DD340: Parteien und Konzerne verlieren, weil sie nicht verstehen, warum sie verlieren – über Verblendung

Das könnte Dich auch interessieren …

47 Antworten

  1. Janix sagt:

    Oh ja, oh ja, oh ja.
    Doch siehe schon Ibsens ‚Volksfeind‘, was passiert, wenn man hilfreich die mutmaßliche Lebenslüge benennen möchte.
    Sich darin wie jetzt die CDU/CSU oder gar AfD einzukuscheln braucht so viel weniger Energie – die wird daher dann in die Attacke auf das nerdige/klimaschutzbeharrliche … Störer-„Virus“ eingesetzt. Denn es ist das System, was angegriffen wird und sich schützt. Kurzfristig allerdings nur, denn langfristig erstickt es sich ja selbst damit.
    Mehr Querdenker also (mit Hofnarren-Schutz) wagen!

  2. Christiane sagt:

    Stimme in vielen Punkten zu. Ich (und viele andere) sind nicht „verdrossen“ von „der Politik“, sondern wir wenden uns kopfschüttelnd bis verzweifelt ab von Politikern und Unternehmensführer*innen, die ihre Übermacht nutzen, um uns gemeinem Volk die Alternativlosigkeit ihres Egoismus unterzujubeln.
    Allein, ich habe Zweifel, ob es Leute wie @rezo_music richten werden. Er benennt vielfach das Richtige, verheddert sich aber in den Details, und die sind wichtig in dem Moment, wo man konstruktiv gestalten, also „Politik machen“ will.
    Bei den Grünen bin ich da als Wählerin und Mitglied etwas optimistischer, aber auch sie (wir) müssen sich erstmal beweisen. Haben Sie schon einmal in Ihrem Freundeskreis die Nutzung des Fahrrads für den Arbeitsweg andiskutiert? Oder gar, dass Kinder zu Fuß zur Schule gehen können? Stellen Sie sich auf harte Debatten ein! Und was ist, wenn die Energiewende Strom und Gas weiter verteuert? Wenn der Preis der Butter und der Brötchen aus ökologischer Überzeugung unterm Strich mehr kostet, als eine wie auch immer geartete Grundrente oder Kindergelderhöhung einbringen? Was, wenn in Wolfsburg und Stuttgart 10000e den Job verlieren, weil ein Elektromotor weniger komplex ist?
    Ich hoffe, dass es trotzdem einen politisch initiierten Wandel gibt!
    Schönen Himmelfahrtstag.

    • Nikolaus sagt:

      Rezo wird’s nicht richten. Ist auch weder sein Anspruch noch seine Aufgabe. Aber er versucht, Menschen (auch in der CDU?) auf dasselbe zu stoßen, was DD hier schreibt.
      Hoffentlich hilft’s!

    • Schip sagt:

      Vieles hängt mit vielem zusammen und was kein Anarchist oder Egoman gerne hört: Manchmal muss man die Leute zu Ihrem Glück zwingen oder anders ausgedrückt Gemeinschaft unter Regeln stellen – eine zivilisatorische Errungenschaft, man nennt es Grundgesetz oder Verfassung. Und für den Kampf um Demokratie hat mancher sein Leben gelassen. Firmen sind eher diktatorisch strukturiert und es geht nicht ums Leben, nur um die finanzielle Existenz, tendenziell.

    • MK sagt:

      Was erstaunlich gut hilft, ist
      a) Vorbild -> selbst das Auto weniger nutzen beispielsweise und
      b) immer und immer wieder diskutieren. In meinem Umfeld haben sich schon einige gewandelt. Ja, es ist anstrengend, aber den Planeten für Menschen bewohnbar zu erhalten ist die Mühe wert.

  3. Harry sagt:

    Ist es nicht eher ein Kommunikationsthema?
    Die Älteren informieren sich über Zeitungen und „Tagesschau“. Dies kennen und nutzen die Politiker, als ihr Hauptkommunikationsmedium.
    Die U30 Generation nutzt diese Medien aber kaum.

    Beide Gruppen verwenden auch eine andere Symmetrie der Kommunikation. Die Medien der Älteren sind eher „push“ Medien, in denen Journalisten die Nachrichten auswählen und aufbereiten. Die Medien der Jüngeren sind eher „pull“ Medien, bei denen der Verbraucher stärker entscheidet.

    Ob Informationen, Entscheidungen und Aktionen aber besser werden, wenn die „pull“ Gruppen immer kleiner und damit schneller werden, während die Probleme immer „komplexer“ und langwieriger werden. Dies werden noch interessante politische Prozesse werden. Erst tun, und sich dann um die Folgen kümmern, sollte dann immer mehr zum Maßstab entwickeln.

    • Schip sagt:

      Panoptikum: wenig Push, viel Pull.
      Attracktikum: viel Push, Pull als lokale Blase.

      Das scheint die Tendenz zu sein.

      Was dadurch kommt scheint nicht nur Gut zu sein.

