DD275: Pokémon Stop and Go (September 2016)

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30 Antworten

  1. Lieber Herr Dueck,

    und JAAAA, Sie haben mal wieder recht. Das Phänomen das kluge Menschen (sowas wie Sie nur anders) daraus abgeleitet haben heißt „Gamification“ und es sind, wie Roman Rackwitz es so schön zusammenfasst, 5 Elemente, die spielen, lernen und (jetzt kommt’s) auch arbeiten einfach netter, angenehmer, lustiger, effektiver und erfolgreicher machen könnten:
    1) Informationstransparenz & Wissen um die Vollständigkeit der für mich verfügbaren Information
    2) Echtzeitfeedback
    3) Entscheidungsfreiheit
    4) klare Ziele + Regeln auf individueller Ebene, d.h. es muss klar sein, was ich im nächsten Schritt tun muss um a) zu lernen = einen Erkenntnisgewinn zu haben oder b) positives Feedback zu erhalten.
    5) eine stetige (mit wachsende) Herausforderung (Ideal auch im Wettbewerb gegen mich selbst – und manchmal auch gegen die anderen.

    Spannend wird’s, wenn man das ins lernen und ins arbeiten mit einbringt. Denn – oh Wunder – auf einmal macht’s Spaß, es bleibt mehr hängen, man bringt sich gerne mehr ein. All die Gehirnmasse, die sonst so träge ist, kommt so richtig gut auf Touren.
    Nebenbei – es ist wirklich unglaublich wieviel Intelligenz Unternehmen jeden Tag NICHT nutzen. Aber das ist ein anderes Thema.

    Wer lieber ein Video schaut, statt zu lesen: Wir hatten das Vergnügen eine Stunde lang das Thema erklärt zu bekommen. Eingedampft ergibt das 5 Minuten, die es lohnen in diesem Kontext mal gesehen (und verstanden) zu werden. Hier mal der Link zum Video: https://youtu.be/_w1mRxMBaao

  2. Martin Knechtel sagt:

    Danke 🙂

  3. Alex sagt:

    Hallo Gunther Dueck,

    da bin ich aber beruhigt, dass auch Sie das Pokemon Fieber gepackt hat. Ich hatte nämlich schon ein schlechtes Gewissen weil ich dieses Spiel angefangen habe und für gut befand.

    Ich komme vom Dorf, da gibt es zwar einen Pokestop, aber eben kein Internet…

    Wenn ich also heutzutage mal in der Stadt unterwegs bin, dann läuft der Avatar nun auch meistens mit. 🙂

    Schade nur dass es in der freien Natur keine Pokemons gibt, aber da gibt es ja auch eh kein Netz…

    Ihre Idee mit dem AR Lernspiel finde ich absolut genial!

  4. Dassi sagt:

    …..Warum kommen unsere Lehrer und Bildungspolitiker nicht einmal auf so geniale Ideen wie Pokémon Go, Kinder spielend die Hausaufgaben machen zu lassen? …..

    ach ja da war doch was. als mein Sohn gerade aus der Schule war, begann ich ein Würfelspiel für die Schule zu entwickeln. eine Art Leiterspiel, so dass man immer neue Wege gehen kann. sollte man auf das richtige Feld kommen und die Aufgabe auch lösen. Kommt man auf gekennzeichnete Felder, muss man eine Karte ziehen. es gibt unterschiedliche Themenkarten, je nach Unterrichtsfach: Mathe , Deutsch, Heimatkunde. und das tollste für Klassen, man kann es auch mit Mannschaften spielen. ein bissel Glück ist auch dabei, (um die Spannung zu erhöhen.) dann hängt man ein großes Spielfeld auf und hat Magnete als Spielfiguren. das ist erst cool. das spiel liegt halb fertig seit ein paar Jahren im Schrank. Vielleicht mache ich es Weihnachten zwischen den Feiertagen doch mal fertig. dann sind alle entspannt und haben vielleicht noch gute Ideen beim Testen. Aber wie gesagt, vielleicht, ich habe immer so viele Ideen, nur die Zeit fehlt, alle umzusetzen.

