DD202 Ethnozentrismus (Oktober 2013)

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20 Antworten

  1. Schoppmann sagt:

    Erfrischend und originell!
    Ja, mehr Gelassenheit täte allen Äthnozentrikern gut.

  2. Peter Meier sagt:

    Ethnozentrismus = Professionalisierung des Egosimus

  3. Jörg Debus sagt:

    Zwei Anmerkungen zur Botschaft zwischen den Zeilen des DD:

    1. Allen wohl und niemand weh: Karneval beim MCC

    2. John F. Kennedy: „Die heissesten Plätze in der Hölle sind jenen vorbehalten, die in Zeiten der Krise nicht Partei ergreifen.“

    Im übrigen: Bei Kinderschändern wie Cohn-Bendit hört bei mir die Gelassenheit auf.

  4. Wolf sagt:

    Steter Tropfen höhlt den Stein. In den Sprüchen meiner Urgroßmutter lag schon das ganze Wissen was wir uns, das Leben betreffend, anzueignen vermögen.

    Ich verstand ihn mit 30. Laut meiner Umwelt 30 Jahre zu früh.

    Vielleicht verschiebt Ihr Text und Ihre Bemühungen die Grenze ja um ein paar Jahre nach unten. Ich konnte das nie leisten.

    Wünsche Ihnen viel Kraft, viele Tropfen

  5. Dr. Markus Hänsel sagt:

    …ein kritisches Thema auf es sich immer wieder hinzuweisen lohnt, vielen Dank Herr Dueck. Nur stellt sich dann die nächste Frage: Für die allermeisten Menschen sind solche ethnozentristischen Welt- und Selbstmodelle höchst identitätsstiftend, nach dem Motto „Ich bin wie die, zu denen ich mich zugehörig fühle“. Wenn sich übertriebener, einseitiger Ethnozentrismus verringern soll, bedeutet das Notwendigkeit eines neuen, meist differenzierteren und komplexeren Identitätsmodells. Keine einfache Entwicklungsaufgabe in einer Welt in der die meisten wieder nach Komplexitätsreduktion rufen. Hoffen wir Entwicklungsmodelle wie spiral dynamics sind zutreffend – wobei mir der weltzentrische Ottonormalbürger angesichts der von Ihnen zitierten tagtäglichen Polarisierungen noch als eine sehr optimistische Annahme erscheint.

  6. Name sagt:

    > Im übrigen: Bei Kinderschändern wie Cohn-Bendit hört bei mir die Gelassenheit auf.

    Ja, ganz toll. Emotionslogiker-Urteile sind die besten. Da war doch letztens erst der fall, wo einer 17 Jahre deswegen eingesperrt war. Viel zuwenig, rufen Sie? Todessstrafe wäre angemessen?

    Ok, wenn Sie das sagen … ach, eins noch: Der Mann war komplett unschuldig.

    • Jörg Debus sagt:

      Hallo „Name“,
      aber, aber! Wohl nicht die FAZ gelesen? Dort wurde von einem Redakteur der TAZ über die Verstrickung der Grünen in die Pädophile berichtet. Und Cohn-Bendit hat Anfang der 80er selbst über seine Hosenschlitz-Manipulationen berichtet und „Genehmigungen“ der Eltern beigebracht, die ihm bestätigten, dass so etwas zur Erziehung zu selbstbestimmten Menschen dazu gehöre.

      Merke: Die Grünen sind eine Kirche und keine Partei. Sie glauben an sich!

  7. Ich frage mich, ob die Tendenz der Zugehörigkeit zu einer Gruppe mit dem intensiven Einsetzen und Abgrenzen die ehrliche Auseinandersetzung mit seinem Selbst ersetzen soll?

    Sich für sich selbst einzusetzen und zu lernen, sich abzugrenzen und offen zu sich selbst zu stehen ist anstrengender als für eine Gruppe.

  8. MarcO sagt:

    Sehr erfrischend geschrieben! Ihre Art und Weise gefaellt mir sehr gut! Chapeaux, wie wir Englaender sagen 😉

  9. Generation 50- sagt:

    CDU + SPD wird teuer werden für die kommenden Generationen und wertschöpfende Bevölkerung.

  10. Generation 50- sagt:

    Demokratie ist die Herrschaftsform, bei der Mehrheiten über Minderheiten herrschen und die bestehende Generationen auf Kosten von zukünftigen Generation leben. Kein halbwegs gebildeter und gutverdienender Mensch würde privat zusätzlich Kredite aufnehmen, um für den Moment davon besser zu leben. Der Staat tut genau dies, er konsumiert auf Pump. Diese Mantra von Milliarden von Staatsschulden ist schrecklich.

