DD285: Künstliche Partner, Eltern, Chefs und überhaupt (Februar 2017)

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7 Antworten

  1. Das ist eine spannende Frage: Wie mechanisch läuft unser Leben ab, was davon ist wirklich so komplex, dass wir es nicht einem IT-System übertragen können?

    Alles, was rational und wohlverstanden ist, kann man in einen Algorithmus packen. Und das ist verdammt viel. Zum Beispiel die komplette Risiko- und Schadensbewertung von Versicherungen, also die komplette Kernkompetenz der Branche, ist datengetrieben und damit automatisiertbar. Am Ende muss das Management nur einen Hebel umstellen zwischen „Ziel Ertrag“ oder „Ziel Wachstum“, den Rest erledigt die IT.

    Etwas unheimlicher: Medizin. Röntgen und CT liefern Bilder, daraus leitet sich eine Diagnose ab, und daraus eine Therapie. Diese Ableitungen beruhen hoffentlich auf Wissen, auf dem Stand der Forschung, und nicht dem Gefühl eines einzelnen Arztes. Also kann eine Maschine hier sogar bessere Ergebnisse liefern, weil die mehr Forschungsartikel auch zu seltenen Krankheiten „im Kopf“ haben kann als jeder Mediziner.

    Was bleibt dann fürs Menschliche? Empathie, Kreativität und schnelles Improvisieren in unvorhergesehenen Situationen.

    Der Arzt ist hauptsächlich nötig, damit die Patienten sich gut aufgehoben fühlen. Das Flugzeug fliegt auf Autopilot, aber im Notfall kann der erfahrene Pilot auf Sicht landen.

    Und: Die Wirklichkeit ist zu kompliziert, d.h. zu vielfältig, um wirklich alle Fälle in Algorithmen vorgesehen zu haben. Deshalb gilt selbst bei einfachen Themen im Berufsleben immer noch: Dienst nach Vorschrift legt alles lahm. Die mechanisierten Prozesse schaffen es nicht. Menschen müssen Ausnahmesituationen schaffen und lösen, damit es vorangeht.

  2. Ute K. sagt:

    Witzig geschrieben, gefällt mir gut. DD ist immer wieder ein Gewinn. Danke 🙂

  3. Richard Grüll sagt:

    Spätestens bei „Grühühn!“ hab ich mich gefragt, was hat der Mann? Antwort: Recht, der Mann hat Recht. Das Leben ist eines der Schwersten.
    Danke, sehr vergnüglich.

  4. Frank vdH sagt:

    „Einfach ausgedrückt, Chaos ist das Gesetz der Natur, Ordnung ein Traum der Menschheit.“

    Henry B. Adams, eigentlich Henry Brooks Adams
    War ein US-amerikanischer Historiker und Kulturphilosoph. Für sein Werk „The Education of Henry Adams“ erhielt er 1919 postum den Pulitzer-Preis.
    * 16.02.1838 in Boston (Massachussets), USA
    † 27.03.1918 in Washington (District of Columbia), USA

  5. Dominic sagt:

    Hallo Herr Dueck,
    Programmieren von Menschen ist möglich, oder genauer ausgedrückt, das Wegprogrammieren von Seismographen ist sogar ziehmlich einfach. Es nennt sich EMDR und wurde von einer Psychotherapeutin zufällig entdeckt (Francine Shapiro).
    Habe gedacht, das interessiert sie vielleicht Herr Dueck. Mir erscheint die EMDR-Methode mit etwas Hintergrundwissen zu künstlichen und biologischen neuronalen Netzen durchaus logisch.
    Viel Spass beim Googeln
    Danke übrigens für ihre (Gedanken-)Werke. Bin ein grosser Fan!
    Beste Grüsse

  6. Zum beschriebenen Phänomen gibt es ein schönes Modell von (der leider verstorbenen) Vera F. Birkenbihl.

    Das Modell bildet vom Potential über die Erziehung alles ab. Wollen Sie die „nicht optimale Entwicklung“ (= Erziehung) automatisieren? Und welchen Mehrwert sollte das haben?

    Sehr anschaulich unter: https://www.youtube.com/watch?v=LgwMeykxYCQ

  7. schybosoph sagt:

    Die Induktion „Chaos ist das Gesetz der Natur, Ordnung ein Traum der Menschheit“ (Henry B. Adams) gefällt mir und erinnert mich auch irgendwie wieder an Dörner: „Wer Spiel nur für Spiel hält und Ernst nur für Ernst, der hat beides nicht verstanden“.

