DD196 Aus kontrolliert humaner Produktion

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26 Antworten

  1. Christian sagt:

    ich bin berührt und habe das Offensichtliche im Artikel im Alltag gar nicht richtig realisiert. Denn Billiglohn gibt es tatsächlich, erschreckend und zuhauf in der industriealisierten Jobmaschine unserer Gesellschaft – und der Besserverdiener schaut weg – bei den Anderen. Dann sind für eine Gesellschaft 30% aber schon viel, zuviel. Wieviel Wenigverdiener wollen und können wir ertragen. Wollen wir das überhaupt ? Dabei sehe ich eine Schattenwelt/Wirtschaft, die schon lange den Nebenbeiverdiener, der für Hilfsarbeiten unter 12€/Stunde gar nicht mehr arbeitet; Der versierte Hilfsarbeiter schon nebenbei gar nicht unter 15€/Stunde verlangt; der Elektriker/Installateur/Fachkraft der sich nebenbei was dazu verdient und das nicht unter 20€-30€/Stunde erledigt. Und das alles wird nebenbei bezahlt und produziert Dunkelgeld und ist für den Einzelnen real erwirtschaftet und netto. Und suche ich dann Unternehmen (Handwerker, einfache FachArbeiten oder eine Hilfskraft) werde ich nicht fündig. Handwerker unterbreiten erst gar kein Angebot für Ihre Arbeiten und wenn dann zu Tarifen ab 45€/Stunde aufwärts, auch für Hilfsarbeiten.
    Und was bleibt davon dann übrig für die humane Produktion ? Würde und Mindestlohn ist eine andere Qualität der Diskussion. Gefällt mir gut. Wurde das schonmal publiziert ? Ist ja nicht ganz so Mainstream oder. Und wo fangen wir dann an ? Sparen war ja durchaus mal etwas ehrenwertes und bezeichnete für mein Verständnis die Reduzierung des Konsums und bewußte Auswahl von Produkten….. Sparen wir heute am falschen Ende, bei den Menschen und an uns selber.

  2. Leo sagt:

    Empfehlenswerter Link:
    http://www.welt.de/wirtschaft/article118660505/So-gelingt-die-Karriere-auch-ohne-Uni.html
    U.U. löst sich das Problem auch „marktwirtschaftlich“: neben Pflege gehören auch der Gawasch und der Mechatroniker zu den Fachkräften, bei denen deutliche Lücken klaffen. Steht zu hoffen, dass, wenn nicht schon die schiere Menschenfreundlichkeit, der Mangel an solch notwendigen Hand-Werkern die Preise in deutlich höhere Regionen befördert. Mit dem Nebeneffekt natürlich, dass die generationenlang zu mittelprächtigen Hochschulabschlüssen geehrgeizten „Kinder“ umschulen müssten.

  3. Holger sagt:

    Hallo,
    in den letzten Tagen habe ich einen Vortrag von Christian Felber über Gemeinwohl-Ökonomie gehört. Der passt glaube ich ziemlich gut zu diesem Thema!
    Un weil es mich beschäftigt möchte ich es hier einfach auch einmal weitergeben!

  4. Heiner sagt:

    Was Christian über den Begriff „sparen“ schreibt, finde ich sehr bereichernd. In der Tat ging Sparen einstmals mit Verzicht einher. Ich habe gespart, weil ich mir etwas vekniffen habe. Heute „sparen“ wir nicht, wir „geizen“. Will sagen, wir wollen auf nichts, rein gar nichts, verzichten. Und deshalb muss alle beliebig billig sein. So ist die Logik dieser übersättigten, hedonistischen Gesellschaft. Ich finde das erbärmlich! Und wenn wir wieder den Bogen zum Dueck’schen Text spannen, dann ist diese Attitüde nicht mal mehr bloß ärgerlich, dann ist menschenverachtend.

    Ich habe mal gelesen, das Reinigungspersonal in großen Hotelketten bekommt für die Reinigung eines Zimmers etwa 2€. Wenn das wirklich so ist tut mir der Aufenthalt dort körperlich weh. Wir verlangen blitzblanke Zimmer, toben über Wasserflecken in der Dusche und lugen noch unters Bett, ob da auch wirklich frisch gereinigt wurde. Wir zahlen 150€ oder mehr für eine Übernachtung. Und den Menschen, die dort das meiste für unser Wohlbefinden tun, denen gestehen wir nicht mehr als 2€ zu? Was passiert eigentlich gerade mit unserer Wertschätzung?

