DD257: Tun bei Ambivalenzfähigkeit – nicht nur Schreie von Extremhügeln (Januar 2016)

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19 Antworten

  1. Wir brauchen Leute die anpacken. Hier sollten Politiker mit gutem Beispiel wie Patzelt (SPD ) vorangehen und selbst Flüchtlinge aufnehmen. Hinterher könnte man ja über Erfahrungen sprechen…….und wie und wo kann ich was verbessern !

  2. Sascha Döring sagt:

    Danke für diese deutlichen Worte!

  3. Jerry sagt:

    Am Anfang dachte ich noch, ach guck mal, ein ausgewogener Artikel, der auch mal zugesteht, dass nicht alles super läuft.

    Aber dann hat der Text doch wieder die übliche Kurve gekriegt und ich dachte mir, ach ne, doch nur ein weiterer Gutmensch, der versteckt in viel Text nur die Parole „weiter so“ ausgibt. Schade.

  4. Lutz sagt:

    Danke Herr Dueck für Ihren breiten Horizont, den Sie immer wieder in Ihren Beiträgen zeigen! Und in diesem Fall für Ihren sachkundigen historischen Abriss, der zeigt, wie es um verschiedene Politiker herum „einsam“ geworden ist (Willy Brandt etc.).

    Sie schreiben: „…Darf man etwas gut von ihr (Merkel) finden, wenn man sie nicht mag? Wird sie nun in der Flüchtlingsfrage von den Idealisten unterstützt? Geben Ihr die Idealisten, denen sie nun hilft, je eine Stimme zum Dank?“ Sie schreiben weiter: „Wenn jemand in großer Not hilft, mäkelt man doch nicht am Helfer herum?“

    Aus Ihren Zeilen ist herauszulesen, dass Sie Merkel eher in die Richtung „Idealistin“ einordnen. Ist das wirklich so? Sie ist doch eine Realistin. Sie setzt – fast preussisch pflichtbewusst – das Verfassungrecht um.

    Dazu gab es eine interessante Diskussion heute im Deutschlandradio (Sendung von 17.10 Uhr). Ein Verfassungsrechtler der Hochschule der Bundeswehr München sagte: „Das Grundgesetz aus 1949 sieht vor, dass jeder Asylbewerber das Recht hat, dass sein Antrag auf Asyl individuell geprüft wird. Bestimmungen des Grundgesetzs können nur mit 2/3 Mehrheit geändert werden. Eine Obergrenze festzulegen entspräche nicht dem Grundgesetz. Nur im Falle des Notstands, wie im Grundgesetz festgelegt, könnten Anpassungen vorgenommen werden. Erst dann wäre so etwas wie eine Obergrenze möglich.“

    Erst durch diese Diskussion heute im Deutschlandradio verstehe ich, warum Merkel so konsequent eine Obergrenze ablehnt!

    Merkel ist in diesem Sinn eine ganz pflichtbewusste realistische Verteidigerin des deutschen Verfassungsrechts – und keine Idealistin.

    PS: Merkel scheint selbst in der aktuellen Situation von grosser Rechtstreue geprägt zu sein, nach dem Motto: „Wenn jetzt Österreich und andere Staaten eine Obergrenze einführen, dann gibt das Deutschland noch keine Erlaubnis, selbst das Recht zu brechen.“

    • Alexander sagt:

      In dieser Diskussion gilt man ja inzwischen leider schon als Idealist bzw. „Gutmensch“, wenn man sich auf die Verfassung oder die Genfer Flüchtlingskonvention beruft. Und jetzt, wo sich andere Länder (wie Österreich augenscheinlich) darüber hinwegsetzen können, erst recht. Und ja, bestünde die CDU/CSU nur aus Merkel dann würde ich als „Idealist“ derzeit tatsächlich CSU (leider Bayern) wählen.

