DD198: Das Ziel der Menschenpotential-Entfaltung oder „Jedem Einzelnen gerecht werden“

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17 Antworten

  1. Magnus Alexander Brandau sagt:

    Sehr geehrter Herr Dueck,

    den heutigen DD habe ich sehr ernsthaft gelesen und möchte Ihnen zuerst gratulieren, mit welcher Sanftheit Sie die schwierige Klippe der in Deutschland so hoch gehaltenen Gleichheit auf Ihre Kernfrage hin unterminiert haben. Als im Ausland lebender Deutscher ist es für mich erschütternd zu sehen, mit welcher Vehemenz in Deutschland menschliche Unterschiede zu politisch/adminsistrativ zu lösenden Problemfällen dargestellt werden. Das Gefühl für den Einzelnen scheint in Deutschland sukzessiv abhanden gekommen zu sein, stattdessen erfolgt eine übertriebene Fokussierung auf möglichst hohe und schnell erreichbare Bildungsabschlüsse. Das Faktum unterschiedlicher mentaler und intellektueller Fähigkeiten wird keine Bildungsreform aus der Welt bringen können. Dabei werden die wesentlichen Fragen konstant negiert. Die erste Frage ist die von Ihnen aufgeworfene – wie gelingt es uns, dass unterschiedliche Fähigkeiten und Austattungen in einer Gesellschaft einen Platz finden, der es dem Einzelnen genau mit diesen Fähigkeiten ermöglicht ein sinnvolles und damit erfülltes Leben zu leben? Dann: wie gelingt es uns Menschen zu einem sinnvollen und ethisch verantwortbaren Leben zu bringen? (eine rein auf die intellektuellen Fahigkeiten abzielende Ausbildung wie in Deutschland ist dazu sicher nicht der richtige Weg.) Und: wie gehen wir zukünftig mit der – wahrscheinlich – größeren Anzahl von Menschen in einer Gesellschaft um, die nicht in der Lage sein werden, den Anforderungen der Wissensgesellschaft zu erfüllen?

    Mit freundlichen Grüssen aus Prag,

    Magnus A. Brandau

  2. Friedhelm Schütz sagt:

    Amen, das ist: es werde wahr!
    (Martin Luther)

  3. calceola sagt:

    Wie so oft muss ich auch wieder bei diesem DD heftig nicken. Man stelle sich vor die Menschen würden gemäß ihres Potentials entwickelt und dieses der Gesellschaft zur Verfügung stellen? Oder anders gefragt, kann sich ein HRler vorstellen was passieren würde, wenn er bei allen Mitarbeitern eine Erhöhung des Potentials um 1% erreichen könnte?

    Wahrscheinlich kann sich kaum einer vorstellen wohin wir damit in Unternehmen oder der Gesellschaft kämen.

    Bei der Erziehung meiner Kinder handel ich nach der Maxime, ich behandle alle gleich, nämlich so wie sie es brauchen. Ähnlich ist mein Wunsch was die Entwicklung der Gesellschaft angeht. Es ist wenig Zielführend alle Schüler zum Abitur zu bringen, nur damit auf einer Bildungskonfferenz davon geschwärmt werden kann, wenn diese bedeutet wir müssen den Schnitt immer weiter runterdrücken damit möglichst viele das Abitur auch bestehen.

    So sehr ich mir wünsche, umgeben zu sein von Menschen mit einem mir ähnlichem Bildunsgstand/Lebensentwurf/Träumen/Wünschen, so sehr wünsche ich mir dass es viele solcher Blasen gibt und jede für sich als wertvoll betrachtet wird, sowohl von Innen als von Außen.