    • Klaus sagt:

      Das ist natürlich so ein klassischer Ansatz zu einem Lernspiel. Man setzt ein Ziel, was man den Kindern beibringen möchte und verpackt es dann in ein Spiel.

      Hier geht es aber eher um die andere Richtung: Man nimmt ein schon bestehendes Spiel und passt es dann so an, dass man dabei auch noch etwas lernt.

      Letzterer Ansatz hat den entscheidenden Vorteil, dass man schon mal ein Spiel hat, was die Kinder wirklich fesselt. Der Spielspaß und somit auch die Motivation sind dann praktisch schon garantiert. Nun muss ich nur noch vorsichtig die Inhalte so platzieren, dass man das Spiel nicht kaputt macht.

      Lernspiele gibt es halt viele. Nur die haben meist den Nachteil, dass die Ersteller sich zu viel über die zu vermittelnden Inhalte Gedanken machen und dann das eigentliche Spiel zu kurz kommt. Als Ergebnis hat man dann ein langweiliges Spiel, welches dann zwar ganz tolle Lerninhalte besitzt, aber den Kindern keine Spaß macht und sie dann auch nicht motiviert.

      • Dassi sagt:

        auch das einfache Mensch ärger Dich nicht macht doch Spaß, wir spielen es immer mal, interessant ist doch der Wettbewerb, das spornt an und weckt erst die Geister. Wichtig ist aber, dass man die Kids erst mal nimmt wie sie sind. Ich habe ein kleines Video gesehen. Da hat ein Lehrer die Kinder in einer Sonderschule, jeden früh persönlich mit Handschlag vor der Klasse begrüßt und gesagt in was sie toll ist, der eine im Rechnen, der andere im Sport, der andere schreibt sehr gut. die Kinder gehen mit Freude ans Lernen und ausprobieren. War echt ein toller kleiner Film. Es geht immer darum, ob einer mit Kindern umgeht, der sie liebt. Für Leute, die das nur als Beruf betrachten, ist es schon eine stressige Sache manchmal.

  5. Klaus sagt:

    Ja, das wird „Game Based Learning“ genannt. Man nimmt erfolgreiche Computerspiele, die man dann zu Lerntools umgestaltet.

    Bekannt sind hier die Versuche mit Minecraft. Im Projekt MinecraftEdu hat man das Spiel für den Unterricht in der Schule erweitert.

    Auf Youtube findet man einige von Lehrern aufgenommene Unterrichtsstunden dazu. Da werden dann Höhenlinien in Berge umgewandelt, statistische Überlegungen angestellt, Additionsaufgaben visualisiert, der freie Fall getestet, das Modell einer Zelle diskutiert oder historische Epochen vorgestellt.

    Einer der Lehrer sagt dort, dass sich Schüler im Unterricht normalerweise maximal 20 min konzentriert an einer Aufgabe sitzen können. Danach ist die Konzentration weg. In Minecraft passiert plötzlich ein Wunder und die Schüler arbeiten 40-60 min konzentriert an den Aufgaben.
    Bei einem speziellen Schüler sagt der Lehrer, dass der sich normalerweise keine Minute lang mit einer Aufgabe beschäftigen kann. In Minecraft schafft er es plötzlich ohne Probleme such intensiver damit zu beschäftigen.

    Leider hat Microsoft das Projekt nun übernommen und ein unattraktives Lizenzmodell eingeführt (pro Schüler und Jahr, statt einmalig pro Server). Außerdem lebte die alte Version auch von den frei erhältlichen Modifikationen, die es für das Spiel gibt. Zuletzt wurde z.B. noch ComputerCraftEdu entwickelt, womit man wunderbar programmieren lernen kann. Bei der neuen Version von Microsoft ist das alles nicht vorgesehen, so dass die ursprüngliche Dynamik aus der Idee herausgenommen wird.