      Allerdings stimme ich dem zweiten Teil des Satzes „Man beschimpft Idealisten als „Gutmenschen“ und diese wiederum verachten die in Bezug auf die menschliche Natur Niedergeschlagenen als „besorgte Bürger“.“ überhaupt nicht zu. Ich denke nicht, dass der Ausdruck „besorgte Bürger“ von den Idealisten verächtlich gebraucht wird – die seriösen Besorgnisse (also nicht Angst vor Überfremdung in Gemeinden mit <0,1% Flüchtlingen) werden in jeder halbwegs ziviliserten Diskussion durchaus ernst genommen. Wenn aber aus den Reihen der mit Nazis durchsetzten Pegida, die sich als Gruppe "einfach nur besorgter Bürger" geriert, solche Besorgnisse wie "Flüchtlinge sind reich, Verbrecher, Vergewaltiger und zünden mit Vorliebe selbst ihre Unterkünfte an" usw. geäußert werden, dann muss man die halt auch mal etwas brüsker zurückweisen …

  5. Danke, Herr Dueck, für den profunden Artikel. Es hilft so sehr, über den Graben der Erkenntnis zu springen, sozusagen vom grünen Meme in den gelben, holistischen Denkrahmen, wenn ich mich einmal auf die Spiral Dynamics als Orientierung beziehen darf. Zuversichtlich im Ungewissen, dieser Satz ist seit einiger Zeit mein Slogan.Klug und absichtsvoll für ein gelingendes Leben und Miteinander im Wirrwarr der aufwühlenden Geschehnisse zu versuchen, nächste und hilfreiche Schritte zu gehen. Picasso wird zitiert mit dem Ausspruch „Geborgen im Ungewissen“ als Haltung. Das ist ein weiter Schritt, und ohne Handlung wäre mir diese zu wenig. End of debate – das klingt gut. Und jetzt Annäherung und das Konstruktive sowie Kolaborative stärken. Sich als Gemeinschaft verstehen und klären, was denn und wie denn Leben und Arbeit ein menschliches und zukunftsweisendes Antlitz bekäme bzw. erhalten kann. Eben MIT den Entwicklungen, die da sind. Mit dem, was sich zeigt, etwas Gutes machen. Die Diskussion darüber, wie menschliches Miteinander in der ersten Hälfte des 21. Jh. aussehen kann, die beginnt eventuell jetzt – über den Kreis der „Gelben“ hinweg. Danke sehr, Herr Dueck für den Anstoß auch hier auf dieser Plattform, sagt Bärbel Rpke-Stieghorst

  6. Marko Umek sagt:

    Ja. Genau. Dem muss man nichts hinzufügen, aber man kann ;-).

    Herz oder Verstand. Kopf oder Bauch. Warum immer dieses entwederoder? Es braucht immer den ganzen Menschen, um reale Probleme zu lösen. Die Probleme, die kein richtig oder falsch, gut oder böse kennen, … . Probleme bei denen man das Grau aushalten muss.

    Ist es richtig, Menschen, die vor Krieg, Terror oder auch nur Hoffnungslosigkeit fliehen zu helfen? Ja, sagt das Herz. Können wir allen Helfen? Nein, sagt der Verstand und auch der Bauch. Werden uns Menschen, die anders sozialisiert sind, Ärger machen? Sicher, sagt der Verstand. Aber nicht alle, sagt das Herz. Fühlen sich Inländer nicht ernst genommen, die sich in potenzieller Konkurrenz zu zukünftigen Mitbürgern wähnen? Ja, sagen mir alle drei Instanzen.

    Die Synthese ist die Erkenntnis, das beide Hoffnungslosigkeit treibt. Die einen aus ihrer Heimat, die andere zu Pegida und Co. Daraus lässt sich eine Strategie entwickeln, keine vollständige Lösung, aber eine die möglichst nahe kommt. Insofern könnten die „Angstbürger“ und ihre Familien sogar von den Flüchlingen profitieren. Nicht in dem man diese ausgrenzt, sondern potenzielle Probleme heute angeht: Wohungsbau, Bildung, Mindestlohn, … . Aber auch Fluchtursachen dort bekämpfen, wo sie sind. Und wenn es nicht geht, dann eben nicht dort, sondern hier.

    Bekämpfen muss man die Rattenfänger, die Volksverhetzer, das Völkische. Diejenigen die die Hoffnungslosigkeit instrumentallisieren, nicht die Hoffnungslosen.