  4. Carla Dohna sagt:

    Machen! Dem Skandinavischen Modell folgen! Warum nicht etwas 1:1 übernehmen, das sich bewährt hat?! Singapore’s grosser Staatschef, Lee Kuan Yew, hat es erfolgreich vorgemacht: Er hat zu jedem anstehenden Thema für seinen jungen, neuen Staat – ob Bildung, Verkehr, Gesundheitswesen etc. – sich umgeschaut, wo, in welchem Staat in der Welt wird was erfolgreich gemacht? Er hat es übernommen, man hat es begonnen, man hat es u.U. kurzfristig wieder rückgängig gemacht, oder man hat etwas eigenes Neues daraus kreiert. Klar ist das für einen Alleinherrscher auf den ersten Blick einfacher. Und eben genau da brauchen wir hier das, was eine gewaltige, nicht gewalttätige Revolution wäre: Bund und Länder in ihren Kompetenzen klarer zu definieren, hier und da zu beschneiden, und entschlossene Quereinsteiger in das Terrain, das wir bis jetzt noch Politik nennen.

  5. FG sagt:

    Was viele Gleichheitswunschdenker vernachlaessigen, ist, dass Gleichheit ja zwangslaeufig bedeuten muss, sich auf dem kleinsten gemeinsamen Nenner zu treffen. Sonst sind ja nicht alle gleich, und manche koennen halt nicht besser!
    Was fuer boese Blueten das treiben kann hat hier in den USA „no child left behind“ gezeigt. Hochbegabtenprgramme wurden abgeschafft, damit von den Geldern auch noch die letzten Kinder ueber die Mindesthuerde gehievt werden koennen. (Stark abnehmender, ja gar negativer Grenznutzen.)

    Der Vorteil der Gleichmacherei ist natuerlich, dass keiner der Boese sein muss, der die Kinder in Mehrkoenner und Wenigerkoenner einteilt. Als Politiker hat man sowas gern.

    Gespannt bin ich, wie sich die Umsetzung der neuen Standards auswirkt. Je nachdem, wem man zuhoert, werden die entweder die Bilding in the USA ins gelobte Land oder in den Abgrund fuehren. Was sich allerdings interessant anhoert, sind die Messungen nicht nur vom Erreichen des Klassenziels, sondern auch vom Fortschritt (progress) jedes Kindes. Aha! Da wird jetzt endlich auch gemessen, ob das Kind, das zur Einschulung schon lesen und zweistellig addieren und subtrahieren konnte, auch etwas dazu gelernt hat. Und andererseits kann auch ein Kind mit Lernschwierigkeiten ja durchaus grosse Fortschritte machen, obwohl es immer das offizielle Klassenziel verfehlt. Das kann man dann endlich auch sehen und verstehen.

    Die Menschen, die die Gleichheit in Allem verfolgen, haben vielleicht emotional Probleme damit, sich und anderen die Grenzen des Koennens einzugestehen. Ich habe mich damit abfinden muessen, dass meine Stimme nicht zur Opernsaengerin taugt. Bei aller liebe zum Sport, wird mein Kind nie Olympiaturner. Irgendwann werde ich es ihm sagen muessen. Was im Sport und Kunst allen einsichtig ist, ist bei Mathematik, Geschichte und Problemloesung dann auf einmal nicht mehr akzeptierbar. Das muessen alle koennen. Weil ja alle Abitur machen sollen und den Uniabschluss und IT-Hochverdiener werden sollen. Wenn das Kind „nur“ Tierpfleger wird, sind ja alle enttaeuscht. Also ist das eigentliche Problem ja, dass wir alle Kinder wertvoll machen wollen, und Wert mit Gehaltsniveau definiert wird. Der Wert, der nicht in Gehalt ausgedrueckt werden kann, zaehlt nicht. Es zaehlt nicht, das jemand sich eben am liebsten um Affen kuemmert, und den Fortbestand der Art unterstuetzt. Der Wert der Zahnarzthelferin wird in ihrem Gehalt ausgedrueckt, nicht ob sie Patienten die Angst nimmt und den Zahnarztbesuch erleichtert. Solange die Gesellschaft den Wert einer Person in Gehalt bemisst, wird auch die Bildung nach Gehalt und nicht nach Glueck streben. Schade eigentlich.

  6. Bravo! Den Gedanken und Schlussfolgerungen kann ich mit vollem Herzen zustimmen.

    Ein Vorschlag für einen ERSTEN SCHRITT: Jedes Kind macht einen (umfangreichen) Potenzialtest. Das wird erstens eine Riesendiskussion auslösen, was den überhaupt Potenziale sind. Und es wäre schön, wenn es einen bundeseinheitlichen Potenzialtest gäbe.