  5. Johannes Orzechowski sagt:

    Es ist mir auch nicht verständlich, warum es in Deutschland nicht möglich sein sollte, einen allgemeinen Mindestlohn einzuführen. In unserem Nachbarland Luxemburg gibt es ihn schon lange. Derzeit beträgt dort der Mindestlohn selbst für volljährige unqualifizierte Arbeitnehmer schon 10,83 EUR pro Stunde. Für volljährige qualifizierte Arbeitnehmer liegt er bei einem Stundenlohn von 13,00 EUR. Die Werte werden regelmäßig an die Inflationsrate angepasst. Auch wenn das Preisniveau natürlich höher ist als bei uns: damit kann man schon in Würde leben.

  6. Ur_Kuhn sagt:

    Das ganze hat damit zu tun, weil „Billigjobber“ – um sich über Wasser zu halten – so viel arbeiten müssen, dass sie keine Zeit haben, sich ökonomisch zu bilden und sich entsprechend zu verhalten.
    Das billige Notenbankgeld fließt – unter Zuhilfenahme von Bankprodukten – in die Hände der ökonomisch Gebildeten und wird unter diesen verteilt. Deshalb werden Reiche immer reicher und Arme immer ärmer. Reichtum entsteht heute durch systematisch, akademische Ausbeutung von Natur und Mensch – an den Universitäten lernt man, wie es geht. Die Armen haben keinen Zugang zur Materie.

  7. Jörg Debus sagt:

    Lieber Herr Dueck,
    wenn man wie Sie einen Begriff „Würde“ so bearbeitet, dass das hier mit dem Themen Mindestlohn, Armut, Gerechtigkeit zusammengebracht wird, dann hat haben Sie das Prinzip der manipulativen Werbung via Twitter, Facebook und Co. wirklich verinnerlicht.

    Wenn Sie auch nur einmal aus dem virtuellen Glashaus heraustreten würden,könnte Ihnen auffallen, dass Würde ganz woanders verloren geht: die Würde der Familien, die Ihre Kinder selbst erzogen haben oder erziehen möchten und als „Auslaufmodell“ verschrieen werden oder die Würde 1,3 Millionen in den letzten 10 Jahren abgetriebenen Kindern, die der Selbstverwirklichung in der Gestalt von spontanem Sex geopfert wurden. Die Liste ließe sich noch länger schreiben.

    Nichts für ungut.
    Jörg Debus
    QoD: „Arbeit ist eine Naturgewalt. Sie bricht aus dem Menschen hervor, wenn er vom Joch der Lohnsklaverei befreit ist.“ (Karl Marx 1875)

  8. Heinrich Maiworm sagt:

    Hat Ihre Tageszeitung die Plakette? Zeitungsboten kommen nur auf einen Stundenlohn von 5 €, wenn sie sehr schnell sind. Heribert Prantl von der „Süddeutschen“ war das – darauf bei einem Vortrag über „Zivilcourage“ angesprochen – sichtlich peinlich.

  9. Christoph Maier sagt:

    Würde?
    Hört sich ja fast an wie Richard W. Fuller …

    „Würde ist nicht wettbewerbsfähig.“
    Folgt daraus, schon aus Symmetriegründen:
    „Wettbewerb ist würdelos“?

  10. Thomas sagt:

    Schlecker hatte über Jahrzehnte seine Mitarbeiter mehr als mies behandelt und womöglich unlängst die Rechnung dafür präsentiert bekommen.

  11. Harry sagt:

    Herr Dück,
    ein nachdenkenswerter Artikel.

    Aber geht es nur um Würde? Ist es nicht eher die Individualisierung unserer Gesellschaft. Wir haben keine gemeinsamen Normen, wie wir leben wollen. Ist es wichtiger die Alten billig zu versorgen oder wollen wir Ihnen ein menschenwürdiges Leben bieten?
    Da alles scheinbar nicht mehr zu den Aufgaben unserer Gesellschaft zählt, kommt alles auf die Möglichkeiten des Einzelnen an.

  12. Ich finde es schon erschreckend, dass wir unseren Lebensstandard offensichtlich größtenteils durch Ausbeutung anderer Menschen hoch halten. Ob es nun die Niedriglöhne bei uns (z. B.: Friseur), Ostblock (z. B. Pflegekräfte), China (z. B. FOXCONN)oder Bangladesch (z. B. Textil) ist, spielt eigentlich keine Rolle.