    Wachsen kann man nur ausserhalb der Komfortzone, wird uns immer wieder gesagt. Die Komfortzone ist dort wo wir uns sicher fühlen, Hoffnung haben. Wer ständig ausserhalb der Komfortzone (Heisst die eigentlich „Angstzone“?) lebt, der wächst nicht, der wird krank. Der sucht sich eine neue Komfortzone, die heisst Pegida, AfD, NPD oder auch IS, Salfisten.

    Danke für den Artikel. Er hat sehr viel in mir ausgelöst.

  7. Fremdes und unbekanntes bringt Ängste und Bedenken mit. Das ist unvermeidlich. Weil jedem Menschen mehr unbekannt als bekannt ist, ist Angst vor dem Unbekannten ein ständiger Begleiter. Ansammlungen von Menschen, mit der gleichen Angst verstehen sich untereinander und haben auch keine Angst vor einander. Damit sich nicht alle vor lauter Angst in Gruppen die Köppe einschlagen, haben wir Gesetze und Regeln die das Zusammenleben ermöglichen – und das ist auch gut.

    Wenn um Lösungen gerungen wird, und Verbesserungen ereicht werden, ist das ein Zeichen von gemeinsamen Handeln. Erkenne ich derzeit aber nicht. Dem anderen Forderungen entgegen schleudern ist in der Tat kein Lösungsbeitrag, sondern bestenfalls ein Zeichen von hilfloser, haltloser Angst vor der eigenen Unfähigkeit zum Mitdenken.

    Angst lässt sich durch Mut, Zuversicht und Aufarbeitung des Unbekannten regelmäßig fast vollständig beseitigen.

  8. Joe D sagt:

    Diesmal stimme ich Ihnen nicht zu, Herr Dyck. Das „Wir schaffen das“ ist aus einer einsamen Position gesprochen, die im Volk keine Mehrheit (mehr) hat. Nur will Frau Merkel (oder darf sie nicht?) das nicht verstehen. Deshalb wird es langsam aber sicher einsam um sie.

    Das inszenierte Chaos hat doch Methode! Viele merken ob des ganzen Flüchtlingsgetöses gar nicht, was hinter den Kulissen passiert. Wiedereinführung der Vorratsdatenspeicherung (in verschärfter Form!)? Kommentarlos durchgegangen. Bruch des Koalitionsvertrages in Bezug auf den Abzug der US-Atomwaffen? Hat keiner mitgekriegt, aber wir sind jetzt stolze „nukleare Teilhaber“ von modernsten US Atombomben auf deutschen Waffensystemen. Bruch der deutschen Verfassung und etlicher anderer deutscher Gesetze? Interessiert nicht. TTIP & Co? Frau Merkel will noch nicht einmal eine demokratische Debatte darüber zulassen.

    Ja,Frau Merkel wird es richten und der deutsche Michel kaut weiter. Jeder, der eine andere als die politisch korrekte bundeseinheitliche Meinung hat? Volksverhetzer, Rattenfänger …die Nazikeule macht alles platt, ohne Rücksicht auf Verluste. Und ehrlich: nur weil alle (linientreuen) Medien es aus allen Rohren schießen (nennt man Propaganda!) ist Pegida noch lange keine rechtsradikale Organisation. Es ist nur so schön einfach, Missliebige und Andersdenkende als „rechts, völkisch, hetzerisch“ zu verunglimpfen. Wer will da schon mittun?

    Bevor das Geschrei losgeht: es steht jedem frei in Dresden oder anderswo (ja, auch bei AfD-Parteitagen) anwesend zu sein und sich ein eigenes Bild zu machen. Erst wenn er das hat, steht ihm auch ein Urteil zu, nicht aber, weil die Medien es so vorgeben. Das dies leider in unserem Land nicht mehr gegeben ist und die Demokratie Stück für Stück zu Grabe getragen wird, ist die eigentliche Schande. Demokratie müsste Pegida, AfD und Co. aushalten und sich sachlich, argumentativ mit den Inhalten, Ängsten und Befürchtungen auseinandersetzen. Diese als „rechts“ abzukanzeln ist erstens schlechter politischer Stil und zeigt zweitens, wie die Marschrichtung künftig sein wird.

