AFD – Attention Focus Disorder

Das könnte Dich auch interessieren …

13 Antworten

  1. Einkonsequente Fokussierung auf die #10 #Prinzipien #des #Global #Compact würde helfen und Abhilfe schaffen. Siehe dazu http://www.Sandra-Klinkenberg.de/Information

  2. harry sagt:

    Die Dinge werden nicht mehr dualistisch wahrgenommen. Jede Entscheidung für etwas ist gleichzeitig eine Entscheidung gegen alles andere. Entscheidungen werden immer mehr „verkauft“, Wähler in die richtige Richtung“geschupft“ werden.

    PS: Lehrer und Noten gehören weniger in das Bild, sondern mehr zu „Alles muß messbar“ sein. Ohne Messbarkeit keine Kontrolle und keine Automation/Digitalisierung. Viele Dinge sind aber nicht messbar (zB Glück, Zufriedenheit)

  3. Hermann Huber sagt:

    Danke Herr Dück! Möglicherweise ein altes Phänomen; Paulus hat das im Römerbrief 1,22 so zusammengefasst: „Da sie sich für weise hielten, sind sie zu Narren geworden.“ Interessant ist es auch noch vor und nach dem Vers zu lesen.

  4. Christian sagt:

    Ich bemerkte das AFD auch bei mir. Geboren im Jahre 1988 war ich aufgewachsen in dem Glauben, dass das Gute in der Welt bereits im Wesentlichen gesiegt hat. „Das Ende der Geschichte“ war ein reales Lebensgefühl. Die Welt würde bald auch an den letzten Ecken der Welt in Frieden leben, überall sich der Wohlstand und Menschenreiche einstellen, die Wissenschaft und Vernunft im Sinne der Aufklärung sich gegen Aberglauben und Dummheit zwangsläufig überall durchsetzen. (Ökologie hat mich anders als die heutigen Teenager noch nicht interessiert. Ist ja klar, dass auch alle ökologischen Probleme gelöst werden, wenn die Menschheit immer vernünftiger wird.)

    Dieses Weltbild, vielleicht nur ein Traum unserer abendländischen Kultur, hat Risse bekommen. Früher dachte ich auch sicher, ich werde Millionär – nur eine Frage der Zeit. Ich setze aus Ideenlosigkeit noch weiterhin auf den US dominierten MSCI World Index mit seiner beträchtlichen Jahresdurchschnittsrendite in der Vergangenheit. Wird die USA kippen? Ein vereinigtes, starkes Europa ist in weiter Ferne. Wir werden nicht mehr die Welt beherrschen – die Welt wird uns beherrschen.
    Hat die Menschheit ihren Wohlstands- und Kulturzenit erreicht? Exponentieller Wachstum muss irgendwann immer an eine Grenze kommen.
    Die Welt scheint einfach bloß dreckig und ideal- und ideenlos. Sinnlos? Ziele im Leben: Einfach bloß vermögend werden, Kinder bekommen und irgendwie durchkommen? Ja, so fühlt sich das an. Die Konstanten brechen weg. Man muss auf der Hut sein. Der Jäger lauert nicht nur auf Beute. Er lauert auch, nicht selbst zur Beute zu werden. War es je anders in der Geschichte der Menschheit?
    Welche Haltung nimmt man an angesichts der Sinnlosigkeit dieser Welt? Vielleicht hilft da so eine Mischung aus Albert Camus und Immanuel Kant.