    Bemerkenswert finde ich auch die Erkenntnis, dass Professionelle Intelligenz alleine kein Lösung zu sein scheint.
    Jeder kann Doktor werden aber nicht Alle. Natürlich wäre das wünschenswert aber die Infrastruktur steht bei uns dafür nicht zur Verfügung und den Willen dazu sehe ich in der Politik / Gesellschaft nicht.
    Da hilft – wieder mal – nur das Einsehen des Einzelnen. Jeder muss sich überlegen was er wirklich braucht und das dann auch fair bezahlen. Das ist sehr schwer. Ich versuche es hin und wieder aber viel zu selten…

  13. StK sagt:

    Eine mögliche Lösung wäre das ‚Bedingungslose Grundeinkommen‘, über das bereits seit Jahren in gewissen Kreisen diskutiert wird und das nahezu jeder zunächst für Schwachsinn und Förderung der Faulheit hält. Aus meiner Sicht wäre das der Hebel, um dem entwürdigenden Niedrig- bzw. Hungerlöhnen entgegen zu wirken. Der Zeitungsbote muss nun mal vor Ort seine Zeitungen austragen und nicht in Indien oder China. Es gibt dann ggf noch das Problem, dass die Zeitung nicht vielleicht in Indien gedruckt wird. Dafür findet sich sicher auch eine Lösung. Aber es gibt auch weitere positive Nebeneffekte. Menschen könnten plötzlich, frei von finanziellem Druck im Kampf ums tägliche überleben, ihre Neigungen und Interessen verwirklichen, Kunst schaffen, neue Dinge erfinden. Das wäre dann mal ein richtiger Schritt zurück in Richtung Steinzeit bzw zu Ackerbau und Viehzucht und hin zu neuen Pyramiden, Philosophen und Entdeckungen….

  14. Oliver Horn sagt:

    Stimme Holger zu… die Gemeinwohlökonomie kam mir auch gleich in den Sinn, ein gelungener Alternativentwurf zum bestehenden Wertesystem. Link: http://www.gemeinwohl-oekonomie.org

  15. Oliver Horn sagt:

    … und beim Smartphone tut sich auch etwas… Link: http://www.fairphone.com

  16. Rainer sagt:

    Das sind ja neue Töne von Ihnen, Herr Dueck!
    Klingt ja schon fast kommunistisch. Nein, keine negative Kritik eher im Gegenteil, interessanterweise habe ich in den letzten Tagen auch ähnliches zu diesem Thema von Richard David Precht gehört und nur soviel dazu: Geld ist ja nicht alles und die vielbeschworenen Werte können nicht durch Wirtschaftwachstum gefördert werden, vielmehr muss die Gesellschaft etwas umorientieren mit einem Wachstum in Werten.

    • admin sagt:

      Antwort an alle bisherigen Kommentare: Ich habe geschrieben, dass es notwendige Berufe gibt, die von Menschen ausgeübt werden SOLLEN und die wir nicht so gut bezahlen, dass sie davon leben können. Das ist absolut nicht in Ordnung.
      Diese Aussage hat nichts mit Idealen zu tun, nichts mit erlösendem Kommunismus, nichts mit dem bedingungslosen Grundeinkommen oder ganz und gar philosophischen Idealen.
      Natürlich müssen wir über eine vernünftige neue Gesellschaft nachdenken, aber doch erst einmal den groben Mist wegschaffen, oder?

      Wir tolerieren doch auch keine rauchenden Kamine, rostende Autos, Häuser oder Berliner Flughäfen ohne sündhaft teuren Feuerschutz etc. etc. Aber UNVERSCHULDETE Armut schon?
      Watzlawick würde sagen, wir haben da ein Problem erster Ordnung (nahe am Problem, unten direkt da). Und Sie kommentieren hier gleich auf der Meta-Ebene… das wollte ich gar nicht so sehr…

      • Oliver Horn sagt:

        Rundumschlag vom Meister… 🙂
        Aber das fairphone ist konkret nicht meta.