    Daher glaube ich eher, dass das Projekt bald einschlafen wird. Die offene Welt von Minecraft ist eigentlich ideal, um sie mit allen möglichen Lerninhalten zu füllen. Aber wenn aber auf der einen Seite die Hürden für den Einsatz so hoch gesetzt werden, dann kann das kein Lehrer ausprobieren. Und wenn die offene Entwicklung beschnitten wird, dann kommen keine neuen Ideen hinein. Schade eigentlich.

  6. F. Gomez sagt:

    Da haben wir es wieder, die Leute belachen, was sie nicht verstehen. Wir (meine 3 Kinder und ich) spielen seit Anfang August. Es ist ja eben nicht nur dumm rumlaufen und Pokemon einfangen. Zum einen, da wir nur ein Smartphone haben, kann nur einer spielen. Die anderen muessen mitlaufen und die Natur betrachten. Also planen wir. Am Baumlehrpfad kann die 5-jaehrige Fahrrad fahren, waehren der grosse Bruder Pokemon faengt. Am Fussballplatz laufen ganz viele Jynx rum. Wo in der Nachbarschaft waren wir noch nicht? Wo ist ein Fluss oder Bach in der Naehe wo wir Wasserpokemon finden koennten? Wir haben in den letzen 2 Monaten mehr von unserer Heimat gesehen, als in den 10 Jahren, die wir hier leben. Dann – planen wie man das Gluecksei am besten benutzt. Niemand wuerde (132-50)/12 mal eben so zum Spass ausrechnen. Aber was wenn man 132 Taubsi candies hat, einen Pigeot draus entwickeln will, und den rest fuer Pigeottos benutzt? Wenn mad fuer jede Entwicklung dann ein extra candie bekommt, wieviele Taubsies muss man behalten, damit man so viele wie moeglich waehrend des Glueckseis entiwcklen kann? Auf einmal fangen sie all an, das im Kopf mal schnell beim Mittagessen auszurechnen. Dann die Kampfplanung. Wer hat die besten Resourcen, den Snorlax,der seit drei Tagen in der naechsten Areha hockt, zu besiegen? Ausprobieren, verlieren, Daten sammeln, neu planen, manchmal aufgeben, Strategie umstellen. Viele viele Taubsis sammeln (langweilige harte Arbeit ist manchmal noetig, um eine grosse Belohnung zu bekommen), damit man den eigenen Lapras aufpaepeln kann. Taktische Enscheidungen ueber knappe Resourcen treffen – lieber einen neuen Nidoking aus einem starken Nidoran entwickeln, oder stardust einsetzen + candy sparen und den schwachen Kidoking aufpaeppeln? Welcher Weg maximiert die Kampfkraft der gesammten Sammlung? Beobachten, lernen. Wenn wir am Sonnabend die Arena im Vogelschutzgebiet einnehmen, koennen wir sie bis Sonntag abend halten und zwei mal abkassieren, weil am Sonntag die Leute in der Kirche sind, statt Pokemon Go zu spielen.

    Okay, ich hoere jetzt auf, weiter aufzulisten, was meine Kinder alles beim Pokemon Go spielen lernen.

    Wie das in der Schule einsetzen – da haben wir wohl Glueck hier. Wir wohnen in Pennsylvania, und meine Kinder (K, 2., 4. Klasse) benutzen iPads in der Schule fuer Mathematik, Lesen, Grammatik und Rechtschreibung. Fuer Mathe haben sie das Programm „First in Math“. Die Kinder haben freie Auswahl ueber die Themenfelder die sie bearbeiten wollen – Grundrechenarten, Geometrie, Brueche, pattern recognition usw. Man kann frei ueben, oder zeitbegrenzte Aufgaben loesen, fuer die es Punkte und Medallien gibt. Mit den Punkten kann man neue Farben fuer den Avatar kaufen, den die ganze Schule im login screen sehen kann. Wenn man genug Medallien verdient hat, darf der Avatar neue Symbole auswaehlen. Der erste zu sein, der einen Anker als Avatar hat (Rechenkapitaen!), oder die Farbe Lila benutzen darf! Eine Sondermedallie zu gewinnen, weil man als Erstklaessler schon die pattern recognition Aufgaben fuer die 3. Klasse loesen kann! Gemeinsam als Klasse mehr Punkte zu sammeln als die Parallelklasse (mein Sohn hat sich auch am Wochenende eingelogged und Brueche geloest, um den Vorsprung zu halten), oder der erste Klassenverband zu sein, der alle Multiplikationsaufgaben besiegt hat (die ganze Klasse hat jede Mittagspause mit dem letzten Kind die Multiplikation mit 7 geuebt, um das zu schaffen).
    Diese Spiele gibt es, in erstaunlicher Menge und fuer viele, viele Fachbereiche.