  4. Hilde sagt:

    Fordern wir nicht zurecht vom Wähler, nicht auf die „einfachen Antworten der Populisten“ hereinzufallen? Jedoch wenn dann die CDU sagt, die Dinge seien kompliziert, dann ist es uns aber auch nicht recht. In der Tat ist eine zuverlässige Energieversorgung eines ziemlich großen und wichtigen Industrielandes kein Kinderspiel. Mit Panikmache seitens Greta („nur noch 11 Jahre“) und den einfachen Antworten der Grünen kommen wir hier auch nicht weiter.

    • Gunter Dueck sagt:

      Es passiert aber nichts, man streitet um Trassen etc. Und die Regierenden sagen fast wörtlich: „Es ist nicht unser eigener Anspruch, die Klimaziele zu verfehlen.“ Das ist die Management-Codierung für: „Wir haben immer noch keinen richtigen Bock, jetzt zu arbeiten.“

      • Hilde sagt:

        Ich bin mir nicht so sicher, dass „nichts“ passiert – aber es passiert womöglich das Falsche: man rennt möglicherweise sinnlosen Themen hinterher und vergisst dabei das Wesentliche. Zum Beispiel wird nirgends diskutiert, wie sinnvoll es ist, mit unglaublich hohen Summen eine Erderwärmung aufhalten zu wollen, ohne zu wissen, ob das überhaupt geht. Stattdessen könnten wir ja mal darüber sprechen, ob man das Geld nicht in lieber in Adaption und neue Geschäftsmodelle stecken sollte. Beispielsweise können die Niederländer sehr gut Dämme bauen: damit ließe sich so manche Insel vor dem Untergang retten. Und wo das nicht geht siedelt man um und baut neue Städte woanders auf. Dabei kann man dann gleich vernünftige Infrastruktur aufbauen (Wasserleitungen, Strom, Straßen) und am Ende sind die Leute da glücklicher.

        • Gunter Dueck sagt:

          Ein Prozent der Fläche von Marokko mit Solarzellen reicht für Europa. Die DEUTSCHEN Autos in den USA erfüllen harte Abgasnormen. Schweden hat die Klimaziele für 2030 ungefähr jetzt schon erreicht…Ist es zu viel verlangt, Autos hier mit Abgasnormen zu liefern, die für die USA schon gebaut werden? Muss man Braunkohle abbauen? Das sind keine komplizierten Verordnungen. Kann man einfach beschließen. Dämme? Wangerooge hat 1500 Einwohner und 20 km Küste, pro Kilometer Damm kostet so 20 Mio. Euro… Na, bei Irland lohnt es sich vielleicht, 1400 km Küstenlänge…und wie Sie sagen: Man rennt Themen hinterher und diskutiert, ich will aber Ergebnisse.

          • Hilde B sagt:

            Sie schlagen aber jetzt nicht vor, Marokko militärisch zu erobern, um es für Europas Stromversorgung mit Solarzellen zuzupflastern?
            Im Ernst: der Strom müsste dann ja auch erstmal nach Europa und anschließend noch in die Industriestandorte in Deutschland gelangen. Das ist Utopie.

          • Gunter Dueck sagt:

            Dann geht es mit ein bisschen mehr Kosten auch in ganz Spanien. Spanien verbrennt gerade, kein Wasser, aber Sonne satt. Liegt in der EU, muss nicht erobert werden. Der Strom kann direkt in Wasserstoff verwandelt werden und wir haben dann die Zellen als Energie (auch für Autos und Haushalte). Den Wasserstoff kann man übrigens auch von Marokko (ist eben billiger zu produzieren, weil mehr Sonne) aus mit Schiffen herbringen. Es gibt so irre viel Sonnenenergie, dass der Transport von Wasserstoff auch „nichts kostet“, energetisch gesehen.

          • und wenn es 5% wären. Wieso ist bei Strom aus Marokko sofort die postpolitische Konstruktion „Militär“ erforderlich. Bei Öl aus Saudi Arabien oder Gas von Putin stellt die Frage auch niemand. Ahh, weils halt nur dort Öl und Gas gibt. Aber es ändert doch nix. Dann werden halt die Marokkaner reich für Landverpachtung. Und das krasseste: Die für mich heftige Fehlbewertung der Wirtschaftlichkeit. Öl und Gas kosten per se nichts, ok, müssen aber mit gigantischen Betriebskosten aus der Erde geholt und verarbeitet werden und es wird weniger. Strom von Sonne und Wind ist auch da ohne Ende. Habe gelesen 12000 mehr wie nötig. Da kommt plötzlich der Wirkungsgrad ins Spiel. Wie irr ist das. Ich habe nur einmal Invest und dann wenig Betriebskosten. Is doch egal wieviel Leitungsverluste ich habe. Genaus so power to gas. Lohnt sich nicht! Wieeessoo? Ist doch egal, ob ich von 100% umsonst, 50 oder 80% verliere. Was ist mit Verbrennungsmotor: Wirkungsgrad auch nur 30 %. Da ist es egal. Wir leiden unter massivem Mangel an Urteilskraft und das schafft die Möglichkeit der Manipulation und der Akkumulation von Interessen. Für mich das zentrale Thema: Informationsasymmetrie und Urteilskraft.