    • Joachim Schnurrer sagt:

      Ganz nach dem Vorbild von „Jozef Filser“.
      Zitat: Wir sind zwar nicht die G’scheiteren, aber die Mehreren.
      Jozef Filsers Briefwexel ist ein Buch von Ludwig Thoma, das erstmals 1912 erschien.
      oder auch:
      »Es ist ein Jammer, dass die Dummköpfe so selbstsicher sind und die Klugen so voller Zweifel« von Bertrand Russell

    • Rainer Wetekam sagt:

      Wer will denn da so genau wissen, ob „wir schaffen das“ im Volk keine Mehrheit hat? Vielleicht ist es mal wieder die schweigende Mehrheit die es doch gut findet und nur die, die wieder laut krakelen bild die öffenliche ähm „veröffentlichte“ Meinung. und alle denken, „so ist es“. Meiner Meinung nach können wir es auch schaffen, wenn wir uns weniger mit uns selbst sondern mit den eigentlichen Problemen beschäftigen. Wenn 80 Menschen in einem Raum sind, wen interessiert es ob noch ein oder zwei hinzukommen …

  9. Wilfried Schollenberger sagt:

    Flüchtlinge und Asyl Suchende gibt es ja nicht erst seit einem Jahr. Und dieselbe Kanzlerin, die letztes Jahr vor dem Ansturm kapituliert hat und dabei erkannte „Wir schaffen das!“ oder besser: wir könnten das schaffen, wenn wir uns gemeinsam anstrengen, hat vor Jahren mit dafür gesorgt, dass die Grenzen von Europa abgedichtet wurden, und die Menschen im Mittelmmeer ertranken. Erst als es dann zu viele wurden, hat man sich zum Retten entschlossen – und die Mittelmeerländer mit dem Problem allein gelassen.

    Nachdem die Menschen in Europa jahrzehntelang auf „Wettbewerb“ und „Eigenverantwortung“ gedrillt wurden, ist es halt schwer, gemeinsam das christliche Prinzip der Nächstenliebe wiederzufinden und zu praktizieren. Nicht Deutschland, aber Europa insgesamt könnte mit seinem Reichtum im Zweifel sogar alle 60 Millionen Flüchtlinge retten und versorgen – nicht auf dem Kontinent, sondern auch vor Ort. Nur: Das will niemand. Aber die, die zu uns kommen, könnten wir aufnehmen, wenn wir nur wollten und uns anstrengen. Dazu muss man auch keine historische Verantwortung bemühen. Es würde reichen, wenn dieses Prinzip der Nächstenliebe auch deutlich für die Menschen gelten würde, die schon immer hier, in Deutschland und in Europa, leben. Ich bin der festen Überzeugung, dass ein bischen mehr Teilen und etwas weniger „Fördern und Fordern“ in Deutschland und Europa auch wieder die solidarischen Instinkte der Menschen aktivieren und zu einer allgemein solidarischeren Gesellschaft führen würde.

    Aber Frau Merkel ist ja schon wieder dabei, die Europäischen Außengrenzen zu „sichern“ – bis wieder zu viele sterben?

  10. Lutz sagt:

    Herr Dueck, Ihnen ist zu verdanken dass Sie mit Ihrem aktuellen DD eine wichtige Erkenntnis veröffentlicht haben:

    „Um Menschen, die in einer schwierigen Situation HANDELN, wird es oft sehr einsam.“

    So sehe ich zumindest die Kernaussage Ihres aktuellen DD! Viele Kommentatoren haben ganz andere Erkenntnisse aus Ihrem Beitrag gezogen (was auch zu respektieren ist).

    Danke, dass Sie auch den Vergleich mit dem Politiker Willy Brandt gebracht haben, um den es auch sehr einsam geworden ist. Mit solchen Beispielen wird alles viel lebendiger!

    Ihr Beitrag hat mich heute angeregt, darüber nachzudenken: „Warum ist es aktuell um die Politikerin Angela Merkel so einsam?“ Eigentlich handelt sie – zusammen mit dem preussisch-disziplinierten Thomas de Mazière – preussisch diszipliniert entsprechend dem deutschen Grundgesetz von 1949, wonach jeder Asylantrag individuell zu prüfen ist. Einem Grundgesetz, das weltweit seinesgleichen sucht. Es ist wirklich vorbildhaft – viele Bürger anderer Länder wären extrem dankbar, ein solches Grundgesetz zu haben.