    Das Problem ist nur, das viele es belachen, weil sie es nicht verstehen. Weil sie es ja schon Jahrzehnte anders gemacht haben und es so ja auch ging. Weil das ja bedeuten wuerde, das die Art, wie sie die letzen 30 Jahre unterrichtet haben, nicht die beste war. Und wer will das schon eingestehen? Da ist es doch einfacher und angenehmer, Pokemon Go zu belaecheln.

  7. Mariella sagt:

    Ich bevorzuge real-life, man kann mit Interessierten Menschen zusammen Pflanzen finden und bestimmen oder Insekten oder Mineralien oder… Und Kinder entwickeln Vorlieben für bestimmte Themen oder auch für das Lernen an sich, wenn kein Zwangssystem übergestülpt wird.

    • Gunter Dueck sagt:

      …“mit interessierten Menschen“…oh, da geht alles…es geht ja darum, sie erst zu interessieren – das ist das Problem! Mit interessierten Menschen kann ich locker Mathe machen, aber die anderen müssen doch erst da ran kommen…

  8. Max sagt:

    Spielend lernen – vielleicht ein Ansatz für die Grundbildung?

    Das „frühere Geo-Spiel“ (Ingress) gibt es nach wie vor. Wer also noch mehr für seine Fitness machen möchte sollte auch dieses mal spielen.
    In Ingress gab und gibt es verschiedene Kooperationen mit Unternehmen. Bspw. in Form von AXA-Schutzschilden (Versicherung).
    Also warum nicht etwas ähnliches in Pokemon? Mit Bildung lässt sich wohl nicht so schön Geld verdienen.

  9. Jetzt bin ich ein wenig schockiert….erlebe immer mehr Menschen, die Pokemon Go spielen (von denen ich es nicht erwartet hätte).

    Ich bin praktisch den ganzen Tag „digital“…evtl. habe ich aber deshalb eine Abneigung gegen das Spiel. Könnte ja sein, dass es meine letzten analogen Lücken auch noch verdrängt…wer weiß…

    LG
    Thorsten Eder

    • Gunter Dueck sagt:

      Verstehe ich nicht – „schockiert“ und „Abneigung“, niemand sagt doch, er ist schockiert, wenn ein anderer Malefiz spielt oder Schach – oder wenn ein anderer das nicht tut. Warum so viele Gefühle in dieser Sache? Weil es von den Kids kommt? Und meine Frage: Haben Sie es denn schon mal einen Tag gespielt?

  10. Als mein Sohn mit 10+ oder so Pokemon spiete, ganz normal eben am Nintendo 3DS, sagte ich schon: einer der es schafft, SO ein spiel mit lernenhzu koppen, wird reicher als Krösus (oder Zuckerberg). Nur: es hat noch keiner getan. warum?