    Es geht hier einmal um evtl. fehlerhafte Ausschließlichkeit (sowie Unmöglichkeit Natur im Ganzen durch den Menschen zu steuern) und das andere Mal um eine Tür zwischen zwei Polen (Dichotomie), eine Schleuse durch die das Pendel die Tendenz für den kommenden Kompromiss vorgibt um Stabilität und Frieden zu erzeugen, anstatt Krieg und Zerstörung. Loose/loose.

    Ich meine hier zwei Dichotomien zu erkennen, die sicherlich auch verknüpft werden können und das auch mit dem Thema der AI, der Programmierung von Menschen und aufkommenden Sinnfragen, die damit zu tun haben:

    (A)

    Chaos/Fehler und Ordnung (undurchdringliche Komplexität und Instabilität vs. Determinismus und Determiniertheit)

    (B)

    Spiel und Ernst (bzw. menschliche Spieltheorie und Modelle vs. kosmische Realität)

    Bei Adams ist induziert das Ordnung etwas Menschliches (der Menschheit anhängiges) wäre und nicht mit Natur zu tun hat – Chaos dagegen wäre natürlich und etwas das sich die Menschheit und der einzelne Mensch ergeben müsste. Ergänzend könnte man dann aber auch annehmen, dass der Mensch doch beides in sich trägt: Das Chaos, weil er ein natürliches Wesen ist und Ordnung als Wunsch um sich irgendwie zurechtzufinden, um evtl. mal zur Ruhe zu kommen oder angstfreier leben zu können, halb-bewusst fortzuschreiten. Und die Natur kennt auch die Ordnung, z.B. zur Selbstorganisation bei Stoffen, Mikroben, Bakterien, Pflanzen und Tieren – im Sinne der Naturwissenschaften, die Menschen sich modellhaft bewusstmachen.

    Ich ersinne also folgenden Gedanken bei Adams um die etwas falsch wirkende Ausschließlichkeit der Induktion zu umgehen: Menschen sind von der Anlage her zwar chaotisch, da natürlich, dennoch als Wesen, mit Bewusstsein ausgestattet, von Ordnungssinn zur eigenen Orientierung und Befriedigung der Neugier beseelt, so wie u.a. von musischem und künstlerischem Erschaffen. Um der Komplexität der den Menschen umgebenden Realität und dem ihr innewohnenden „Chaos“ auf die Spur zu kommen erweitert er seine Werkzeuge und Beobachtung über die Zeit immer mehr und wird immer mehr Herr seiner Selbst und seiner Umwelt, kann sich aber wohl niemals selbst vollständig verstehen und reproduzieren. Selbst wenn er das irgendwann einmal – auf eine andere Art wir er selbst geschaffen ist – könnte, so könnte er danach eben nicht das Universum reproduzieren, aber schon mal Chaos, als Abfallprodukt (und Fehler) beim Versuch mehr Ordnung zu schaffen. Der Mensch schreitet fort durch (eigene) Fehler und die Reflexion hierüber. Somit gibt es zwei Ordnungen von Komplexität, die normale und die unendliche, sprich, es gibt immer noch mehr zu entdecken und zu enträtseln, so wie man zu jeder natürlichen Zahl eine 1 addieren kann, um die nächste höhere zu berechnen. Nur, dass Einzelschritte zur nächsten Komplexitätsebene nicht so gleichförmig sind wie die immer gleiche Addition von 1 in jedwedem Zahlensystem zu welcher Basis auch immer.
    Somit gibt es hier eben doch eine Tür zwischen Chaos und Ordnung bei Mensch und Natur, wobei die Natur vom Menschen nicht als eigenes Bewusstsein verstanden wird, selbst wenn ein solches die Natur – so wie der Mensch sie wahrnimmt – erschaffen haben könnte oder sich eben – in einem komplexeren Sinne als beim Menschen – bewusst darüber ist, dass es sie gibt etc… eben eine Bewusstseinsform die sich uns nicht zu erkennen gibt, warum auch immer – unwahrscheinlich aber nicht unmöglich, nennen wir sie „Gott“ oder Bewohner eines anderen Erdähnlichen Planeten im Universum.

    Gott und Mensch wären also gut beraten wenn sie eine Tür offen lassen würden und der Ausschließlichkeit abtrünnig würden, dann können sie sich nämlich vertragen, so wie der, der Spiel nicht nur für Spiel hält und Ernst nicht nur für Ernst.

