DD321: Jeder in einem kleinen von ihm beobachtbaren Universum (Juli 2018)

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11 Antworten

  1. „Wissen ist endlich, Nichtwissen ist unendlich!“ (von Einstein?) – vielen Dank für die schöne Einsicht. Demut und Offenheit sind die Konsequenz der „Kleinuniversen“, vielleicht gewürzt mit ein wenig Dankbarkeit, dass es in diesem wunderbaren Universum Platz für uns – für Sie und für mich – gibt.

  2. M.Mayer sagt:

    Wenn ich mal das Glück habe in einer sternenklaren Nacht und mit möglichst wenig Lichtverschmutzung in den Himmel schauen zu können, beschleicht mich stets das Gefühl der Bedeutungslosigkeit, das man wohl auch Demut nennen kann. Viele kennen kaum noch dieses altmodische Wort geschweige denn die zugehörige Haltung. Ich empfinde das nicht negativ, vielmehr ist eine Art wohltuendes Zurechtrücken.

  3. Das gilt für das große (Universum, Galaxie, Erde, Land) wie für das kleine. Selbst mein eigenes Haus, meine Arbeit, meine Hundegassirunde bietet jeden Tag kleine, erkundbare Universen.

    Die Hölle für den „Maximiser“, der alles ausprobieren will und von Ecke zu Ecke schnüffelt wie ein Hund.

    Viel zu viel für ein Leben.

    Ich verzettele mich jeden Tag darin.

    Ist das gut oder schlecht?

    Manchmal beneide ich meine Großmutter. Die sagte immer „früher haben wir es gerade einmal mitbekommen wenn es in der Nachbarschaft gebrannt hat. Heute sehen wir die Feuer der ganzen Welt brennen, zu jeder Zeit“

  4. Richard Schieferdecker sagt:

    Sehr treffend formuliert! Manchmal ist es hilfreich, wenn man den Horizont bewusst erweitert. Unbedingt lesenswert finde ich in diesem Zusammenhang Otto Scharmers Überlegungen zur Theorie U (Von der Zukunft her führen) und Kate Raworth Donut-Ökonomie.

  5. Kahneman meinte sein „ALL“ wohl geradezu erschreckend absolut. Die Grenze zwischen Erkenntnis und Glaube ist fließend und Wahrnehmung wie die Kugel selbst gekrümmt, wenn man nicht peilt, was der andere meint. Es lebe die Meinungsvielfalt – Recht haben ist langweilig.

  6. Sein Universum zu verlassen ist doch so einfach: Handy stecken lassen, einfach mal nicht zu telefonieren, zu simsen … , sondern Auge in Auge ein Gespräch zu führen. Ja, es erfordert Mut, es zu tun. Die Reaktionen der Worte zu erleben, Emotionen zu spüren … Und man (und auch Frau) erkennt: Ich bin nicht allein!

  7. Alfred Reimann sagt:

    Eine wichtige Erkenntnis. Mehr als mein eigenes Bewusstsein, kurz Wahrnehmungen, Gedanken u. Gefühle sind mir nicht zugänglich, auch wenn meine Handlungen auf Mitmenschen und Umwelt wirken. Die deutlichere Trennung von Wahrnehmungs/Bewertungs- Ebene, Handlungs-Ebene und Beschreibungs-Ebene ist zu empfehlen. Letztlich können wir die Konstruktion unserer unbewussten laufende Welt-Wahrnehmung nur durch die Wirkungen unserer Handlungen überprüfen. Genauer durch den Vergleich erwarteter Wirkungen bei der Handlungswahl mit den erzielten Wirkungen. Achtsamkeit, Sorgfalt und Bescheidenheit ist zu empfehlen.

  8. Wenn wir doch nur besser das Wesentliche von dem ganzen Müll trennen könnten, mit dem wir täglich zugeballert werden ( > 50 e-Mails ist schon zu viel, nur um einen Bereich zu nennen). Ein bisschen Aufklärung gibt „Flachsinn“

  9. Joachim Schnurrer sagt:

    Der Mensch steht im Mittelpunkt – und damit allem Anderen im Wege. Oder schlimmer: Des Menschen Wille ist sein Himmelreich!
    Auch Youval Noah Harari beschreibt dies in der kurzen Geschichte der Menschheit sehr treffend: Jeder Herrscher setzte eigene Hierarchien in Kraft: Freie über Sklaven, Weiße über Farbigen, Männer über Frauen. Das sind erfundene Ordnungen, die sich biologisch nicht rechtfertigen lassen. Von Gleichberechtigung bis Homosexualität. Was durch eine Kultur für unrein erklärt wird, hat es schwer, da wir uns gegen die instinktive Angst vor dem Unreinen schlecht wehren können.
    Kultur aber besteht, anders als unser Überlebensinstinkt, aus künstlich generierten Motiven. Sie ist im Unterschied zur naturgesetzlichen Ordnung voller Widersprüche.
    Man kann das momentan z.B. live in der Türkei ganz offensichtlich erleben, wo ein Herrscher aus künstlich generierten Motiven erklärt was gut und schlecht ist. Auch in Mitteleuropa findet man diese Geisteshaltung des „beschränkten Horizonts“ der „kleinen Universen“ auch „—-blasen“ genannt. Ethnozentrische Blasen sind da die Treiber. Soziale medien sind dazu die geeigneten Werkzeuge oder Hilfsmittel.
    Leider ist der gebrauch des eigenen Hirns immer seltener, was auch Kahnemann überzeugend darlegt, da das „System 2“ viel mehr energie verbraucht als „System 1“.
    Wenn es schlecht läuft macht die Menschheit nur noch das, was „System 1“ alle drei Sekunden als plausible Lösung vorgibt! Testen Sie sich selbst! Aber nur 10 Sekunden nachdenken!!
    Ein Ball und ein Schläger kosten zusammen 1,10 Euro.
    Der Schläger kostet einen Euro mehr als der Ball.
    Wie viel kostet der Ball?
    nach spätestens drei Sekunden sagt ihnen „System 1“ –> 10 Cent,
    ODER?

  10. Dieter Hornemann sagt:

    Ich bin hoch beeindruckt von den vielen Supergenies hier. Ob die alle Politiker werden wollen?

  11. Die Welt im Kleinen sagt:

    Und wie immer scheint der Autor als einziger die Welt zu verstehen…
    …What you think is all there is ( in your mind )

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