DD193 Der Höherwertigkeitskomplex

Das könnte Dich auch interessieren …

12 Antworten

  1. Reinhard Jung sagt:

    Trifft den Nagel auf den Kopf. Vielen Dank DD

  2. Sehr geehrter Herr Dueck,
    ich bin von Anfang an ein treuer Leser ihrer Kolummne…diese hier aber ist mit eine der Allerbesten…weiser Pragmatismus, so hatte auch Alfred Adler gewirkt, in Bayern sagt man: „ewig und drei Tag“, sodaß die Ewigkeit besser faßbar war…
    Vielen Dank dafür
    Ihr
    Wolfgang Marquardt

  3. Gerhard Kramler sagt:

    Die Wirtschaft darf auch nur immer mehr und immer besser werden, andernfalls ist sie krank und muss behandelt werden.

  4. M. Motsch sagt:

    Hallo, ich bin kreativ berührt und schreibe einfach mal ein paar Gedanken auf 🙂 Baut man das Wort „Eitle“ an einer Stelle um, erhält man „Elite“. Das Elite-Zugehörigkeitsgefühl und elitäres Denken scheinen oft vererbt und nicht selbst erworben zu sein. Ob ein Erbe sich würdig erweist oder sich mit einer Erbkrankheit belastet, bleibt individuell. Mein Wunsch ist, daß Menschen ein besseres Gleichwertigkeits-Gefühl entwickeln auch wenn Fähigkeiten und Möglichkeiten naturgemäß verschieden verteilt sind. Jeder hat Stärken, die er teilen kann. Ich bin der Überzeugung, daß Menschen sehr stolz darauf sind, wenn sie mit eigener Stärke andere unterstützen können. Wenn Andere dieses Vorbild-Verhalten imitieren, bekommt der Starke das Gefühl das Andere es ihm gleich tun. Gleichwertigkeit auf starkem Niveau herzustellen ist die Herausforderung. Liebe Grüsse M.

  5. p. molz sagt:

    Bei der Krümmung der Erdoberfläche ist klar, daß eine ausschließlich lineare Extrapolation über einige Distanz schnell zum „Abgehobensein“ führt! 🙂

  6. arno schmuck sagt:

    Wie wahr.

    So ein Höherwertigkeitskomplex hat immer auch ein bisschen was von Dünkel, Arroganz und fehlender Augenhöhe.

    Von oben wird nach Kräften rapunzelt: herablassend nach Aufforderung.

    Irgendjemand, durch Postzenitis traumatisiert, zieht dann am herabgelassenen Zopf – und dann zeigt sich die eigentliche Tragik der Höherwertigkeitskomplexierten: in der Fallhöhe.

    Anders als im Tennis gibt es keinen zweiten Aufschlag.

  7. Lernen wir nicht schon als Kinder, daß Hochmut vor dem Fall kommt? Ihr Text, lieber Herr Duck, ist eine schöne Zusammenfassung des Eitel-/Elite-Wahns, dem wir uns -gefühlt- zunehmend und verstärkt gegenüber zu sehen meinen. Aber er ist dann doch nicht wirklich neu. Denn so wie Aristoteles schon über die Jugend schimpfte und sie als zusehends „unerträglich, unverantwortlich und entsetzlich“ wahrnahm (also wie wir heute auch), so ist auch die Selbstüberhöhung schon den alten Griechen bekannt gewesen. Dort gab es die Nemesis zur Läuterung. Bei uns braucht es Psychologen. Oder eben den Fall.

  8. Martin Huhn sagt:

    Jetzt fehlt nur noch der passende Bibelvers dazu und fertig ist die Predigt. 😉

    Es spricht eine Stimme: Predige!, und ich sprach: Was soll ich predigen? Alles Fleisch ist Gras, und alle seine Güte ist wie eine Blume auf dem Felde. Das Gras verdorrt, die Blume verwelkt; denn des HERRN Odem bläst darein. Ja, Gras ist das Volk! Das Gras verdorrt, die Blume verwelkt, aber das Wort unseres Gottes bleibt ewiglich. (Jesaja 40,6-8)

  9. Lieber Herr Dück,
    nach meinem ersten Erlebnis, als ich Sie „in Echt“ erleben durfte, bin ich Leser Ihrer Veröffentlichungen, die in Frage stellen, zum nachdenken oder sogar zum nachmachen des Nachgedachten anregen. Ihre Texte sind besonders“ Im Zusammenhang mit diesem Text hier, fiel mir ein Filmfestival ein, das unter dem Titel „Übermacht“ vor einigen Jahren lief und ich fand Parallelen zu Ihrem Text, denn Macht und Intelligenz sind nicht immer ein Paar, und Menschen, die andere (Menschen mit Behinderung vielleicht, oder alte Menschen) mit geringer oder gar ohne Wertschätzung sehen, haben dann den „Höherwertigkeitskomplex“, oft scheinbar unheilbar und leider zum Schaden der scheinbar „Minderwertigen“.
    Vielen Dank für Ihre Veröffentlichungen und ich freue mich schon auf den nächsten Text.
    Mit den allerbesten Grüßen!
    Torsten Hansen

  10. Vielen Dank für Ihren inspirierenden Artikel. Höherwertigkeitskomplex ist ein sehr treffender Begriff unserer gesellschaftlichen Strömung. Nie ist man gut genug, nie ist etwas gut genug, wenn man den Aussagen anderer Glauben schenkt. Kein Wunder, dass es so viele psychischen Probleme gibt und man irgendwann erschöpft oder ausgebrannt ist.

    Es kann kein immer besser geben. Höchstens man selbst kann an sich arbeiten und sein wahres Selbst zum Leben erwecken und sich damit zu seiner wahre Größe entwickeln. Es kann aber nie im Sinne aller wahre Größe sein. Das bedeutet sowieso für jeden etwas anderes.

    Wer danach strebt, im Außen für den Besten gehalten zu werden, der kann nur scheitern. Es ist unerfüllbar. Also lösen wir uns von den Meinungen und Kritiken anderer und suchen wir das Beste in uns selbst und akzeptieren wir, dass dazu auch die ein oder andere Schwäche oder Macke gehört. Doch selbst das kann auch seine guten Seiten haben wie auch eine Stärke je nach Situation auch eine Schwäche sein kann.

    Wer sich selbst wertschätzt und achtet mit allen seinen Facetten, wer sich innerlich stärkt und weiterentwickelt, der wird auch im Alter mit sich kein Problem haben, weil er es nicht nötig hat sich mit anderen zu vergleichen oder besser als anderer sein zu müssen.

    Er weiß, dass er SEIN Bestes in sich trägt.

  11. Andrea Susan Nolte sagt:

    „Postzenitis“ – genial! Kommt sofort auf meine Liste.
    Und da sag´ noch einer, Naturwissenschaftler seien so unkreativ …

    Postzenitis halte ich persönlich für weitgehend altersunabhängig. Ich kenne so einige, die schon in ihren Zwanzigern daran leiden: halten sich für ultramodern, möchten aber das PC-Betriebssystem nicht auf die neueste Variante umstellen („alles Mist, war früher besser“). Tja, früher war eben alles früher 😉

    Danke für Ihre Gedanken!
    Andrea Susan Nolte

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.