aus den Hamsterädern, die man mir aufgestellt hat ausgestiegen. Schon in der ersten Klasse habe ich die i-Punkte und t-Striche bei den Diktaten konsequent weg gelassen, weil ich die als komplett überflüssig empfand. Ich bin immer wieder die Trampelpfade des Lebens gelaufen, wenn es mir gefiel. Mich hat man nie damit beeindrucken können, was man alles tun muss, damit aus mir ein ordentlicher Mensch wird.
    Daher bin ich bei einer Firma gelandet, die das honoriert. Und wenn ich wieder aus einem Rad austrete, dann schütteln alle mit dem Kopf und sagen: „Ach, der Klaus schon wieder. So ist der halt.“
    Ich bin aber davon überzeugt, dass das nur so gut funktioniert, weil ich immer schon so war und ich da gelandet bin, wo die Mauern nicht so dick sind. Die haben mich so eingestellt und nun müssen die halt damit zurecht kommen (und sie tun das).

  8. Schybosoph sagt:

    Der Schweinehund der Menschheit (nennen wir in Kismet) unterscheidet sich elementar von den Schweinehunden einzelner Menschen. So versucht doch die philosophische Denkarbeit wohl u.a. weise, allgemeingültige Regeln zu setzen um gemeinsam konstruktiv zusammen leben zu können, nicht? Ab einer gewissen Gruppengröße 2?, 5?, 10?, 10.000, spätestens 80.000.000 stößt man da an gewisse Grenzen der Erreichbarkeit, Steuerbarkeit und Umsetzung (ja selbst schon bzgl. der Menschenrechte)- jedoch sind Leitbilder da noch wirksam genug und nicht durch größere Strukturen (Religion, Wirtschaft, Geographie, Geschichte) unterminiert, bzw. zerrissen.

    So wäre für mich der Menschheit Schweinehund (=Kismet) zu besprechen eben als Philosophie zu bezeichnen, die man fast nur noch als Komiker ertragen kann, denn Humor ist vielleicht wirklich die beste Medizin und die Beschäftigung als Komiker die Königsdisziplin des Heilers (Verweis u.a. auf Eckart von Hirschhausen)? Und: „Dem Komiker kommt unser Planet – dieses Primatennest zwischen Mars und Venus – als veritables Irrenhaus vor und deswegen ist es evtl. angemessen, die Welt als Witz zu zelebrieren“ (Dieter Nuhr).

    Der Rest ist dann eher Individual- und auch Gruppen-Psychologie (eher im Kleinen?) und die Frage wie ich Selbstwirksamkeit innerhalb dieses irren Kismet noch sinnreich und allgemeinverträglich leben könnte, jenseits Sektenähnlicher oder allzu mächtiger religiöser Vorgaben und Zwänge, also möglichst aufgeklärt.

    Auch diese Jahr habe ich keinen besonderen Schweinehund um die Jahreswende herum zu bekämpfen, aber genug gegensätzliche Ziele und widersprüchliche Gedanken und Gefühle – wiedermal – über das ganze Jahr hindurch zu verdauen – was davon genau Schweinehund wäre und was Kismet, das ist mir oft gar nicht wirklich bewusst. Insgesamt aber nenne ich es: das Leben. Wenn ich aber noch dem Luxus fröhnen kann, mir all diese Gedanken zu machen, ja, dann geht es mir wohl noch ganz gut und werde mit dem Schweinehund schon noch fertig oder akzeptiere ihn als Teil von mir, wenn ich ihm in die Augen schaue. Über das Kismet lache ich gerne gelegentlich herzlich, sonst würde ich wohl irre oder würde mich nur noch reichlich hilflos oder als modernen Don Quichotte identifizieren?

    • Paul-Heinz Schwan sagt:

      Ich versuche dem Thema mal mit einem Science-Fiction-Klassiker
      „Lost in Empathy“ von Phillip K. Dick näher zu kommen.

      Hier ein Auszug aus einer Besprechung auf http://www.literaturkritik.de

      ….das wuselnde Leben im urbanen Super-Moloch Los Angeles, die bröckelnde Bausubstanz, die verregnete Glätte der Straßen, die in so vielen Details anwesende ökologische Katastrophe, das technische Funkeln, Knacken, Rauschen, der architektonische Größenwahn der Megakonzerne, der überall durchsickernde Neon-Tokio-Werbekitsch, die fliegenden Autos und, nicht zuletzt, die elektronische Musik von Vangelis. Dieser ganze Cyber-Punk-Weltuntergang in Endlosschleife, funkelnd-schön und schaurig-morbid,….

      …..Trotz der düsteren Szenerie wird bei Dick oft genug die Sinnlosigkeit zur Lächerlichkeit, die handelnden Personen zu drögen Schlaffis mit Allerweltsproblemen und biederen Ambitionen. Sogar die titelgebenden Androiden, also die synthetisch perfektionierten Ersatz-Menschen, sind nur verhalten kriegerisch und selten effektiv organisiert, sondern neigen zu unverhältnismäßiger Lethargie und einer schicksalsergebenen Berechenbarkeit, sobald sie mit ihrem Ende konfrontiert werden……

      …..Nach dem Dritten Weltkrieg und dem Massenaussterben der Arten sind die kollektiven Bedürfnisse der Gesellschaft auf allumfassende Empathie ausgerichtet: Es gibt eine Art Verschmelzungs-Religion, das Mercertum, …..Persönliche Befindlichkeiten fangen die Menschen mit den hunderten Einstellungen der Stimmungs-Orgel auf und steuern sie zum Allgemeinwohl in die jeweils angemessene Richtung. Es gibt aber auch hier Unstimmigkeiten: Anstatt zum Beispiel Nr. 888 einzustellen, den „Wunsch fernzusehen, egal was gesendet wird“, bleibt Deckards Frau Iran trotzdem lieber im Bett liegen; ihre geheime Lieblingseinstellung: „Hoffnungslosigkeit“. ……

      Anmerkung:

      Nach diesem Text habe ich mich in meinem privaten Wohnzimmer umgesehen und fand, das ich ziemlich gut lebe. Ich schaue nicht alles, was gesendet wird und meine Lieblingseinstellung heißt: „trotz alledem und alledem“

      Und gleich gehe ich auch an die frische Luft. Vier Stunden im Wald spazieren, ohne einem Menschen zu begegnen….ein heilsamer und entspannender Tripp.

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