      • margarete52 sagt:

        SEHR GUT! Ich habe immer den Eindruck, die Menschen verstehen immer noch nicht worum es geht. Jeder möchte gut leben können. Aber unsere Gesellschaft lebt davon, dass NICHT alle gut leben.
        Das ist nicht schön und nun suchen die Menschen eine Lösung. Die suchen sie aber immer bei den ANDEREN, nie bei sich selber.
        Roy O’Finnigan sagt: „Jeder kann Doktor werden, aber nicht alle“. Ich gehe noch weiter und sage: Alle können Doktor werden, aber der Müll muss trotzdem weggeräumt werden. Im Zweifel auch von einem Herrn Doktor. Wenn der dafür anständig bezahlt wird, ist das auch in Ordnung.
        Deshalb: Wir brauchen eine andere Gesellschaft. Das Einkommen unserer Volkswirtschaft muss gerechter verteilt werden. Wir brauchen keine „Elite“ die immer reicher wird, weil sie den größten Teil des von uns allen erwirtschafteten Einkommens für sich beansprucht. Wir brauchen gerechte Einkommen und wir brauchen eine gerechte Verteilung der Arbeit für ALLE.

  17. Tom Treuten sagt:

    Sehr geehrter Herr Dueck,

    ja, ich stimme Ihnen zu. Wir sollten für alle eine menschenwürdige und ausreichend bezahlte Arbeit haben, die es den Menschen ermöglicht ein ausgeglichenes und würdevolles Leben zu führen. Nur gibt es dafür keine Rahmenbdingungen im Moment, die das ermöglichen würden.

    Dazu müssste die Gesellschaft – speziell in Deutschland – sich m. E. an einigen markanten Punkten ändern:
    1.) Geiz darf nicht mehr zu Ideal hochgepusht werden – man muss bereit sein für Dienstleistungen und Service einen angemessenen Preis zu zahlen (siehe Ihr Beispiel aus der Schweiz)
    2.) Man muss das Wertesystem der Gesellschaft verändern und mehr den Wertbeitrag der Perosn für die Gesellschaft achten und nicht seine Statussymbole wie Autos, Handys, etc.
    3.) Die Ethik der Unternehmer in der Gesamtheit muss sich von maximalen Gewinnstreben auf mehr soziale Verantwortung und angepasste Profite ausgerichtet sein. Sonst werde ich Punkt 1 nicht hinkriegen. Wenn Firmen mit 30% und mehr Grossprofit protzen und der Arbeitnehmer nix davon abkriegt (weil selbst eine inflationsdeckende Erhöhung das Unternehmen ja an den Rand des Ruins treiben würde, trotz 30% Grossprofit) dann stimmt da was nicht. Und nein, daß gilt nicht für alle Unternehmen. Aber die Anzahl Unternehmen mit dem Ziel „Profit til the max“ ist einfach noch zu gross.

  18. Helga sagt:

    Na ja, ich denke da praktisch: Wir könnten ja erst einmal den Menschen, die für uns notwendige Berufe ausüben und an uns ausüben (Frisöre, Kinderfrauen, Putzhilfen, Kellner, Taxifahrer etc. ) ordentlich bezahlen für ihre Dienstleistung an uns und für uns. Für mich heißt das guten Stundenlohn oder ordentliche Trinkgelder zu zahlen, die auch mal deutlich über 10 % hinaus gehen. Das ist teuer, insbesondere dann, wenn man eine Kinderfrau oder Haushaltshilfe auch noch ordentlich anstellt (mit Lohnsteuerkarte und Berufsgenossenschaft). Aber wenn ich es mir nicht leisten kann, mache ich die Arbeit mal selber, dann bekomme ich eine ganz andere Wertschätzung dafür.

  19. hm, man muss sich nur das Ende vorstellen, damit klar wird, dass die akuelle Entwicklung weder im Sinne der Gemeinshaft noch wirtschaftlich vernünftig ist: nachdem alle bis auf den letzten Großkapitalisten „versklavt“ worden ist, wundert sich dieser, das keine mehr genug Geld, hat, sich die tollen Smartphones, Autos etc. leisten zu können, zu blöd aber auch.
    Anstz muss m.E. sein, zwar ausreichend Anreize für Invest zu schaffen, aber auch genügende Ausgleich, damrit alle ohne professionelle Intelligenz auch eine Chance haben, an der Gemeinschaft und am Wohlstand zu partizipieren. Es gibt auch genügend gemeinschaftliche wertvolle Aufgaben, die H4-Empfänger ausführen könnten – und dafür vernünftige Entgelte erhalten sollten, aber bitte nicht gezwungen werden, etwas schwarz hinzuverdienen zu müssen.
    Es bedarf allerdings einer Aufklärungsarbeit für ausreichend viele asureichend gebildete (Welt-)-Bürger, damit diese Veränderungen global auf demokratischer Basis voranschreiten können.