    Wenn es zu viel Gott gibt, dann könnte der Pendel durch die Tür oder Schleuse Richtung Mensch aussachlagen und umgekehrt – eine Balance könnte sich einstellen wollen, der Kompromiss, eine relativ stabile Konstruktion, der Umwelt und Machtverhältnisse entsprechend gewichtet.

    Soweit die Induktion, zur Deduktion (Einzelsituation) später und auch mehr zu Pendel und Tür/Schleuse.

    Außerdem verläuft das einzelne Menschenleben in Phasen und die Menschheitsgeschichte durchläuft eigene, getrieben durch Individuen, Gruppen, Nationen und die Menschheit insgesamt.

    We are all battling fear! Und das nur auf anderen (Lebensstandard-) Niveaus.

    Adams meint dann wohl auch die relative Beschränktheit des betont rationalen, ordnungsfanatischen Individuums („Chaos“ ist in der Realität ab einer gewissen Komplexität nicht mehr zu vermeiden (z.B. das Wetter auf dem Planeten Erde) und macht dann das Programm (z.B. die Vorhersage) im Normalfall schneller hilflos/nutzlos/fehlerhaft als die meisten Menschen mit dem Blick zum Himmel und dem Gespür für das was nun doch noch kommen könnte, auch wenn es maschinell ausnahmsweise mal nicht oder eben anders nicht berechnet wurde – ich meine nun sowas wie menschliche Intuition und Gefühl, Lebenserfahrung etc..

    Selbst wenn das Gespür oder die Angst oder Sorge, der Ernst (konkret) oder der Schein durch die Wahrnehmung des Menschen später rückwirkend getrügt hat, so hatte es den einzelnen Menschen nur einmal mehr (in einer anderen Situation) vor dem Tod gerettet, weil er nicht über den Berg wanderte sondern eine stabilere Wetterlage abwartete. Genauso wie der Mensch die Maschinelle Berechnung hier schlagen kann, so kann er der Maschine unterliegen, im Schach oder in der Art wir Wettervorhersagen heute eben zu einem großen Teil einfach richtig sind und viel helfen, z.B. den Bauern bei der Planung der Arbeit auf dem Feld etc. . Trotzdem akzeptiert man maschinelle Fehler nicht bzw. bepreist diese mit Wartungsverträgen etc. Wie bepreist man den Fehler einer autonomen Maschine mit Bewusstsein und eigenem Willen? Das kann teuer werden und ausser Kontrolle geraten wie Menschen selbst, aber ist es dasselbe? Ich würde intuitiv sagen: Nein!

    Wie das mit der Menschheit ist? Nun, die ist für sich allein ja – per Definition von oben – schon Chaos, selbst wenn einige fälschlicherweise meinen individuelle Vernunft (oder gar die der Menschheit? Was wäre das denn?) könnte hier Chaos vermeiden – für mich eine Art von Hybris.

    Das Programm degradiert so zu einem Werkzeug (mit limitierter Komplexität) und ist schnell überfordert, so wie der Mensch der heute anfängt alles programmieren zu wollen. Das allein soll den Wert von Programmen nicht schmälern, nur relativieren und Menschen wachhalten nicht zu flachsinnig zu werden, zu bequem, Tiefsinn weiterhin zuzulassen, selbst wenn es komplex oder gar noch komplexer wird, denn dann hat der einzelne noch die Chance zu beweisen was er kann, nämlich situativ entscheiden wie es keine Maschine kann. Sogesehen fordert der Mensch, die Menscheit selbst den Menschen heraus, die AI tut es, nur, kann der einzelne Mensch da noch folgen. Ich sage intuitiv: Nein und das verunsichert ungemein!!!

    Dann wäre nicht nur die Leistungsfähigkeit und der mögliche Kontrollverlust der AI nicht das Problem, sondern zuerst die ängstliche Reaktion der Menschheit hierauf!

    Der Mensch hat die Fähigkeit der „offenen Tür“, situativ mal so oder so zu entscheiden – das genau hat das maschinenlesbare Programm heute noch nicht und wenn es das hätte wäre es eine Schöpfung durch den Menschen mit eigenem Bewusstsein und Chaotischem Verhalten – eine solche Schöpfung ist Thema von so vielen Science Fiction und macht Angst allein wegen der Unkontrollierbarkeit, dem schöpferischen Eigensinn und dem daraus wohl entspringenden Selbsterhaltungstriebes.