  5. Mit dem Buch „Paleo-Power“ von Sabina Paul kam mein großer Aha-Moment. Sie ist Evolutionsbiologin und erklärt die Zusammenhänge wie folgt. Unser Wesenszug kann u.a. mit dem Dopaminrezeptor 4 erklärt werden (ich versuche es mal laienhaft nachzuzeichnen).
    Den Dopaminrezeptor 4 gibt es in der Variante 4.7, die man sehr häufig bei Steinzeitmenschen finden konnte. Sie mussten immer den Überblick behalten, rundum alles wahrnehmen, kreativ und mutig sein und auch ein bisschen aggressiver und risikobereiter sein, um den Mut zu haben, hinter der Steppe nach neuen Welten Ausschau zu halten.
    Mit dem Beginn des Ackerbau und Viehzucht vor ca. 8000 Jahren waren all diese Eigenschaften nicht mehr wichtig, denn plötzlich war Konstanz, Geduld, Präzision, Sicherheit, Routine und Regeln wichtig. Dies sind Wesenszüge, die Menschen haben, die den Dopaminrezeptor 4.4 in sich tragen. Und nach der Darwinschen Selektion hatten plötzlich die Menschen die größten Überlebenschancen, die den Rezeptor 4.4 in sich trugen. So wuchs der Anteil derer mit dem Rezeptor 4.4.
    Heute vermutet sie, tragen nur noch ca. 19 % der Bevölkerung den Rezeptor 4.7 in sich (es muss ja noch ein paar Verrückte geben, die die Luftschlösser bauen und dadurch Entwicklung vorantreiben). Und dann kam die Globalisierung und die Digitalisierung. und nun plötzlich sollen sich alle wie 4.7 verhalten. Ich vermute fast, dass viele gar nicht das große Ganze sehen können, dass sie immer nur schrittweise voranschreiten, dass sie einen Plan brauchen und ungern davon abweichen, dass sie sich nicht trauen, mal etwas zu verändern. Ich kenne mich nicht mit den Genen aus, aber ich verstehe ihre These so, dass unsere Verhaltensweisen genetisch/angeboren sind.
    Und seitdem ich das beobachte, wird mir immer klarer, dass wir nicht einfach ein anderes Denken von den Menschen verlangen können, die gefangen sind in ihren Genen und auch ihren Prägungen durch die Umwelt. Das geht auch nur über Generationen. Wir sind halt Menschen und keine Maschinen, deren Bauplan von heute auf morgen geändert werden kann.
    Doch kann der Fortschritt so lange warten?

    • Gunter Dueck sagt:

      Ich glaube, dass Jäger eben diese 4,7 Typen sind und ja, die mit 4,4 Bauern. Heute brauchen wir aber Leute mit strategischer Einsicht; die IT-Leute sind zB weder Jäger noch Bauern… ich habe mal ein Buch geschrieben, es heißt „E-Man“, es sollte mal „Jäger Bauer E-Man“ heißen…gibt auch einen Vortrag dazu im Netz. Gibt es noch eine dritte Kategorie im Buch von SP?
      Ich habe ziemlich viele Psychotests ausgewertet. Die Leute, die Tech-Berufe haben, sind in der Mehrheit weder Jäger noch Bauern, beim MBTI-Test sind die NT wie „intuitive thinking“… Und ich schließe dasselbe wie Sie: diese letztere Gruppe ist bei Psycho-Tests nur mit so 8 bis 10 % vertreten, die kann man ja nicht herzaubern…

  6. Gudrun Voigt sagt:

    Für Wahr Ihr Beitrag! Leider unterschätzen wir immer wieder unsere Fähigkeiten.
    Ich beobachte da lieber meine Katze, wenn ich mit ihr Spiele.
    Der Beobachter meiner Katze, geht davon aus das Ziel zu erreichen. Er denkt nicht im Traum daran es nicht zu erreichen.
    Nur ihre Augen beobachten das Ziel welche Strecke hinlegt und mit welcher Geschwindigkeit sich das Ziel bewegt. Nur die Augen gehen hierbei hin und her, während sie komplett entspannt da liegt. Kein Zucken, kein Mucken, kein Maulen und auch keine Ablenkung …nur der reinste Spieltrieb beobachtet.
    Dann reduziert der Beobachter meiner Katze die Strecke auf den Punkt, der mit den geringsten Aufwand das Ziel erreichen lässt, fixiert nur den Punkt wartet ab bis sie komplett gesammelt ist und springt mit einem Satz aus dem Liegen heraus auf den Punkt und hat das Ziel gefangen. Jedes mal auf ein Neues, immer wieder der gleiche Vorgang.
    Nichts ist da was Zweifelt, nichts ist da was hindert und nichts ist da was dabei negativ Denkt. Nur ihr Spieltrieb und die ureigentsen Fähigkeiten ihren Fokus auf den Punkt zu lenken.
    Auch wir würden genau so handeln und hätten das Ziel im Auge. Auch wir reduzieren die Strecken um unsere Ziele Schritt für Schritt zu errichen. Wenn da nicht einen Haufen an negativer Gedanken und Zweifel wären. Und um so mehr wir so Denken, desto weniger erreichen wir unsere Ziele, weshalb sich jedes mal unsere Befürchtungen bestätigen, dass wir das eigentliche Ziele das uns Gut geht, so wie wir es tun nicht erreichen.
    Obwohl der Erfolg eigentlich nebenher läuft, wenn man seinen Fokus auf das Gelingen richten würde, so wie meine Katze.
    Denn sobald das Ziel hektisch hin und her springt und gar verrückt spielt, dann macht auch meine Katze nichts mehr. Sie lässt aber das Ziel sausen, um ihre Energie nicht in Sinnlosigkeiten zu verbraten oder sich gar daran aufzuhängen. Denn heute ist nicht einmal der wirklich zufrieden der seine Ziele erreicht. Woran liegt das wohl? Im Mangel an Spieltrieb, im Mangel an der Freude oder im Mangel, dass es uns dabei gut gehen soll und deshalb Leben nicht wirklich gelingen kann? Warum richten wir unseren Fokus auf das Destruktive.