    Natürlich werden die Schulen (anfangs) nicht in der Lage sein, genügend Kurse etc. anzubieten, die zur vollen Potenzialentfaltung führen. Aber das Kind, der Jugendliche und vor allem seine Eltern wissen jetzt, wo die Potenziale liegen. Damit können sie dann viel besser und wirksamer aktiv werden, als bei der heutigen Orientierung an dem aktuellen (bescheuerten) Fächerkanon.

  7. Alois G. Auinger sagt:

    Lieber Herr Dueck,
    viele Anmerkungen und Anregungen erscheinen mir nachvollziehbar und anstrebenswert. Gleichzeitig spüre ich Unbehagen mit manchen Details, weil sie mir unscharf oder zu kurz (gedacht?) formuliert sind.

    Ich finde Themen wie Inklusion, Ungleichheit der Geschlechter, sozial indizierte Bildungsferne usw. leicht abwertend mit Gleichmacherei in einen Topf geworfen.

    Inklusion beispielsweise hat nichts mit „verwechselter“ kollektiver Gleichheit zu tun, sondern mit bewusst vermiedener Benachteiligung genau Einzelner wegen deren Ungleichheit in verschiedenen Ausprägungen.
    Vor allem aber mit dem Erkennen und Nützen von Potentialen „anderer“ Einzelner!

    Ich zitiere: „Diesem EINEN muss ich GERECHT werden“, übrigens auch DIESER EINEN. 🙂

    • admin sagt:

      Hallo Herr Auinger,

      natürlich muss auch Inklusion sein, aber es ist nicht das wirkliche Ziel, sondern nur ein Teilziel. Das Ziel ist, jedem Einzelnen gerecht zu werden. Wer aber zum Beispiel Inklusion als Teilziel zu isoliert betreibt, kommt dazu, zum Beispiel die Begabten aus dem Blick zu verlieren.

      In Deutschland löst man schon Sonderschulen auf (das spart Geld!!) und schickt die dort gut aufgehobenen Kinder zu Normalschulen, wo kein Lehrer für Sonderschüler oder „Asperger“ oder „Hyperaktive“ ausgebildet ist und diese auch mit Ausbildung bei großer Klassengröße kaum verkraften kann. In den USA ist „No child left behind“ Mode, man streicht dafür Talentförderung…

      Usw…

      Was ich sagen will…man muss das Gesamtziel in den Augen behalten…

  8. Ich bin immer wieder fasziniert, mit welchem Fingerspitzengefühl Sie zum Denken über den Tellerrand anregen und dennoch ein deutliches Vertreten Ihres Standpunktes in Ihren Artikeln erkennbar ist.

    Gerade das Thema mit der Bildung hat ja Herr Precht sehr massiv und immer wieder angesprochen. Generell ist Handlungsbedarf – nur wieso gleich eine Revolution? Und wieso sollen alle die gleichen Abschlüsse erreichen können? Wer will das denn wirklich? Ist es nicht ein Paradigdma unserer Gesellschaft, dass man nur dann ein wertvoller Mensch ist, wenn man Abitur und Studium hat und zu den Höchstverdienern gehört?

    Jeder Mensch hat unterschiedliche Talente, Interessen und Wünsche, um sich zufrieden mit seinem Leben zu fühlen. Da hat glücklicherweise nicht jeder Lust oder die persönliche Ausrichtung auf Studieren. Da gibt es auch Menschen, die lieben es, praktisch zu arbeiten und sich über diesen Weg zu entwickeln und entfalten. Viele sind auch mit weniger Einkommen glücklich, weil sie beruflich genau das tun, was zu ihnen passt.

    Warum lassen wir die Menschen nicht frei wählen, wohin sie gehen wollen und akzeptieren auch Menschen ohne Abi oder Studium als wertvolle Menschen? Dann brauchen wir nicht eine Bildungsrevolution. Vielleicht reichen da einfach ein paar effektive Verbesserungen und die Wertschätzung und Förderung derer, die wir außer den Akademikern und hochbezahlten Jobs auch noch in unserer Gesellschaft benötigen.