          • Jens H. sagt:

            Wenn Strom direkt in Wasserstoff verwandelt wird um ihn zu transportieren und den Strom wieder zurück zu gewinnen, ist das auch nicht sehr klug. Außerdem ist Wasserstoff hochexplosiv. Bei einem Unfall – nicht auszudenken was passieren kann.
            Lieber alle Dächer in Deutschland mit Solar ausrüsten und dezentral verwalten (natürlich per Software). Den Überschuß an Strom in unterirdischen Puffer-Akkus speichern.

          • Gunter Dueck sagt:

            Batterien sind sehr teuer und in der Herstellung umweltschädlich… sorry… und Spanien hat noch mehr Sonne durch die Klimaverschiebung als hier und wird kein Problem haben, große Flächen mit Panels industriell zu betreiben. „Alle Dächer in Deutschland“ ist dagegen in allen Aspekten viel zu teuer.
            Schauen Sie bei Amazon, was ein Akku kostet: https://www.amazon.de/dp/B07D14MN4Y/
            Der kostet über 400 Euro und speichert nicht einmal eine Kilowattstunde, wiegt 5,6 Kilo.

  5. Schip sagt:

    Mein Vorgesetzter hatte mir mal in Kritikfähigkeit ein „outstandig“ gegeben (ich hatte mich rückversichert, dass wir hierunter dasselbe verstehen). Das war das mir sympathischste und emphatischste was er mir je entgegengebracht hatte. Kritik an Ihm, oder an von ihm mitgestalteten Arbeitsbedingungen, konstruktive, die hat er meist weggewischt oder bagatellisiert. Ansonsten ist er (für mich) ein Unsympath.

    Dabei muss ich ihn sogar in Schutz nehmen.

    Denn obwohl sich der Wert „unserer“ Firma in den letzten 7 Jahren „nur“ verdreifacht hat, hat sich der Anteil des ChefChefChefs verneunfacht.

    Und dass soll so weitergehen.

    Neben dem laufenden Gehalt, welches, OK, nur 5mal höher ist als dass des Normalangestellten, welches im Mittel mit Faktor 1,02 steigt.

    Da strengen wir uns doch alle gerne an, bis zum Umfallen, bei soviel Identifikation der Chefs mit dieser Firma.

    Geld ist beweglicher als ein zuhause und Zugehörigkeit.

    Nicht nur Finanzjongleure verarschen uns schleichend. Aber hat man einen, dann ist dass wohl schonmal generell sicher.

    Ich bin für die Vergütung von Risiko, denn sonst würden Chancen ja nicht genutzt. Was mich echt stört ist das die Verhältnismäßigkeit zu oft verlorengeht und nationale politische Kräfte gegen wirtschaftliche so gut wie machtlos sind. Darwin läßt grüßen.

    Aber sicher, unter bestimmten Umständen fällt der Jobwechsel leicht. Nur, ist es woanders nicht das Gleiche?

    Ein hoch auf die Selbstständigkeit, wie immer die sich auch zeigt. Es läuft schon genug einfach nur mit.

    Und sicher irgendwie ist vieles besser in Mitteleuropa als vor 500 Jahren. Nur, so banal ist es nicht und dann absolut gesehen auch falsch, denn vieles hat sich auch verschlechtert oder wurde als Problem in die sogenannte 2. und 3. Welt „exportiert“.

    Haleluja und schönen Vatertag auch!

  6. Schip sagt:

    Ich meine somit sind wir alle Handlanger der Durchkapitalisierung geworden und kommen da nur durch Disruption wieder raus, wetten?

  7. Günter Schmittberger sagt:

    Seit Jahren wird darüber diskutiert, dass die Reichen immer reicher werden, aber nicht genug dafür getan, dass Konzerne und Superreiche ihre Steuern zahlen. Arbeitseinkommen werden höher versteuert als Kapitaleinkünfte. Echte Wertschöpfung wird wenig Wert geschätzt, dem Kasinokapitalismus wird gehuldigt. Wo bleibt die dringend notwendige Finanztransaktionssteuer, wo die überfällige Vermögenssteuer, wo die angemessene und wasserdichte Erbschaftssteuer?
    Damit könnten nicht nur unsere Infrastrukturen und Klimaschutzmaßnahmen sondern auch ein bedingungsloses Grundeinkommen finanziert werden. Dann würde uns die digitale Transformation auch nicht so kalt erwischen. Wir könnten ihre Chancen ergreifen, ohne verlorenen Jobs nachzutragen. Wir würden viele gut bezahlte Pflegeberufe schaffen, die dringend benötigt werden.
    Mir hat der Wahl-O-Mat übrigens sehr geholfen, mich von den „etablierten“ Parteien abzuwenden und VOLT meine Stimme zu geben, die jetzt wenigstens eine Vertreterin oder einen Vertreter ins Europaparlament werden schicken können. … Dabei gehöre ich mit meinen 66 Jahren sicher nicht mehr zu der jüngeren Generation.

  8. Uli Treml sagt:

    Ich glaube, dieser Beitrag findet viel Zustimmung. Uns allen steht es frei, sich politisch zu betätigen und was zu verändern. Es täte den Parlamenten gut, wenn sie nicht voll von Juristen sind. Wie wäre es, Herr Dueck?