  11. S.P. sagt:

    Lieber Gunther Dueck,

    ich sehe Pokémon Go als eine notwendige Konsequenz technischer Entwicklung. Als ich selbst vor 6 – 7 Jahren das erster Mal „Wikitude“ gedownloadet hatte (meine erst AR Anwendung), war ich von Augmented Reality und deren Möglichkeiten begeistert. Mich hatte es damals gewundert, dass daraus kein Hype entstanden ist. Das Potential für Werbfirmen, die Industrie und Bildung hatte ich (als Tekki) höher eingeschätzt. Vermutlich ist Wikitude aber eher der „Newton“ und „Pokémon Go“ das „Iphone“ unter den Augmented Reality Anwendungen. Tekkis sind halt nicht die Masse.
    Obwohl „Pokémon Go“ ein technischer Fortschritt in der Spieleentwicklung ist, sehe ich „Pokémon Go“, wie auch alle anderen kostenfreie Apps und Services, was den Datenschutz angeht, nicht unkritisch. Welche Daten vom Google Sprössling Niantic im Falle von „Pokémon Go“ gesammelt werden kann man nur vermuten (Standortdaten sind sicher, sonst funktioniert das Spiel nicht). Und was die angeschlossenen Firmen Upsight, Apple, Google, Apteligent und Unity Technologies mit diesen Daten machen, ist noch undurchsichtiger. Persönliche Daten sind eben die Währung im Netz, mit welcher inzwischen am häufigsten im Internet bezahlt wird, da diese natürlich fast noch angenehmer zu verwenden ist als eine Kreditkarte. Man bezahlt mit den Daten und das (Geld-) Konto wird nicht belastet. Die Generation-Y und Generation-Z, also die „Ich-Hab-Ja-Nichts-Zu-Verbergen“ Generation, hat wohl mit der Datensammelwut kein Problem, aber ich finde, Firmen (inkl. Google) sollte prinzipiell Apps und Services in einer Premiumvariante anbieten, in der man sicher sein kann, dass keine Daten an Dritte übermittelt werden.
    Mich erinnert „Pokémon Go“ an das ktarianische Spiel aus Star Trek NG (Sternzeit 45208,2) welches die Signale direkt ins Auge projiziert und explizit das Lustzentrum anspricht. Die Crew wird dadurch relativ schnell abhängig und wird handlungsunfähig und manipulierbar. Da kann man nur hoffen das das mit bei „Pokémon Go“ nicht passiert 
    Internet überall:
    Immer wieder finde ich es auch erstaunlich wie schlecht die Breitband-Netzabdeckung in Deutschland ist. Egal wo ich im Ausland bin, hat man selbst in den entlegensten Ecken LTE Zugang, während man in Deutschland im ländlichen Raum mit hoher Dichte an Weltmarktführern teilweise nicht einmal GSM Empfang hat. Da ist noch Luft nach oben.

  12. Dassi sagt:

    8 Dinge, die Gründer von Pokémon GO lernen können

    Hallo Thorsten, auch ohne Pokemon go selbst zu spielen, kann aber jeder Unternehmer was durch das Spiel für seine Firma lernen !

    https://www.fuer-gruender.de/blog/2016/07/pokemon-go/

    und das ist doch gut so oder?

  13. Nikolaus sagt:

    Noch ein Ansatz, den unser Pfarrer gepredigt hat: Wäre doch nett, wenn wir IN der Kirche einen Pokestop hätten. Dann kämen die Kids auch mal wieder hierher, und vielleicht kriegen wir dann auch den einen oder anderen dazu, sich dafür zu interessieren was es außer Taubsis noch so gibt. Wahrscheinlich sieht das nicht jeder Gottesmann so, aber ich fand die Idee zumindest überlegenswert.

  14. Thomas Bornhaupt sagt:

    Wenn man Geocaching und Ingress hinter sich hat, dann lächelt man über Pokemon Go. Und mit den Multies und Rätsel Caches hat man auch was zum lernen. Hier ein kleines Beispiel:

    https://coord.info/GC133EH

    Viel Spaß dabei
    Thomas

    • Gunter Dueck sagt:

      Wenn man Großrechner beherrscht, sind Tablets sehr putzig… will sagen: natürlich ist alles schon erfunden, aber noch keine Masseninnovation. Darüber lächeln ist okay, aber die Unternehmen, die lächeln, sterben dabei.