    Ethische Frage: Dürfen wir „maschinelles, künstliches Leben“ unser Ebenbild schaffen und wenn ja, welchen Nutzen hätte das und wiegt es Gefahren auf? Was würde unser extrahiertes alter Ego tun uns, seinem Schöpfer, allzeit friedlich gegenüberstehen? Tun wir das gegenüber Gott? Wohl kaum.

    Mit AI geht’s es um ganzheitliche Fragen, aber Selbstfahrern Autos sind nur ein Werkzeug, dass immer noch den Menschen braucht für die Behandlung von Ausnahmesituationen in einem eng umrissenen System des öffentlichen Verkehrs!

    Wir dürfen uns gerne humanpsychologisch als Erntedank der Menschheitsgeschichte erleben, aber wie verhalten wir uns als Individuen zu dem was 1% Genunterschied zum Affen hebelartig in 200.000 Jahren erschaffen haben? Welcher Mensch macht sich bewusst was dieser Unterschied bedeutet und sind wir nicht heute alle dadurch etwas künstlich, entrückt und mit Hybris versehen, die die Menschheit wir ein Virus sich selbst zerstören lässt, in dem Glauben alles wäre machbar?

    Bei entarteten oder kollabierenden Systemen/Gruppen schlägt das Pendel nicht mehr um und die Schleuse scheint verschlossen, so bei viralen Vorgängen, die nach oder bei Sättigung ihren Wirt zerstört haben und damit sich selbst (ganz oder fast, wenn wenige rechtzeitig einen neuen Wirt finden). Dumm nur wenn das einzelne Elemente des Systems schon antizipieren nur das Gesamtsystem dem nicht mehr (bewusst) erfolgreich gegensteuern kann. Die Menschheit hat kein Bewusstsein – vielleicht braucht es dafür AI? Ich finde den Gedanken nicht abwegig, allerdings wäre eine solche maschinelle, von Menschen programmierte Intelligenz nur für Handlungs- und Kompromissvorschläge zu gebrauchen (siehe Spieltheorie) nicht um unmittelbar selbst zu handeln… Die Frage wäre dann wieder ob sich da wirklich alle Menschen oder der Großteil unterwerfen würden… das Programm wäre schwer verhandelbar… um von allen Menschen akzeptiert zu werden, aber vielleicht reichen Wahlen und Mehrheiten…für Minimalstandards zum Erhalt der Menschheit???

    Induktion…

    Die Masse Mensch ist das Problem und der Anspruch des Einzelnen, sowie die Errungenschaften zum Abernten der Erdressourcen…

    Der einzelne Mensch ist beschränkt komplex und affenähnlich. Die Menschheit mit 1% Genunterschied über 200.000 Jahre ist der Hebel den hier keiner (mehr) beherrscht und der sich selber im Zweifel behagt, Individuum gegen Individuum, Gruppe gegen Gruppe, Nation gegen Nation – nur vereint im Science Fiction in der Angst gegenüber einer fremden Intelligenz, die die Menschheit durch Experimente nun selbst erzeugen möchte, so wie die Atomenergie… oder vereint im verzweifelten Kampf ums Überleben bei Naturkatastrophen.

    Wie soll Selbststeuerung bei der Menschheit funktionieren?

    Psychologisch ist es das Innen- und Außenspiel angewandt auf Individuum, Gruppe, Nation, Menschheit. Ist das innen stabil wird es sich gegen ein instabiles/komplexes Außen absichern, auch mit Hamstern. Das machen Konzerne so, Individuen, Gruppen, Nationen – ohne Rücksicht auf die Menschheit und Nachhaltigkeit des Gesamtsystems (welches keine wirklichen Repräsentanten, keine starke Lobby, hat).

    Billig ist so synonym für Ausbeutung, derer, die keine Lobby haben, oder als Konsument keine andere Wahl, Geiz ist geil für Harzt4 Empfänger im Besonderen, aber nicht nur für die. Sinn ergibt sich nur partiell z.B. bei neoliberal geführten Organisationen: Wachstum, höher, schneller, weiter (impliziter Raubbau, auch am Service – simple nicht bezahlbar, da muss der Kunde selber klug genug bleiben, na hoffentlich, oder eben entsprechend (viel) bezahlen).

    Wenn von Menschen zur Menschheit induziert wird, dann muss es auch wieder situativ zur Deduktion kommen – das ist auch das Prinzip der Gewaltenteilung, das wir heute nur für Nationen kennen.

    Bsp. Regionalität und Globalisierung, wie geht das gleichzeitig?