    • Heiko Wagner sagt:

      Bin ich voll dabei. Lieber Herr Dueck, warum lassen Sie sich politisch nicht aufstellen? Darauf warte ich seit 2010. Sie brauchen sich nicht mehr um ihre Kinder sorgen haben etwas Luft und kennen vor allen Dingen einige politische Bühnen. Sicherlich werden einige vor Ihnen Angst haben, aber Sie werden mehr akzeptiert als z.B. die Youtuber . Ich kann mich noch erinnern als Sie 90 s sprechen durften, da habe ich Sie auch schon angeschrieben. Sie kennen die „Netzgemeinde“ und viele dieser kennen vor allen Dingen SIE. Wie wäre es, Herr Dueck?

  9. Metin S. sagt:

    Sie haben vermutlich den Nagel auf den Kopf getroffen. In dem ganzen Gejammere der CDU ging es nur darum, dass die YouTube-Jugend sie nicht versteht. Dabei hat Rezo rein inhaltlich argumentiert. Antworten auf seine schweren Vorwürfe der Untätigkeit, Inkompetenz, Vetternwirtschaft und selbst Korruption wurden abgewiegelt nach dem Motto: „Das versteht ihr nicht. Das ist alles sehr kompliziert.“ Erfahrungsgemäß ist es eben nicht komplizierter als es aussieht, sondern wird nur kompliziert durch die Verflechtungen der Politik, die der Wähler gar nicht will.

  10. Hilde Barnebie sagt:

    „Verblendung heißt: ‚Verstehe dich selbst keinesfalls, um keinen Preis. Wer dich kritisiert, muss wohl ein Feind sein.‘“

    Ja, Herr Dück, das gilt wohl offenbar auch für Sie selbst – sonst würden Sie hier auch kritische Kommentare freischalten. Offenbar sind Sie nicht an Diskussionen interessiert.

  11. Prof. Richard Ervins sagt:

    Es gibt noch einen Grund, warum weder die CDU, noch die SPD mit der aktuellen Situation fertig werden können. Sie werden jetzt höchstwahrscheinlich doch diese Arbeitsgruppen bilden und sie werden viel Geld in die „Außenkommunikation“ und noch mehr in Kampagnen bei den digitalen Medien investieren. Dabei werden die Entscheidungsträger und ihre Zuarbeiter weiterhin übersehen, dass es gar nicht um die „digitalen Medien“ und die Kommunikationsformen geht, sondern um die Inhalte. Die Inhalte waren seither nämlich gar nicht ihr eigentlicher Fokus, sondern ihr persönlicher Einfluss und der Machterhalt. Die zentralen Faktoren konnte man sich (nicht nur in der Politik) bislang mittels ausgeprägteren Rhetorikfertigkeiten, Loyalität und „Radfahren“ (um einen etwas komplexeren Zusammenhang verkürzt auszudrücken) erkaufen. Diese Art zu denken tragen Paul Ziemiak und AKK gerade nach außen, ohne darüber nachzudenken. „Regeln“ müssen gelten und das „direkte Gespräch“ wird gesucht. Damit könnten sie ihre Stärken wieder zur Geltung bringen, die sie auch in ihre jeweiligen Positionen gebracht haben und die für sie so gut funktionieren.

    Solange eine Partei so aufgebaut ist, dass sich die Innenkommunikation hauptsächlich auf die Aufpolierung des eigenen Images und dem Machtzugewinn bzw. Machterhalt konzentriert – wird es für ausreichend konstruktive Prozesse nicht reichen. Diese Art der Kommunikation kann man auch nicht über Nacht ablegen. Sie ist ja schon fast in den Genen verankert. Daher kann man auch nicht so schnell auf die jetzt benötigten Kommunikations- und Auseinandersetzungsformen umschalten, zumal sie ja auch zuerst noch erlernt, verinnerlicht und eingeübt werden müssten. Die „Jugend“ ist zwar etwas besser dran, aber gerade ihr fehlen durch die brutalen und extrem verkürzenden Kommunikationsstrukturen in Schule und Studium und – ironischer Weise – in den sozialen Medien, das notwendige Rüstzeug, um wirklich einen Umschwung hin zu bekommen.
    Und da hat Gunter Dueck wie immer Recht: Die Ratgeber werden die Situation nutzen und viel Zeit investieren – in eine Schlacht, die sie und ihre Klienten nicht gewinnen können, die ihnen aber die Kalender und Konten bestens füllen wird. Die Machterhaltungsstrukturen werden sie nicht antasten. Ihre Klienten bekommen aber das Gefühl in die richtige Richtung zu gehen und sie werden nicht verstehen, warum draußen schon wieder der Shitstorm tobt…

