Exo-Stupide Institutionen

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Es wird stets brenzlig, wenn man das Wort dumm verwendet. Es ist üblich, ganz vorsichtig vom Dunning-Kruger-Effekt zu sprechen. David Dunning und Justin Kruger untersuchten den Unterschied zwischen dem objektiven Kompetenzgrad von Leuten und dem Kompetenzgrad, den sie sich selbst zuschreiben. Diese Differenz ist bei Inkompetenten am größten. Unfähige überschätzen sich und können Kompetenz von anderen nicht erkennen. Ich würde an der Stelle von Dunning und Kruger noch hinzufügen: Sie sprechen anderen rundweg die Fähigkeit ab, ihre Kompetenz beurteilen. Das tun sie oft gerade so, wie der Starkoch dem Restaurant-Kritiker vorwirft, nicht kochen zu können.

Wikipedia:

Der Dunning-Kruger-Effekt bezeichnet die kognitive Verzerrung im Selbstverständnis inkompetenter Menschen, das eigene Wissen und Können zu überschätzen. Diese Neigung beruht auf der Unfähigkeit, sich selbst mittels Metakognition objektiv zu beurteilen.

Na, das wissen wir eigentlich, es ist bei Autofahrern auch so: Die schlimmsten von denen finden sich „sportlich“ und sind stolz auf ihre „Multitasking-Fähigkeiten“ beim Fahren. Objektive Beweise von Unfähigkeit (Fehler, Unfälle) schieben sie auf einzelne Zufälle, Pech oder Böswilligkeit der Anderen. Loser-Talk, Ausreden und Schuldzuweisungen sind oft mit Inkompetenz korreliert. Man weiß auch, dass Kompetenz allzu gerne mit quantitativer Erfahrung verwechselt wird. Jemand, der etwas sehr oft tut, findet mit der Zeit, dass er es gut kann. Denn er lernt schon lange nichts mehr dazu. Wer aber nicht mehr dazulernt, wie es noch besser geht, muss wohl perfekt sein?

Schauen wir uns solche Phänomene in Institutionen an. Dort sind meist sehr kluge Menschen angestellt. Möglicherweise, so jedenfalls die Idee, werden die Allerklügsten von ihnen mit der Leitung dieser Institution betraut. Wir beobachten aber oft, wie dumm die Institutionen von außen aussehen, obwohl innen nur brillante Leute arbeiten. Das will ich Exo-Stupidität nennen. Besonders große komplexe Institutionen können sehr exo-stupide sein, weil sie Kritik nur dann akzeptieren, wenn sie in voller Kenntnis eben dieser Komplexität geäußert wird, also von innen; dann aber gilt sie meist als Nestbeschmutzung.

So wie der Restaurantkritiker nicht kochen kann, darf ein Schüler nicht die Lehrer beurteilen, dürfen Eltern nicht den Stand der Digitalisierung verbesserungswürdig finden, dürfen Gläubige nicht finden, dass die Kirche nicht mehr Brücke, sondern Dauerbaustelle zwischen ihnen und Gott ist. Unternehmen verstehen ihre Kunden nicht, Parteien nicht ihr potentiellen Wähler. Niedergangsstatistiken werden ignoriert. Volksparteien glauben noch, Volksparteien zu sein, nachdem sie abgewählt wurden. Deutschland als Ganzes redet sich immer noch ein, Made-in-Germany-Nummer-1 zu sein…

Lauter kluge Leute sehen von innen nicht, wie schütter das Ganze von außen aussieht. Denn sie lehnen es ab, von außen mit den Augen der als inkompetent Wahrgenommenen gesehen zu werden. „Warum ist das Impfmanagement so schlecht?“ – „Warum dauert eine simple Testamentseröffnung neun Monate?“ – „Warum geht ein Strafprozess über Jahre und noch Jahre, bis und weil sich keiner mehr erinnert?“ – „Warum funktionieren die Waffen der Bundeswehr nicht, oder besser: braucht man nicht eine Hackereliteeinheit statt alter Panzer?“ – „Warum braucht man über ein Jahr, den Kanzlerkandidaten zu bestimmen?“ Da zucken die klugen Leute von innen und antworten: „Du weißt nicht, wovon du redest. Du kennst die Komplexität nicht. Kritik von dir ist unnütz. Sie führt nicht weiter, dann aber ist sie destruktiv.“

Exo-Stupidität. Die gibt es sogar schon in Familien. „Warum streitet ihr euch immer?“ – „Das kann keiner von außen verstehen.“ Daher gibt es schon länger Familien-Therapien. Gibt es schon Therapien gegen Exo-Stupidität? Dafür müsste es doch einen großen Markt geben? Oder wird verheimlicht, dass die horrenden Beratungsetats für so etwas reserviert sind? Ich glaube, es hat etwas mit der jetzigen „Purpose-Hype-Welle“ zu tun. Die Berater verraten neuerdings den Institutionen, wozu sie gut sein sollen, denn das wissen sie nicht und bezahlen gut für diese Auskunft. Schulen sollen bilden, Banken den Wohlstand anheben, die Armee soll uns schützen, so etwas. Ich berate ja auch, ich kann helfen. Was von innen unmöglich aussieht, ist von außen oft total easy, ja, aber es ist auch wertvoll, ich meine: es muss Ihnen etwas wert sein.

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21 Antworten

  1. Ein WertURTEIL?
    Eine Wertung ist ein emotionaler Vorgang.
    Weshalb wohl?

    Sehr einfach, jedes Urteil setzt einen Maßstab voraus.
    Ein existenter Maßstab behauptet ein existentes IDEAL.

    Gelebter Sprachfetischismus in der (transzendierten) Monopoly-Spielewelt des Herrenmenschentums.