    1. So wenig globale Vorschrift wie möglich und so viel wie nötig im Sinne der Menschenrechte und wünschenswerter sozialer Minimalstandards sowie irgendwie hergestellter Chancengleichheit zumindest mal bei der Bildung

    2. Soviel Regionalität und Selbstverwaltung, Demokratie und Autonomie wie möglich um Nachhaltigkeit zu überblicken – groß/komplex denken, klein handeln (bedeutet Selbstbeschränkung Ökonomischer Ziele/Märkte).

    Man induziert um Nachhaltigkeit und Frieden vorausschauend zu ermöglichen und man deduziert zur Garantie von Sozialstandards und zum Schutz von Minderheiten und zur gerechten Besteuerung für die Finanzierung eines Rettungsprogramms, welches HEUTE gestartet werden muss. Letzteres ermöglicht wieder Nachhaltigkeit und Frieden und ein Korrektiv. So bedingen sich Gleichheit und Freiheit wechselseitig.

    All dies verbietet weltumspannende Konzerne, die beliebig und schamlos Gewinne in Steueroasen verschieben, solange sie sich nicht diesen Regeln unterwerfen, die auch bedeuten, das Gewinne nur da verbucht werden, wo sie nachvollziehbar erzeugt wurden und da werden sie auch versteuert und nur ein Teil wird bereitgestellt für die Induktion, die Sicherung globaler Nachhaltigkeit.

    Globale Konzerne müssten heute schon viel mehr Verantwortung übernehmen.

    Gewinne werden durch Regionalität beschränkt und durch globale soziale Standards. Wenn Europa das erfolgreich vormachen könnte, dann wäre das eine Vorleistung, ein Vorgängermodell für die Welt.

    Vorbilder und gemeinsame Ziele sind von Nöten um Menschengruppen Sinn und Vision zu geben – selbst wenn dieser Gruppen-Sinn nicht immer deckungsglich mit dem des Individuums ist, den Unterschied aber erlaubt, ja gerade als Wert zur gerahmten Entfaltung des Individuums in all seinen Lebensphasen vermittelt – das wäre der Freiheitsbegriff, der auf dem Gleichheitsbegriff fußt bzw. auch wechselseitig ermöglicht, schleusenartig über Pendel stabilisiert. Die Gruppe ist zeitlos, der einzelne Mensch nicht!!!

    Global Player erzeugen heute durch den Kunden bediente Systeme, systematische Absatzkanäle mittels neoliberaler „AI“, aha. Das können nur temporäre Programm- oder Projektblasen sein (und das ist auch wohl gut so), die das erzeugen. Hier fehlt an bestimmten Stellen der globale Gegenspieler, der auch den Konsum, das Wachstum. Umweltzerstörung, Ausbeutung – zur Not – beschränkt. Das ist aktuell eine kapitalistische Blase, die bestimmte Menschheits- und Sinnfragen kategorisch ausschließt oder Umweltsünden aus Existenzangst und teils schamlosen Eigennutz bagatellisiert.

    Eheroutinen? Mit Pendel, gerne. Als limitiert komplexes Werkzeug: Warum denn nicht!

    Induktion erhebt Menschenrechte und Umweltschutz auf die globale Ebene, Deduktion erlaubt maximal mögliche zeitlose Freiheit und Selbstverantwortung in der Region, basierend auf globalen Gleichheitsgeboten und gesundem, vorrausschauendem und vernünftigem Selbsterhaltungstrieb, der evtl. auch Geburtenraten vorschreibt oder gesünder auf die Regionen der Welt verteilt, oh-ja, das ist Freiheitsbeschneidung zur Sicherung der Menschheit. Was bitte muss denn menschheitslogisch Vorrang haben? Die Geburt am richtigen Ort zur richtigen Zeit oder der Hungertod?

    Künstlich ist mehr oder weniger jedes Werkzeug auch die AI, menschlich ist der Fehler und die Chance ihn zu erkennen, menschlich ist die Lernfähigkeit und das Bewusstsein. Beides scheint gefährlich wenn nicht unmöglich in jedwede Maschine zu pflanzen.

    Bis hin zur Möglichkeit, die es evtl. gar nicht gibt wird jeder Mensch, sowie die gesamte Menschheit, noch so einige Fehler machen, die der Menschheit wiegen heute schwerer denn je – dessen sind wir uns wohl bewusst, aber wir verdrängen das in unserer Hilflosigkeit wohl allzu gerne und träumen voller Hybris von der Reise zum Mars.

    Neugierde ist somit beides zugleich: Freud und Leid… und schon wieder möchte ich vom Pendel sprechen…

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