  12. Thomas sagt:

    Ich hatte mal meine Geldbörse verloren , da war sie weg !
    Haben die Parteien verloren, wie beschrieben, sind dieselben etwa weg ?
    Greta Thunberg macht genau das, was die Regierungen wollen. Sie ist nicht Opposition, sondern strategischer Baustein der geplanten Veränderungen zur totalen Entmachtung und Kontrolle des Bürgers. Der Staat, also die Gemeinschaft der angeblich souveränen Bürger, hat sich zum Raub der Parteien ( eingetragener Vereine also, die lediglich bei der politischen Willensbildung mitwirken sollen) machen lassen und die Beraubung geht weiter, vielleicht ohne Nahles oder Amthor, unter anderem Personal eben und unter dem Einsatz der „bewährten“ Demokratiesimulation. Das System funktioniert so sachgerecht, dass selbst eine Großzahl der Beteiligten nicht mal wissen, wemm sie wirklich dienen und wes geistes kind sie sind. Dem Zweifler sei Maciavelli, Gustave Le Bon und Edward Bernays empfohlen. Sollange die Fragen die Marx gestellt hat nicht beantwortet sind und die Produktionsmittel im Eigentum aller Bürger stehen, wird sich die Geschichte bis zur Selbstvernichtung wiederholen. So einfach ist das ! Die Elite wird vor nichts zurückschrecken und meine persönliche Prognose lautet;
    ab dem Jahre 2026 beginnen die massiven Wohlstandseinschnitte,
    2035 haben wir ein faschistisch europäisches Staatsgebilde, 2040 den großen Krieg und wir beginnen erneut auf dem Niveau der Steinzeit.

  13. Thomas sagt:

    Ich hatte mal meine Geldbörse verloren , da war sie weg !
    Haben die Parteien verloren, wie beschrieben, sind dieselben etwa weg ?
    Greta Thunberg macht genau das, was die Regierungen wollen. Sie ist nicht Opposition, sondern strategischer Baustein der geplanten Veränderungen zur totalen Entmachtung und Kontrolle des Bürgers. Der Staat, also die Gemeinschaft der angeblich souveränen Bürger, hat sich zum Raub der Parteien ( eingetragener Vereine also, die lediglich bei der politischen Willensbildung mitwirken sollen) machen lassen und die Beraubung geht weiter, vielleicht ohne Nahles oder Amthor, unter anderem Personal eben und unter dem Einsatz der „bewährten“ Demokratiesimulation. Das System funktioniert so sachgerecht, dass selbst eine Großzahl der Beteiligten nicht mal wissen, wem sie wirklich dienen und wes geistes kind sie sind. Dem Zweifler sei Maciavelli, Gustave Le Bon und Edward Bernays empfohlen. Sollange die Fragen die Marx gestellt hat nicht beantwortet sind und die Produktionsmittel im Eigentum aller Bürger stehen, wird sich die Geschichte bis zur Selbstvernichtung wiederholen. So einfach ist das ! Die Elite wird vor nichts zurückschrecken und meine persönliche Prognose lautet;
    ab dem Jahre 2026 beginnen die massiven Wohlstandseinschnitte,
    2035 haben wir ein faschistisch europäisches Staatsgebilde, 2040 den großen Krieg und wir beginnen erneut auf dem Niveau der Steinzeit.

  14. … doch, es geht noch weiter. Die narzisstische Persönlichkeitsstörung möge man unter wikipedia mal suchen bzw finden. Das ist mehr, geht tiefer, weiter. Glyphosat ist nur in USA krebserzeugend, in Deutschland aber gar nicht. In Deutschland spricht man bei Motorensteuerungen freundlich von Schummelsoftware, in USA wird man mit Milliarden wegen Betruges zur Kasse gebeten. Große Banken kriegen den Hals nicht voll, in USA werden sie ebenfalls wegen Betruges zur Kasse gebeten, in Deutschland bekommt der Vorstand Absolution- wie die Welt doch so klein ist. In Deutschland wird Not und Angst von Millionen Menschen nicht ernst genommen, beschwichtigt oder verstärkt, wie es gerade passt. Wenn unsere Rentner erst mal dahinterkommen, dass man außerhalb Deutschlands für $400 ein tolles Haus auf 1 Hektar Boden inclusive einer Haushaltshilfe bekommt, würde sich sicher etwas auch bei den Politikern ändern. Aber eigentlich nun doch nicht so, weil die ja vielfach nur eine Projektion ihrer selbst sind- Hirnblähung und Unfehlbarkeit liegen da dicht beisammen.

  15. Schip sagt:

    Was ich meine ist, dass es einen Unterschied gibt zwischen genutzter Chance und Ausbeutung und zwischen Verblendung und Authentizität bzw. Zugehörigkeit. Das sind ja in den meisten Kontexten sogar Gegensatzpaare in Dichotomien, deren Begrenztheit allein durch Vereinfachung gegeben ist.

    Dennoch sollte mein Punkt damit deutlich genug sein und natürlich muss der ausdifferenziert werden.

    Genau darum dreht es sich, wenn junge Menschen nicht mehr „Volksparteien“ wählen, weil keine Teilhabe mehr empfunden wird.

    Es braucht sowenig Europa wie nötig und soviel Regionalität wie möglich, wer braucht noch Nationalstaaten?

    Und wer schafft die ab?

    Fragen über Fragen!!!

    Ich denke ich bin als kapitalistischer Hai ungeeignet. Hoffentlich habe ich trotzdem ein Bleiberecht auf diesem Planeten, in dieser Gemeinschaft!!!

    Übrigens schätze ich Wettbewerb und Leistung sehr.

    Wie passt das zusammen.