  9. Sehr geehrter Herr Dueck,

    ein wunderschöner und auf den Punkt gebrachter Artikel.

    Nicht Gleichheit, denn die werden wir nicht schaffen können, aber Gerechtigkeit und Wertschätzung einer jeden Leistung, das wünsche ich mir. Dies bedeutet auch den Wert einer Arbeit zu würdigen auch in Form von Lohn.

    Ich arbeite im Bereich Kompetenzermittlung und bin immer wieder erstaunt, dass Menschen nur ihren Wert suchen und ihren Sinn in ihrem Tun. Wenn Sie erkennen was Sie alles können ist dies oft schon Motivation genug. Da geht es gar nicht darum sich zu vergleichen, sondern das anzuerkennen und wertzuschätzen was man ist und was man kann. Um dann seine persönliche berufliche Ecke zu suchen oder sich weiterzubilden.

    Im Coaching habe ich dieses armen, durch das Bachelorstudium gejagten Menschen, die sich nicht mal sicher sind ob sie etwas können. Das ist traurig.

    Natürlich leben wir in einer Internetgesellschaft. Wenn aber kein Brot mehr gebacken wird, die Mülltonnen überquellen und die kranke Mutter nicht mehr gepflegt wird, dann wird vielleicht der Wert dieser Dienstleistungen wieder mehr gewürdigt und gerecht entlohnt.

    Brigitte Kräußling

  10. Leo sagt:

    Derweil die Kinderbesitzer auf die Kinderlosen eindreschen, weil sie Kind = Erwerbstätiger = Rentenzahler setzen.

    Pragmatisch und kurzfristig können Eltern nur zur Selbsthilfe greifen. Zuerst einmal sich ansehen, „wen sie da bekommen haben“ und das dann fördern – selbst. Und weiter: Kinder kritisch erziehen, nicht in Watte baden! Eine Art Resilienz, oder auch Antifragilität lehren, wie Taleb das nennt. Und das funktioniert NUR, wenn Kinder auch mal hinfallen und versagen dürfen.

    Denn die aktuelle Entwicklung der Bildungsbestrebungen zeigt zunächst in eine ganz andere Richtung (dummer, ungefährlicher Massenmensch, der aussterben kann und wird). Das wird umgesetzt werden (vielleicht ist die Ungefährlichkeit wichtiger als die Qualifikation, am benötigt eh nicht so viele voraussichtlich?). Irgendwann wird man dann sehen, dass man so Potenzial vergeudet und umkehren – in mindestens 50 Jahren. Bis dahin ….

    Ich wundere mich immer über die, die sofort Potenzial“tests“ fordern. Wer sollte die denn entwerfen, wer ist schlau genug, wer kann die Anforderungen der Zukunft der Kinder festlegen? Dazu bedarf es glaub ich empathischer Eltern, denen falscher Ehrgeiz fremd ist und die die Realität begreifen. Es gibt keinen Test, der das leisten kann. Bisher – aber ich glaube, Herr Dueck, Sie arbeiten dran:-)

  11. Dieter Steinbauer sagt:

    Jeder Wert, wie „Gleichheit“ wird bei Übertreibung zur Geißel. Die „Egalite“ der französischen Revolution war Gleichheit vor dem Gesetz, es folgte der Ruf nach „Chancen-Gleichheit“ unabhägig von der sozialen Herkunft. Die Wahrnehmung der Chancen lies Unterschiede in der persönlichen Entfaltung zu, nur die Begabung sollte den Unterschied definieren Gleichheit in der Vegütung war zuerst mit dem Zusatz versehen bei „gleicher“ Leistung – der Zusatz wurde gestrichen. Jetzt wird bei der Bildung Gleichheit gefordert ohne jeden Zusatz. Gleichheit wird zum dominanten Wert und wird entwertet – wo bleibt die „Gerechtigkeit“, die dem Idividuum in seinem individuellen Bedürfnissen gerecht wird.