  11. Michael K. sagt:

    „divide et impera“ 😉

    Software Patente, „Closed Source“, Geschäftsgeheimnis und Geheimdienste. Eine Gesellschaft die dazu „verdammt“ ist sich immer weiter auseinander zu entwicklen….

    Wirklich? Oder, warum „rennen“ den alle zum Fratzenbuch oder G+ ?! Warum hat noch nicht jede NGO ihren „eigenen“ Diaspora-Pod ?!

    Sobald sich so etwas wie eine (soziale) Gruppe (uni?!) „formiert“ werden auch gleich Ausschluss regeln, äh „Vereinsstatuten“ (o.ä.) festgeschrieben. IMHO wird immer nur nach dem „Alleinstellungsmerkmal“ gesucht. Wo bleibt die Suche nach dem was uns verbindet?

    Danke für die Omnisophie

  12. Johannes-n. Carstensen sagt:

    Schmunzeln über unsere individuellen Eigenheiten ist angebracht. Nicht alles ist mit Dualismus ausführlich beschrieben. Jedes ich glänzt doch für sich. Langeweile denen, die sich vor den Gegensätzklichen fürchten. Bin ich das Licht des Tages fürchte ich mich nicht vor der Nacht, denn die ist nur ein schatten!

  13. Bastian sagt:

    Vielleicht ist „Ethnozentrismus“ der kleine, harmlose Bruder von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit.

    Wie weiter oben schon geschrieben wurde, ist es ziemlich menschlich, das eigene Selbst über die Abgrenzung zu Anderen zu bilden. Ganz sicher ist es einfacher zu sagen, „ich bin nicht, wie die sind“, als in sich zu schauen und zu überlegen, wer man ist.

    Ethnozentrismus wäre also eine Strategie, sich das Leben zu erleichtern und Komplexität abzubauen.

    Vielleicht ist es zudem so, dass der Ethnozentrismus heute eher beobachtet werden kann als früher, weil die Gesellschaft in kleinere Einheiten zergliedert ist und jeder sein Süppchen kochen kann und es zu jedem dieser Süppchen auch ein Gegensüppchen gibt – was ja sehr schön im DD beschrieben wurde.

    Darum würde ich den Ethnozentrismus als den kleinen, nervigen, aber ungefährlichen Bruder des Rassismus, Sexismus oder der Fremdenfeindlichkeit bezeichnen. Letztere brauchen größere Gruppen und neigen zu Gewaltausbrüchen.

    Da der Ethnozentrismus also das Leben erleichtert (Komplexitätsreduktion) und eher nervig als gefährlich ist, sehe ich ihn anders als dieser DD in einem positiven Licht. Wobei man natürlich immer aufpassen muss, dass der „kleine Bruder“ sich nicht zu einem großen Bruder auswächst.

    ps. Vielen Dank für die allerallermeistens tollen Denkanstöße.

    • admin sagt:

      Es gibt Eltern, die sehr penibel ordentlich sind. Es gibt Kinder, die unbekümmert sorglos sind und nicht aufräumen. Der Ethnozentrismus zwischen diesen Gruppen ist wohl zerstörerischer als selbst das Härteste Abstrakte sonst…oder? Gibt noch mehr Beispiele von „unerkannten“ Fronten, die finde ich gefährlicher als die erkannten.

  14. zeterhexe sagt:

    Tucholsky soll ja mal gesagt haben, Toleranz sei der Verdacht, dass der andere recht hat… passt finde ich sehr schön zum Thema.

    • admin sagt:

      Der andere hat für SICH recht… das ist dann kein so schönes Zitat mehr, aber Toleranz geht für mich etwas weiter als bei Tucholsky…oder auch nicht, er mag es weiter gemeint haben!

  15. Armin Sommer sagt:

    Danke für den schönen Artikel. Macht Spass sowas zu lesen. Blog abonniert 🙂
    Herz Hirn, Hand und Verstand. Humor und Verzeihlichkeit und es flutscht doch etwas besser.

  16. Joachim Schnurrer sagt:

    Herr Dueck sagt ja immer „Alles wird gemessen werden“. Und darum wird auch hier gemessen:

    http://heutigentags.de/2013/11/21/talkshows/
    Da sind auch andere passende Äußerungen dabei.

    Oder, auch sehr schön, allerdings ohne Messgrößen:
    http://www.politik-poker.de/sprachschnabel.php

  1. 17. Mai 2018

    […] Ethnozentrismus – oder die mangelnde Empathie […]

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