    Evtl. erfahre ich das noch vor meinem Ableben…

  16. Heinrich Maiworm sagt:

    Greta, Rezo und die nach ihnen süchtigen Medien täuschen darüber hinweg, dass weitaus mehr junge Leute sich mit dem Tunen ihrer Mofas und Scooter beschäftigen, als mit Umweltpolitik; deren Eltern machen am Wochenende einen Ausflug mit ihren Motorräder und grillen anschliessend; deren Grosseltern lassen für den Kilometer zum Lieblingsitaliener ihren SUV nicht mal vor der Garage stehen.
    Bisher haben Volksparteien es geschafft, Gegensätze unter einen Hut zu bringen, das wird immer schwerer.

  17. Name sagt:

    Kann man nach wie vielen Jahre nun endlich mal bitte diesen elendig unergonomische dunkelgrau-auf-hellgrau-Buchstabenmatsch in was leserliches CSS-en? Ich würde die Kommentare gerne lesen, aber ich kriege Augenkrebs davon. Ich hatte das ja schon mal angemahnt, aber mit der Identifikation des Autors mit dem Leser ist es wohl eben auch nicht so weit her.

    • Schip sagt:

      Hahaha. Einfach woanders weiterlesen. Schönen Gruss!

      (…oder die Kritik bitte konstruktiven und verständlicher formulieren. Danke!)

  18. Helmut Lehmeyer sagt:

    Danke Herr Dueck!

    Ein Punkt fehlt mir in der Story der Verblendung: Was bedeutet immer dieses „besetzen“?
    Auch wenn wohl Werbeagenturen technisch erfolgreich damit werben, in den Reihen der politischen und wirtschaftlichen Protagonisten. Die Konzerne allerdings müssen recht zeitnah irgendwann liefern, sonst setzt es was von den Analysten, Aktionären oder wenn es zu doll war, von der Börsenaufsicht.

    Um glaubhaft und vor allem authentisch und über die Dauer dann auch stringent beim aufmerksamen Beobachter zu wirken, ist mehr nötig als ein Thema nur zu „besetzen“.

    Besetzen heißt doch nur den Claim abstecken um zu verhindern, dass diesen Flecken jemand anderer „besetzen“ kann. Was für eine sprachliche Oberflächlichkeit, was für eine Finte um den Wähler zu fangen, ohne auch nur den Hauch der Verbindlichkeit damit zu verknüpfen. Es wird fast verlogen, genau dieses krude Verhältnis zum zu besetzenden Gegenstand, fast abfällig ausgedrückt. Es geht nicht darum, aus Überzeugung oder durch Argumente überzeugt zu sein, in der Konsequenz dann auch langfristig danach zu handeln und alle Entscheidungen daran auszurichten. Nein es heißt nur, dieses Thema ist jetzt geblockt für die anderen, es gehört jetzt uns.

    Besetzen heißt ja nur ein Thema an sich zu reißen, es ist ein Mittel zum Zweck den Wähler zu fangen, weil es sonst andere tun würden. Es ist ein technischer Vorgang, ein Marketing taktischer Trick, keine Handlung aus der Überzeugung heraus etwas zum „besetzten“ Thema voran zu bringen– und genau das ist die Krux. Genau dass nervt ungemein und ich glaube nicht nur mich.

    „Beurteile einen Menschen lieber nach seinen Handlungen als nach seinen Worten; denn viele handeln schlecht und sprechen vortrefflich.“ Matthias Claudius

    Und nichts anderes hat REZO getan, er hat einen Strich unter die letzten Dekaden gezogen und mal zusammengerechnet. Bei aller berechtigten Kritik, REZO hat eine beachtlich detaillierte Liste geliefert. Darin wird die Diskrepanz zwischen medial/verbal „besetzten“ Themen die die Union für sich beansprucht und dem tatsächlichen Handeln herausgearbeitet. (Faktencheck eines Klimatologen: https://scilogs.spektrum.de/klimalounge/das-rezo-video-im-faktencheck/ Auch die Kommentare sind lesenswert)

    Resultat, die Union und die rest-SPD haben zwar viele Claims abgesteckt und „besetzt“ aber überraschend wenig Resultate gefördert – seit einigen Dekaden. Oft sogar vorne herum medial „besetzt“, aber über den Umweg über die EU, hinten herum dagegen gearbeitet – das ist dann allerdings zwar nicht mehr albern, dafür aber erhalten die Täter überraschend wenig Widerspruch und kommen damit regelmäßig durch.

    Egal ob aus „Torheit und Unvernunft“ oder als „Zwangszusammenhang“ eines noch nicht mit dem Willen und Bewusstsein abgeglichenen historischen Prozesses. In der modernen Deutung bedeutet Verblendung nichts anderes als Realitätsverweigerung. Und „besetzen“ ist ein modernes auch von Populisten genutztes Mittel, ein wirksames Werkzeug, um den Schein also die Fassade dieser Verweigerung zu wahren. Egal ob vor sich selber, oder/und vor seinen vermeintlichen „Anhängern“.

    Ich bin mir nicht mal eindeutig sicher; ist Verblendung ein eher bewusster oder in Teilen absichtlicher Vorgang? Schließlich leben wir ja jeder in seiner persönlichen uns selbst angefertigten Bubble und wir wissen doch ganz genau, dass es so ist, oder?