    Warum ist es dennoch so einsam um Merkel?
    Ich fürchte, da kommen wir zu einem anderen Lieblingsthema von Ihnen Herr Dueck, der ganzheitlichen Triade von „Kopf, Herz und Hand“. Oder „Verstand, Emotion, Handeln“. Sie drücken es anders aus („Omnisophie), ich finde derzeit keine besseren Begriffe.

    Merkel scheint das Problem zu haben, dass sie zwar in einer schwierigen Situation handelt („Hand“, im Wort handeln steckt das Wort Hand). Sie handelt auch ganz korrekt, im Einklang mit dem weltweit vorbildhaften deutschen Grundgesetz. Aber: sie und ihre engsten Vertrauten scheinen extreme kommunikative Defizite zu haben, das Handeln verständlich zu erklären („Kopf“/“Verstand“) und das Handeln emotional zu unterstreichen („Herz“).

    Merkel und ihre engsten Vertrauten schaffen es offensichtlich nicht, den Kern des deutschen Grundgesetzes in einfachen Worten zu erklären und als Folge daraus verständlich darzulegen, WARUM sie so handeln. Ein trotziges „Dann ist es nicht mein Deutschland“ ist nicht ausreichend. Es braucht mehr Details. Und Merkel und ihre engsten Vertrauten schaffen es nicht, verständlich darzulegen, WARUM sie etwas fordern („Keine Obergrenze“? Ok, aber WARUM eigentlich keine Obergrenze?). Und sie schaffen es nicht, die Bürger emotional mitzunehmen.

    Das Problem, wenn man Ihre Omnisophe, Herr Dueck, weiterdenkt, ergibt sich von selbst: Ein Handeln (HAND), das nicht von verständlichen Erklärungen (VERSTAND) und emotionalen Streicheleinheiten (HERZ) begleitet wird, wird todsicher zum Scheitern verurteilt sein. Weil zwei Dimensionen von insgesamt drei schmerzlich fehlen.

    Merkel mag also in der aktuellen schwierigen Situation HANDELN, aber ihr und ihren engsten Vertrauten fehlen offensichtlich die zwei anderen Dimensionen der Ganzheitlichkeit. Selbst Deutsche, die sich noch nie mit dem ganzheitlichen Denken beschäftigt haben, erkennen das irgendwie instinktiv. Es fehlt etwas im Ganzen, und zwar ganz schmerzlich.

    Das könnte jetzt zur paradoxen Situation führen, dass es in nächster Zeit noch sehr viel einsamer um Angela Merkel werden wird. Und dass ihre Tage wirklich gezählt sind. Hätte nie gedacht, dass es so weit kommen kann. Bei dieser Frau und Physikerin, die so intelligent ist.

    Es wäre ein weiterer Beweis dafür, dass in sehr schwierigen Situationen wirklich Kopf + Herz + Hand erforderlich sind. Nur preussisch-korrekt zu handeln, im Einklang mit dem deutschen Grundgesetz (wie Merkel es macht!), genügt offenbar nicht.

    Zum Abschluss noch einmal Danke! Herr Dueck, dass Sie einmal das Thema „Handeln in schwierigen Situationen“ in den Mittelpunkt eines Daily Dueck gestellt haben.

    • Gunter Dueck sagt:

      …und dazu noch schnell mal anschauen: Merkel und Reem, wo eben das Herz und die Staatsräson vollkommen im Widerspruch stehen. Da hat Merkel ja reagiert, aber sie kann eben nicht nonchalant so einfach leicht drübergehen („Hey, ich schaue mir Deinen Fall noch einmal an“ oder so, was man als Kanzlerin eigentlich auch nicht darf). Sie hat eben so etwas wie „Physikerin“, was man irgendwie immer etwas übelnimmt.

  11. Rainer sagt:

    Ursache der Extrempositionen sind häufig Überforerung und Stress. Die argumentierenden Personen hoffen bewusst oder unbewusst, dass sich die Positionen schneller durchsetzen lassen. Leider tritt das Gegenteil durch verhärtete Fronten und breitere Gräben ein. Nur aufgrund dieser Situation kann man aber nicht stichhaltig den Schluß formulieren, dass Frau Merkel im Tal der Ambivalenz liegt. Ich stimme dem nicht zu.

  1. 2. Februar 2016

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