  12. maxen sagt:

    Zitat „Wir entwickeln das volle Zukunftspotential jedes einzelnen Menschen.“

    Die Frage liegt nahe: Wer ist WIR?

    Ausgehend vom VisionSummit 2013 folge ich den Namen Rasfeld und Hüther .. lande auf einer Beteiligungsplattform der Bundesregierung .. entdecke, neben den genannten, Herrn Breidenbach – die drei Initiatoren von „Schule-im-Aufbruch“, wie sie fremde Ideen im Sinne der Humboldt-Viadrina School of Governance verwursten und verkaufen.

    Wer ist das Wir, dass entwickelt – um Zukunftspotential zu maximieren – aber Schulen und Kinder benutzt? Können die sich nicht selber entwickeln? Aus eigener Kraft Selbst!

    • admin sagt:

      Unabhängig, was nun Hüther & Rasfeld sagen: Kinder können sich bei vorbildhaften Eltern natürlich ganz gut selbst entwickeln. Wenn sie aber aus „bildungsfernen Schichten“ kommen? Dann lernen sie keine gute Kommunikation, Auftreten, Se… ach ich zitiere mal mein neuliches DD an dieser Stelle, „Der Oberschichtcode“
      http://www.scilogs.de/wblogs/blog/wild-dueck-blog/allgemein/2012-03-21/der-oberschicht-code

      Das, was man in der Bildungsschicht schon selbst mitbekommen kann, schaffen Kinder „da unten“ eben nicht. Im Grunde sind es die Eltern, die da ihren Job nicht machen und aus denselben Gründen nicht machen können…also muss man es von außen in liebevolle Hände nehmen, oder?

      • maxen sagt:

        Vielen Dank für die Antwort

        Oben ist nicht = gut/lieb und unten ist nicht = schlecht/böse! Das Gegenteil ist ebenso beobachtbar: äußerste Brutalität bei ‚gehobenen‘ Schichten – und größte Solidarität bei ‚unteren‘. Nichts hat mich (menschlich) reicher gemacht, als (finanziell) arm zu sein!

        Was gut oder schlecht an Kommunikation/Auftreten (Verhalten) ist, das kommt auf das Umfeld (Verhältnisse) an. Verhalten ändert Verhältnisse und umgekehrt – was unmittelbar zu der Frage führt: „Wer ist ursächlich verantwortlich für die Verhältnisse?“ Verhältnisse sind ja für Betroffene eine (nicht unbedingt negative) Provokation, sich zu verhalten. Was nun mittelbar zu der Frage verleitet: „Wer mischt sich (ungefragt, unerwünscht und unerbeten) in anderer Leute Leben ein?“ Wer liefert ursächlich Eltern Verhältnissen aus, dass sie Ihren Kindern nicht gerecht werden können – um dann zu sagen „Ich will doch nur das Beste für Dein Kind“ (wir nehmen denen jetzt die Kinder weg)? Dem setzt doch nur die Krone auf: „Ich liebe Euch doch alle!“ und da wollen ‚wir‘ doch auch auf anderen Wegen nicht wieder hin, oder?

        Ich meine, das Denken im- und das Argumentieren am differenzierend/spaltenden Schichten-Modell ist dann (und nur dann) sinnvoll, zweckdienlich und zielführend für fast alle Menschen – wenn ‚die Dinge‘ wieder zusammengebracht werden und die Trennung und Spaltung aufgehoben wird. Im Zweifel gehe ich von den Vielen aus: „Fast alle Menschen“ sind dabei die Basis – und wer die Basis nicht kennt, sollte sich an 1 + 1 erst garnicht versuchen. Über die Basis hinaus (das Oben mit einbeziehend) könnte es von Vorteil sein, sich auf 0 + 1 zu beschränken. Und ich behaupte – dann wird Das für fast alle Menschen auch gut (sonst würden sich Typen wie Hüther, Rasfeld oder Breidenbach nicht der durch mich zusammengetragenen und komprimierten Ideensammlung bedienen – um sie in ihrem eigenem ‚gehobenen‘ Sinne zur Förderung ihrer bildungsnahen Klientel zu benutzen).

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