DD252: Wer noch klagen kann, leidet nicht genug (Oktober 2015)

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10 Antworten

  1. Leserin1 sagt:

    Sie treffen den Nagel auf den Kopf. Wobei ich einschränken möchte, dass es auch noch Vorgesetzte gibt, die neben ihren vielen Erfolgsdeminstrationen auch noch für ihre Mitarbeiter da sind: neben ihnen stehen, wenn es fachlich etwas zu diskutieren gibt und hinter ihnen bei Druck von allen Seiten.
    Ich hatte einige davon – Männer wie Frauen – und versuche mir an diesen ein Beispiel zu nehmen. Doch manchmal fühle ich mich faul beim Dassin für meine Leute. Faul zwischen den ganzen Nachwuchsführubgskräften, die – mit Friedhofsmine und nicht altersgerechter Ermsthaftigkeit – Leistung tragen, statt mit Menschen im Dialog zu sein!

    Herzlichen Dank für Ihren ermutigenden Artikel!

  2. Martin Gemander sagt:

    Wenn es Lob gibt, stellt er sich vor Dich. Wenn mit Dreck geworfen wird steht er hinter Dir.

  3. Joachim Schnurrer sagt:

    Lerne leiden, ohne zu klagen.
    Der Ausspruch wird dem deutschen Kaiser Friedrich III. (1831 bis 1888) zugeschrieben. Er soll seinem Sohn diese Lehre mitgegeben haben: »Lerne leiden, ohne zu klagen, das ist das Einzige, was ich dich lehren kann.« Das Zitat wird oft gebraucht, um auszudrücken, dass jemand sein Leid tapfer erträgt, ohne großes Aufheben davon zu machen. In der scherzhaften Abwandlung »Lerne klagen, ohne zu leiden« (also jammern) charakterisiert es einen hypochondrisch veranlagten Menschen.

    Das Jammern ist die beliebteste Form der Gewissenshygiene.
    Dazu lassen Sie Ihre Schultern möglichst nach ganz unten fallen. Sacken Sie dann mit dem ganzen Oberkörper in sich zusammen. Legen Sie dann bitte noch den Kopf leicht auf die Seite, denn alle anderen sollen ja schon von weitem erkennen, dass wir es besonders schwer haben.
    Vom Gesichtsausdruck orientieren wir uns bei den Mundwinkeln ebenfalls nach ganz unten.
    Diese symbolische Grundhaltung ist immens wichtig, um das tatsächliche Aufhalsen von Belastungen frühzeitig abwehren zu können.
    Lassen Sie ihren Befindlichkeiten ruhig freien Lauf: ‚Oh Gott, oh Gott, oh Gott‘ oder ‚Ne, ne, ne, ne‘ oder halb vernuschelte Sätze: ‚Hach, wer soll sich das noch leisten können, da kommt doch keiner mehr mit, wo soll das noch hinführen.‘

  4. Iskandar Pommer sagt:

    .. oder diejenigen, die erst „wie würden Sie das machen“ fragen, um dann die Lösung im nächsten Meeting als „eigene Schöpfung“ zu verkaufen… tss…

  5. Michael sagt:

    Um mal einen Kunden zu Zitieren: die Abwesenheit von Strafe ist Lob genug.

    Diese Art von Hochleistungskultur ist heut zu Tage in vielen Firmen. Insbesondere bei jungen, amerikanischen Firmen, ist immer öfters diese Art von „Elon Musk work ethic“ angesagt.

  6. Mit Zufriedenheit arbeiten sagt:

    Gerade mein letzter Chef hat mich sehr unterstützt, es gibt sie noch, aber sie werden immer weniger. Jeder hat Angst um seinen Job, also bloss kein Wissen weitergeben, man könnte ja ersetzt/entlassen werden. Mein Anspruch 8h in normalem Tempo, nicht ständig gehetzt und mit Mittagspause zu arbeiten, scheint heutzutage völlig abnorm. Wenn man mal um 16h geht: Was schon Feierabend? Man ist nur noch im Rechfertigungsmodus und das auch auf der Chefetage. Kein Wunder werden immer mehr Menschen krank.

  7. Idahoe sagt:

    Ökonomisierung ist die Fortsetzung der Bürokratie mit anderen Mitteln.

  8. Kai Renz sagt:

    Toller Artikel (wie so oft)! Vielen Dank dafür.

    Und schöne Wortschöpfungen: prositiv und einstals!

    Am gelungensten fand ich: Der Meister ist nicht in Meetings. Er ist einfach da.

  1. 17. Dezember 2015

    […] man denkt über Stress nach, etwa mit Gunter Dueck. Jedenfalls wenn man dabei nicht gerade am Weihnachtsstress scheitert, versteht […]

  2. 17. Dezember 2015

    […] man denkt über Stress nach, etwa mit Gunter Dueck. Jedenfalls wenn man dabei nicht gerade am Weihnachtsstress scheitert, versteht […]

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