  20. anonymous sagt:

    Gegen diese Kolumne setzte ich zur politischen Großkritik an, denn sie machen einen großen Fehler:
    Sie machen die Würde von der Arbeit abhängig!
    Das ist nicht nur falsch sondern wäre auch fatal wenn es gesellschaftliche Realität wäre.
    Nach dem Artikel 1 des Grundgesetzes ist die Würde einen Menschen in Deutschland unantastbar und um das zu Erfüllen wurden eine Reihe von Versicherungen geschaffen.
    Ein Teil davon ist die Sozialversicherung welche verhindern soll, dass einem Mensch das Geld zum würdigen Leben fehlt.
    Prangern sie Unwürdigkeit oder synonyme Begriffe an, so muss dies zwingend zu einer Kritik des Sozialsystems und in gewisser Weise des Bundesverfassungsgerichtes führen, sofern sie mit unser staatlichen Grundstruktur übereinstimmen.

    Ich will damit nicht die große gesellschaftliche Problematik von niedrigen Löhnen fürnotwendige Berufe leugnen, doch ist mir das richtige Zuschreiben von Verantwortlichkeit in unserem politischen System wichtig.

    Für man diese Argumentation weiter so kommt man zu einer Debatte über die Struktur des Arbeitsmarktes, dessen sozialistische Kritik die Fragestellungen kreist:
    – Soll Arbeit freiwillig sein?

    Wäre sie freiwillig so könnte es keine ungerechte Arbeit geben schließlich darf jeder entscheiden ob er zu diesem Lohn schuftet. Angebot und Nachfrage würden wie gehabt die Bezahlung bilden.
    Ist man dieser Meinung, so muss man die Arbeitszwangsmaßnahmen von Hartz 4 die das Angebot an Arbeitskräfte künstlich hochhalten abschaffen und ein bedingungsloses Grundeinkommen einführen.

    Stimmt man nicht zu, so kann man sich noch über Lohnuntergrenzen streiten.

  21. anonymous sagt:

    (…. Fortsetzung von meinem vorherigen Text…)
    Ich vergaß die zweite Fragestellung zur Struktur des Arbeitsmarktes, denn die ist:
    – Darf jemand der Arbeitet abhängig von staatlichen Zuschüssen sein.?
    Ist man dagegen so spricht man sich für für eine Lohnuntergrenze aus.
    Und ehrlich gesagt scheint mir das ihre Position zu sein.
    nach dem Motto: „Niemand der Arbeit soll davon nicht leben können und auf Almosen angewiesen sein. Zumal viele schlecht bezahlte Jobs, auch wenn man für sie kein Professional sein muss, gesellschaftlich notwendig sind.“

    Hierbei gebe ich jedoch zu bedenken, dass die Abneigung gegen staatliche Zuschüsse rein subjektiv ist und somit nicht unbedingt Maßstab sein sollte. Auch kommt sie mir etwas altbacken vor, bestückt mit Werten wie Ehre und Stolz („Jeder sollte wenn er Arbeitet alleine seine Familie versorgen können“).
    Abhängig ist in der sozialen Marktwirtschaft jeder vom Staat, schließlich zahlt er die Infrastruktur in der wir Leben. Und Objektiv ist es doch egal woher das Geld kommt, solange:
    – Es ausreicht zum würdigen Leben (wäre das nicht so, springen zum Anfang des Textes).
    – Man bekommt als welche die nicht Arbeiten, was in unserem Aufstockersystem der Fall ist.

    Zugegebener Maßen vermisse ich bei einem so politischen Thema eine konkretere politische Positionierung von Ihnen.

  22. Roger Le Marié sagt:

    Ich stimme voll und ganz mit meinem vorhergehenden Kommentator überein. Bravo!

  1. 24. Mai 2016

    […] Commonismus. Was für eine entzückende Vokabel. Fast so entzückend wie das Etikett “Aus kontrolliert humaner Produktion”, das Herr Dueck gerade so sinnig vorgeschlagen […]

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