  7. Joachim Schnurrer sagt:

    Gläubige gegen Ungläubige hieß es in den Religionsgemeinschaften, um die kriegerischen Akte zu rechtfertigen. Der Anteil der Glaubens- bzw. Religionsbegründeten Konflikte ist vermutlich mit weitem Abstand der häufigste Grund der Konflikte.
    Inzwischen kann man jedoch feststellen, dass es „Gläubige gegen Gläubige“ heißen muss. In solchen Kreisen gilt Glaube ist wichtiger als Wissen.

    Das ist auch logisch, weil Wissenserwerb ungleich aufwändiger ist. Die Bequemlichkeit der Meinung gegenüber der Ahnung ist der entscheidende Faktor, wobei sich heute viele der Meinungsträger als „Ahnungsprofis“ ausgeben, insbesondere dann, wenn sie einige YouTube-Videos zum Thema gesehen und einige Pseudowissenschaftler gehört oder gelesen haben.

    Dazu gesellt sich dann noch eine soziopathische Einstellung gegenüber den „Anderen“ hinzu. In diesem „Gebräu“ gären dann die zerstörerischen Gedanken zu Worten und dann zu Taten (wie in einem gärigen Haufen).

  8. Gudrun Voigt sagt:

    Ich verspuhle gerne das Denken. Wenn also Nichtwissen (Glaube) zur Gewohnheit wird. Dann braucht der Kopf nicht über sein Wissen nachdenken. Er vernetzt sich nicht mit den Fähigkeiten seines eigenen Wissens und ist wenn überhaupt nur ein halber Mensch. Könnte es dann nicht sein, dass der Kopf der Verhinderer der Zukunft ist, weil er nur die Spitze des Eisberges ist, der keine Ahnung von seinen Fähigkeiten hat und davon jede Menge?

    • Joachim Schnurrer sagt:

      Im Buch „Eine kurze Geschichte der Menschheit“ beschreibt der Autor Harari, dass dies schon seit Jahrtausenden so von der Menschheit praktiziert wird. Glaube schlägt Wissen!

  9. A. Irmak sagt:

    Es könnte ein Denkfehler gewesen sein, anzunehmen, dass Dinge, die einem selbstverständlich vorkommen, weil man mit ihnen aufgewachsen ist, einfach so vom Himmel fallen.

    • A. Irmak sagt:

      Will sagen: Gemeinsinn fällt nicht vom Himmel, dazu müssen Kinder erzogen werden.

      Gute Bildung fällt nicht vom Himmel, dazu braucht man gute Lehrer, die nicht nur intelligent sind, sondern auch empathisch.

      Frieden fällt nicht vom Himmel, er muss verteidigt und gewahrt werden, auch der innere Frieden.

      Wohlstand fällt nicht vom Himmel, er muss erarbeitet werden.

      Innovation fällt nicht vom Himmel, sie braucht einfallsreiche Menschen, Ressourcen, die man verschleudern kann, weil es auch Irrwege gibt, und Freiheit für Innovatoren.

      Man braucht sich doch nur ein bisschen in der Geschichte und in der Welt umschauen und erkennen, dass Krieg, Unfrieden, Hunger und Armut der Normalzustand der Menschheit sind, zumindest für die große Masse.

      Dann ist es nicht mehr so schwer zu erkennen, dass in Wahrheit Massenwohlstand und Frieden der Sonderfall der Geschichte sind.

      Unfrieden stiftet die Annahme, dass Reichtum und Glück vom Himmel fallen und Armut und Krieg erst erzwungen werden müssen von bösen Verschwörern.

  1. 5. Juni 2020

    […] “Das Leben ist dann doch irgendwie gemischt – aber da wir in jeden Teilaspekt zu einer polaren Mein….” […]

Schreibe einen Kommentar zu Sandra Klinkenberg Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.