  19. Andrico sagt:

    „Parteien und Konzerne verlieren,
    weil sie nicht verstehen, warum sie verlieren…“
    …weil sie sich vor allem für sich, und nicht für ihre „Zielgruppe“ interessieren und engagieren.
    …weil sie kein fixes Bild der Zukunft sehen und daher Angst haben. (schlechter Antrieb)
    Es gibt aber keine bewährten Erfahrungen für eine neue und unbekannte Zukunft.
    Das braucht Mut, der offensichtlich fehlt, denn: Wer scheitert schon gern?
    Doch wenn
    …eine Bank 33% mehr verlangt für eine digitale Dienstleistung, die tatsächlich fast nichts kostet, ohne Mehr-Leistung zu liefern,
    … ein neues 5G-Smartphone beworben wird, in einem Land, in dem 4G faktisch nicht existiert,
    dann ergeben sich ganz einfache Aufgaben:
    …Fintechs fördern
    … 5G-Netz bauen
    Dies sind nur Beispiele, aber
    NICHTS davon ist „kompliziert“ oder „zu komplex“ (was wohl eher meint: „Sei still. Das ist nichts für kleine Kinder = Bürger.“)
    Es braucht einfach nur Mut.
    MUT – zu agieren, zu wählen, auszuprobieren, zu investieren – bevor Katastrophen an die Tür klopfen.
    Mut soll gefördert werden, nicht Neid und Missgunst.
    Nutzen soll belohnt werden, Schmarotzen abgestraft werden.
    Ganz einfache Dinge – die aber Engagement verlangen, Engagement für Andere – für Bürger, Kunden und Mitarbeiter.

  20. Christoph sagt:

    Tja, wir haben halt keine Volksvertreter, sondern nur noch Volksverwalter… aber die wählen wir ja auch

  21. Hans F. Mayer sagt:

    Hallo Herr Dueck,
    alles prima- aber der Superlativ GAU reicht völlig.
    Heisst nämlich jetzt schon: Grösster anzunehmender Unfall!

  22. Rainer Wiesenfarth sagt:

    Ich würde die Politiker nicht generell als machthungrig und verblendet sehen. Ich bekomme eher zunehmend das Gefühl, dass sie „der wahren Welt entrückt“ sind. Es ist unbestritten, dass das Umfeld den Menschen prägt und seine Grundeinstellung beeinflusst. So sehen doch viele arabische Frauen in ihrem Heimatland kein Problem mit ihrer Rolle, eben weil es in ihrem Umfeld zur Normalität gehört und sie nichts anderes kennen (bitte jetzt in Antworten nicht auf diesem eventuell schlechten Beispiel herumreiten).

    So ähnlich ist es doch mit den Politikern: Wer sich nahezu ausschließlich mit Lobbyisten und Wirtschaftsführern umgibt, verliert zwangsläufig die Sicht auf die Mehrheit der Bevölkerung. Im Extrem führt das dann zu einem Weltbild a la Trump – mir fällt gerade das „ich trinke doch keinen fünf Euro Fusel“-Zitat des SPDlers(!) Steinbrück ein…

    Mit Rückblick auf die letzten 70 Jahre denke ich auch, dass sich diese Entwicklung noch verschlimmern wird. Nach dem zweiten Weltkrieg war (fast) jeder „unten“, auch die Politiker. Durch das Wirtschaftswachstum und die sich immer weiter öffnende Schere zwischen „oben“ und „unten“ verlieren auch die Politiker die Bodenhaftung mehr und mehr. Die Wirtschaftsbosse ja sowieso.

  23. Joachim Schnurrer sagt:

    Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des Lobbyisten widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden usw.

    Und ein Beispiel zum CO2-Thema: In Irsching bei Ingolstadt stehen zwei der effizientesten Gaskraftwerke der Welt! Aber sie stehen still, derweil wir Braunkohle subventionieren.

  24. Adalbert Lochte sagt:

    In der „Zeit“ übte R.v.Weizsäcker 1992 schwere Kritik an den deutschen Parteien. Er kritisierte, dass sich der Einfluss der Parteien auf die gesamte Gesellschaft ausgeweitet habe. Sie seien längst zu einem sechsten „Verfassungsorgan“ geworden, aber, im Gegensatz zu den anderen, keiner Kontrolle unterworfen. Weiterhin führte er aus, dass das vorrangig Ziel der Parteien sei, die nächste Wahl zu gewinnen und nicht langfristig Probleme dieses Landes zu lösen.

  25. Karlos Kannajeda sagt:

    Prof. Dueck, Sie treffen den Sargnagel gekonnt auf den Kopf! Die gottgleichen Oberhäupter fordern weiterhin Ihre Opfergaben, was fällt uns denn hier ein den Tribut zu verweigern! Schmunzelnd erinnert man sich an https://de.m.wikiquote.org/wiki/Gustav_von_Rochow
    . Weniger schmunzelnd kommt zeitgleich Sorge auf, dass die Weimarer Republik 2.0 zum 4 deutschen Reich führt, in dem die Idiokraten dann auch noch unser Grundgesetz und all die Bürgerrechte, die unsere Vorfahren mit Tränen und Blut erkämpft haben usurpieren. Wir sind bestens beraten, uns jetzt nicht den Schneid abkaufen zu lassen. Bürger, an die Cybermistgabeln!

