DD339: Identifikation von Bullshit und Wert

Das könnte Dich auch interessieren …

5 Antworten

  1. Harry sagt:

    Online Medien leben von Werbung. Die Nutzer sehen aus Sicht der Medien mehr Werbung wenn sie mehr Zeit auf der Seite verbringen. Mehr Zeit verbringen Nutzer dann, wenn Sie Emotionalisiert werden. Dies gelingt nur durch schlechte Nachrichten, da hier unser „Fluchtsystem“ aktiv ist.

    Dieses Muster kann nur durchbrochen werden, wenn der Nutzer sich dies bewußt macht und sein Verhalten danach ausrichtet.

    • Uwe Pilgram sagt:

      Sehr richtig! Ich meine sogar etwas verschärft: Online-Medien leben von manipulativer Werbung. Wie sonst könnten wir genau das übersehen und diese Plattformen als „Soziale Medien“ bezeichnen. WhatsApp & CO sind wohlschmeckende Köder. Gefangen werden sollen die Entscheidungen des Menschen am Angelhaken.

  2. schip sagt:

    Ich würde gerne zusammen fassen:
    Denken tut meist weh – kann aber oft ungemein helfen ;-).

    Über die Tasten zuckender Zusatz:

    Wenig muss, aber viel kann durch uns passieren. Mit der Zeit unterschieden wir uns extrem vom Affen (Affengruppen), weil wir gelegentlich etwas extrem gut können, nämlich über uns selbst und unsere Umwelt in großen Zeithorizonten nachdenken anstatt nur kurzzeitig neuronal zu zucken, das macht auch menschliche Gefühle subtiler als die der Tiere, aber es werden wahrscheinlich dadurch nicht grundsätzlich mehr Gefühle sein oder andere (Massentierhaltung ist eine absolute Sauerei und nur wer da genauer hinsieht kriegt Würgegefühle bei Tiefpreisfleisch).

    Erkenntnis kommt selten, zuckt/zockt aber auch :-).

    Aber auch Machtausüben kann zum zucken führen und natürlich konsumieren – nicht alle Menschen ticken hier gleich… oder haben gleiche Chancen, gleichen Zugang zum Thema Glück bzw. Zufriedenheit und Eigenantrieb.

  3. Schip sagt:

    Das Leben (auch das menschliche) passiert aber eher stolpernd und vorwärts (und man tritt auch mal in Shit und dass ist nicht immer nur der Shit der anderen). Verstehen tut man meist eher durch den Blick zurück in der Zeit (Kirkegaard). Vorstellen kann man sich viel und linear weiterdenken auch, passieren tut jedoch oft etwas anderes und auch mal Unerwartetes, disruptives.

    Wenn heute viel mehr Bullshit schneller verteilt wird als früher und damit Informationstechnik an menschliche Grenzen stößt, dann wird das Pendel bald wieder Richtung Mehr(wert), ausschlagen, individuell und gesellschaftlich, denn wahrer Shit kommt in die Kläranlage, wird entsorgt. Außerdem führt der Schrei, Schmerz und Hilferuf automatisch nach Automatik, sogenannter KI. So macht sich die Entwicklung selbst Probleme, die ohne sie gar nicht entstünden und Lösungen dazu drehen Entwicklung eben “nur” weiter. So oder so auch in etwa unaufhaltsam! So etwa, wie Wasser meist bergab fliesst.

    Aber sicher, wenn zu viele Menschen mit zu mächtigen Werkzeugen zu viel shit erzeugen, dann vermüllt die Welt und keine Kläranlage kann das noch bewältigen. Das wird sich einpendeln, sicher ist dabei ist allerdings nur meine Hoffnung! Es bleibt ein Trail&Error.

    Das ergibt sich schon aus der Komplexität unserer Vorstellungskraft Einzelner und der Power von knapp 10Mrd. Hirnen.

    Ein Loblied auf Errungenschaften wie etwa demokratischen Strukturen, die uns eben gewaltig von Tieren unterscheiden. Aber nicht unbedingt wertvoller machen. Das interessiert bestimmte Mächte oder menschliche Vorhaben jedoch wiederum kaum.

    Das faszinierende an sich ist die Entwicklung, die Neugier und die Kraft, die sie immer wieder neu bei Menschen entfacht.

    Generation für Generation.

    Selbst Dummheit oder Shit ist nur eine neue Aufgabe, die es im Normalfall zu bewältigen gilt. Mal ist die Chance dabei groß, mal das Risiko.

  4. Joachim Schnurrer sagt:

    Eigentlich wollte ich der Zuckung hier zu posten widerstehen, habe es nun trotzdem gemacht (gezuckt). Nicht zuletzt, weil wir Wahlen zu Europa haben.
    Natürlich zuckt es bei jedem mehr oder weniger stark, je nach Auslöser. Es ist aber bei jedem auch so, sich darum zu scheren oder auch nicht.
    Welchen Algorithmus haben sie? Ist er gut oder schlecht?
    Was für eine Frage, insbesondere wenn denken weh tut! wie hier im Blog verkündet wird. Schade um das Hirn!
    Ob man einen guten oder schlechten Algorithmus hat ist individuell schwer zu beurteilen. Wer soll das entscheiden?
    Eine gute Wahl wäre das Grundgesetz, gerade mal 70 geworden. Dazu noch eine Prise Gelassenheit und gesunder Menschenverstand. Das sollte fürs erste reichen.
    Trumpente Medien sind ja erst seit kurzem so benannt, aber schon lange Ursache der Zuckungen. Man erinnere sich nur an: Only bad news are good news! Wenn z.B. in den medialen Nachrichten 60% über Rechtspopulismus gesendet wird ist es doch nicht verwunderlich, dass sich die „Gezuckten“ daran orientieren. Schon Kanzler Schröder gab bekannt, dass BILD und Fernsehen die Politik bestimmen.
    Entlarvend ist auch die Feststellung von Karl Valentin: Es ist schon frappant, dass in der Welt gerade so viel passiert, dass es in 15 Minuten Nachrichten reinpasst.
    Persönlich halte ich es auch mit der Anwendung des „SWDA-Indexes“. SWDA steht dabei für „Schon wieder das Alte“. Da klicke ich schon präventiv nicht!
    Lieber Prof. Dueck, lassen sie die Zuckungen zu, aber reagieren sie nicht darauf, wenn Sie im Netz die Frage sehen „Sie glauben nicht, was hier gleich passiert“.
    Nicht klicken, gelassen bleiben.
    Ganz im Ernst: EUROPA-Wahlen sind kein Anlass zu extremistischen Zuckungen! Jeder sollte sin eigenes Hirn nutzen, nicht das von Anderen. Leider ist die Geschichte voll von Zweitem.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.