  15. Horst Bauer sagt:

    Die Rückentwicklung menschlichen Denkens nimmt Fahrt auf. Ich bin froh, noch ohne Smartphonenutzung durch Städte und Landschaften gehen zu können, ohne dass mir langweilig wird und ich Ablenkung durch virtuelle Objekte brauche. Ich kann mich immer noch auf reale Dinge und meine Gedanken konzentrieren! Welch ein Glück!

  16. Isabel Syrbius sagt:

    Hallo Gunter,
    ich habe in der FAZ gelesen, dass der Hype schon wieder abklingt, aber nicht wegen des schlechten Internet, sondern, weil die Leute schon gelangweilt sind.
    Mal sehen, was als nächstes drankommt…
    Isy.

    • Gunter Dueck sagt:

      Wenn Du Pokemons sammelst und bald alle hast, wird es sehr nervig, noch neue, bisher nicht gefundene, zu finden. Dann ist das Spiel eben „durchgespielt“, in dem Sinne, dass nun keine schnellen Erfolge mehr zu erzielen ist. Dann ist es „langweilig“. Das stimmt nicht ganz, es ist eben „durchgespielt“. In späteren Versionen wird man mit anderen Pokemons tauschen können, dann hat man eben schneller alle, aber auch dann ist es durchgespielt. Usw. usw.
      Ich seufze ein bisschen bei Deinem Post bei den Worten „in der FAZ gelesen“, das schreibt doch auch wieder einer, der nur Nutzerstatistiken kommentiert – für Leute, die das Spiel nicht anfangen möchten. „Aha langweilig. Dachte ich doch.“

    • Dassi sagt:

      ja die ganz große Spitze ist vorbei. Bitte wenn Sie eine Quelle benennen (FAZ) lieber den Autor veröffentlichen. Heute werden Beiträge schon gekauft, Je Beitrag zahlt man zwischen 200-300 €, ohne dass Anzeige drüber steht. Wir betreiben selbst ein lokales Nachrichtenportal, sind aber von solchen gekauften Beiträge nicht abhängig, weil wir von einem Immobilienportal leben. Interessant finde ich, wie schnell man doch eine große Masse von Menschen begeistern kann, wenn man es vermag, Emotionen zu wecken. …. Was auch toll war, es fanden viele Menschen wieder ganz spontan neue soziale Kontakte …. .

  17. godbye sagt:

    Hier mal eine andere Sichtweise (old school):
    * gut finde ich den Versuch einem stupidem/simplen ‚Spiel‘ etwas Sinnhaftes abzugwinnen oder es in etwas Sinnhaftes zu transferieren
    * und ja, da wird der Mensch wieder an seinen (antropologischen) Urinstinkten gepackt: jagen, fangen, vernichten (fehlt noch essen oder habe ich da was uebersehen?)
    * Ich beobachte auch eine Begenzung des Bewusstseins (am offensichtlichsten das Ausblenden der Umgebung/Verkehr beim ’spielen‘)
    * wo wird da die Kreativitaet/eigenes Denken gefoerdert, wenn die Regeln vom Spielentwickler vorgegeben sind – eine modern Form des Multiple choice
    aber vielleicht gehoere ich ja zur austerbenden Rasse Derjenigen, die ihr Umfeld/Natur noch wahrnehmen, wie sie ist und nicht alles in AR von irgendjemand aufbereitet/manipuliert bekommen wollen

  18. MP sagt:

    Viel Laufen und wenig Denken. Das Spiel spricht den Steinzeit-Jäger und -Sammler in uns an. Das ist der ganze Trick. Natürlich ist viel Denken und wenig Laufen wegen Bewegungsmangel auch nicht gut. Trotzdem ist Pokemon-Jagen genau das, wonach es aussieht: nämlich albern. Der eine merkt es früher, der andere später.
    Das andere große AR-Spiel von Niantic hört auf den Namen Ingress und ist um Klassen besser. Das ist zwar auch albern, aber man merkt es erst viel später.

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