  26. isy3 sagt:

    Diese Diagnose stimmt. Unser Staat sammelt eine Menge Geld ein und verwendet es dann gerne auch einmal so, dass Wählerstimmern davon „gekauft“ werden. Klientelpolitik nennt man das. Volksparteien gehen halt einfach nach Masse. Demographisch sind natürlich die Babyboomer der Jahrgänge 1957 bis 1967 am wichtigsten, also fällt die Jugend bei den Politikern kurzerhand unter den Tisch. Man verspricht lieber den vielen Rentnern und Bald-Rentnern kurz vor der Wahl mehr Geld, das für die Jugendlichen und die Zukunft dann fehlt . Und wie schon seit Jahrzehnten an der Bildung gespart wird, ist ohnehin ein Skandal.

    Die beklagenswert hohen Mieten sind übrigens ein Phänomen, dass sich lange abzeichnete. Wenn die Menschen weniger Steuern und Abgaben zu zahlen hätten, könnten sie sich die gestiegenen Mieten auch wieder leisten oder gar ein eigenes Häuschen. Seltsam, je ärmer der jeweilige Staat, desto mehr Menschen haben Wohneigentum. Am meisten in Rumänien und Griechenland, am wenigsten in Deutschland. Nur in der Schweiz gibt es prozentual noch mehr Mieter als hierzulande. Also wird wieder Politik für die Mehrheit, die Mieter, gemacht. Allerdings darf das unterm Strich den Staat auch wieder nichts kosten. Kurz vor jeder Wahl gibt es wieder Versprechen der Politik, die Mieten zu deckeln, den Mieterschutz zu erhöhen und für die Umwelt macht man neue Bauauflagen, die soll der Bauwillige bezahlen. Das passt aber nicht mehr zusammen. Wo ist denn da noch der Anreiz, privat ein Miethaus zu bauen? Es wird alles totgeregelt. Die Zukunft wird geradezu verbarrikardiert. Ich möchte heute nicht mehr jung sein.

  27. Djordje Gladovic sagt:

    Ich sehe das etwas differenziert, obgleich ich die hier dargestellte Meinung durchaus teile. Aber die primäre Aufgabe von Politikern ist den Weg zu ebnen. Umgesetzt wird dann von Industrie, Bürgern und letztendlich den Menschen. Im Bereich Digitalisierung sehe ich zum Beispiel gar nicht mal die Politik und die Industrie (einschließlich Lobbyisten) als das ausschließlich hemmende Problem. Es sind häufig die Menschen, die die Digitalisierung (meist unbewusst) ausbremsen. Veränderungen sind immer gleichbedeutend mit dem Verlust von Komfortzonen. Als Mitarbeiter muss man sich plötzlich neu aufstellen: ganz schlimm, erneut lernen und äußerst dramatisch, Fehler machen und eingestehen. Viele wollen das nicht! Private Interessen haben hierzulande enormen Vorrang, mit neuen Themen sollen doch bitte zudem andere betraut werden, Digitalisierung ist super, solange man nicht selbst davon betroffen ist, etc. pp. Meiner Meinung nach, schieben hierzulange viel zu viele Menschen ’ne ruhige Kugel bzw. möchte eine ruhige Kugel schieben, bis die lang ersehnte Rente angetreten wird. Ganz gemäß dem Motto: Nach mir die Sinnflut. Digitalisierung reduziert sich in den meisten Köpfen auf Facebook, Google und das Smartphone. Hmmm… Mir persönlich genügt nicht ein Ruck durch die Politik, denn es muss ja auch umgesetzt werden! Wir brauchen mehr denn je einen drastischen Ruck durch die Bevölkerung! Nur da hege ich aktuell (zumindestens hinsichtlich Digitalisierung) weder bei Alt noch Jung große Hoffnungen. Wir sind ein stinkenfaules Volk geworden! Sorry, das ich das so hart ausdrücke, aber ihr dürft mich gerne mit Eiern bewerfen.

  28. Nichts anderes als die Befähigung zur Kultur wird dort behandelt. Im globalen Marktplatz fähig bereitgestellt. Das klingt nach RTL, aber ich habe bewusst dem Unterbewusstsein die Leitung übergeben, meine Sachen zu regeln. Das ist der Unterschied zw. Fatalismus und Verblendung.
    ‪So zu sein, wie man ohne Ausgrenzung dürfen können müsste ist wichtig, man darf nur nicht zu zart besaitet sein. Und nicht von sich selbst eingenommen. Warum kooperieren, wenn der Entwurf falsch ist? Weil er nicht im genehmigten Querdenken ist, was dem System letztlich noch nützt?‬
    Da sind wir beim Problem, der Volkspartei Kompass zur Moral existiert nicht mehr. Rezo hat jetzt auch keine besondere Kultur an den Tag gelegt. Es fehlt an gemeinsamen Werten, die nur in einer Kultur zu finden sind, und ich meine kein Theaterabonnement. Verrohung aller wird kein großes Anpacken anstoßen, schon gar kein gemeinschaftlich getragenes.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.