    1. In den Fällen, von denen ich sprach, braucht man gar keinen “Maßstab”, es ist schon “Mist”, was da passiert…wenn jemand Mangelhaft bringt (also vor Fehlern strotzt), dann ist der Maßstab “weniger Fehler” kein “emotionales” Werturteil…

      1. Simplifiziertes mechanistisches Weltbild
        Ihr stellt Spielregeln durch Sprachspiele auf. Diese wiederum rituelles Sprechen und Ritualismus mit sich bringen. Der Fehler liegt bereits in der Grundannahme, in der Prämisse, daß eine Sprache selbst etwas zeigen könnte.
        Formal ein Kategorienfehler, der erst durch euren eigenen Anspruch in die Absurdität führt. Mit anderen Worten ist die Voraussetzung Bullshit ergibt jede Folgerung genau das als Ergebnis.
        Da das Anbringen von Sprachsymbolen an einem Meßaufbau, _nicht_ dazu führt, daß die Wirklichkeit und damit die Natur idealisierte Sprache sein können, können Daten was zeigen? Die Natur? Die Wirklichkeit? Organisation?

        Nein, die Prämissen sind bereits untauglich, zurückhaltend formuliert:

        Philosophie sind Geschichten über Weisheit, sie sind faktisch keine Weisheit.
        Wissenschaften sind Geschichten über Wissen, sie sind faktisch kein Wissen.
        Naturwissenschaften sind Geschichten über die Natur, sie sind faktisch keine Natur.

        Der moderne Mensch versucht seine idealisierten sprachlichen Daten dann wiederum zu realisieren, in die Natur zu übertragen.

        Das Scheitern ist hier bereits widersinnig eingepreist.

  2. Kritik ist ein gefühlter Stromstoß, Dunning-Kruger vielleicht das Kurzschließen des Kabels. Dann fließt aber gar nichts mehr.

    Organisation haben eigene Regeln. Klassische Vernunft ist selten eine davon.

    Vielleicht ist die erwähnte Abwehr auch auf viele tatsächlich inkompetente Ratschläge zurückzuführen (“Warum testet ihr denn nicht die Steckdosen mit Stricknadeln hinein? Geht doch am schnellsten”).
    Ein Tipp aber für jede Firma: Danken Sie dennoch jedem Querulanten, der Sie belämmert. Irgendwann wird er Ihnen nämlich verraten, dass Ihre Website gar nicht richtig funktioniert. So viel Zeit muss sein.

    1. Inwieweit ist zu erwarten, daß die übersinnliche, übermenschliche und übernatürliche Vernunft etwas erkennen kann?
      Wie kann ein Mensch die Welt vernünftigen? Wie macht er das?
      Wie kann ein Mensch Regeln erkennen, die ja kein Gegenstand der Wirklichkeit sind?
      Oder ist das alles nur ein so tun, ‘als ob’, ein simples (Sprach)Spiel?

        1. Ich nenne das mal praktische nicht formale ‘Logik’
          oder auch Dunning & Kruger war nicht bewußt, daß sie selbst bereits ihrem eigenen Effekt unterliegen.
          Eine Lehre ist für das offensichtliche nicht erforderlich:

          Jede Regel ist ein nicht existenter Maßstab, der garantiert auch nicht erkannt werden kann, auch nicht von den heiligsten Anhänger der heiligen Vernunft.
          Vernunft ist keine Tätigkeit, sie ist die Erfindung der Philosophisterei, damit sie ihre Sprachspiele verkaufen konnten. Sie benötigten für ihre moralischen Weltanschauungen eine metaphysische Ebene, die über den Verstand ‘hinausreicht’.

          Du kannst Dich Regeln unterwerfen, indem Du so tust, ‘als ob’ sie existierten, Du spielst ein Spiel. Nicht mehr, nicht weniger.
          Das setzt wiederum voraus, daß Du die Wirklichkeit ignorierst, wenn Du Reduktionismus betreibst und so tust, als ob Du ein IDEAL betrachten könntest.

          Ludwig Wittgenstein war auf dem Weg, aber eben nicht konsequent. Auch er blieb im Sprachfetischismus hängen.

          Der Mensch, der sich selbst den Verstand absprechen muß, um eine Regel einhalten zu können, wird bereits von klein auf in diese bipolaren dialektischen Rollenspiele des Gut & Böse gedrängt.
          Hier entsteht Dein scheinbar verdummtes Maschinenwesen, die 0&1, die tendeziell mit zunehmender Moral zur ignoranten ‘NULL’ werden muß.

          Tatsächlich enstehen die scheinbaren IDEALE, die beschworene Transzendenz durch das zeigen mit Sprache auf Sprache, ein simpler Denkfehler.

          1. LIeber Franz Maria, ich wende mal meinen Blick von außen an: Ihre Kommentare klingen ganz nach sprachverliebter Selbstdarstellung. Auf mich wirkt das wie Gefasel…

          2. Sie erklären alles für nichtig. Wie regeln wir nun unser Leben? Sind auch die Naturgesetze “Schein”? Wenn ein Stein fällt, fällt er in der Regel… ist das wenigstens für Sie konkret? Regeln sind natürlich ausgedacht, es sind aber in Wirklichkeit nicht Regeln, sondern Regelungen. Eine Regelung legt den Maßstab oder die Grenze, den Richtwert etc. fest – nicht als Erkenntnis, sondern zur Orientierung. Diese Orientierung zu geben, verlangt Verstand und Einsicht.

      1. “Tun als ob” ist ein gutes Stichwort.

        Wie kann man die auswendig gelernten Fragmente von Foucault, Derrida und Latour irgendwo anbringen, ohne das jemand merkt, dass das alles nichts mit dem Thema des Blogartikels zu tun hat?

        Z.B. indem man so tut, als ob man sich mit dem Gedanken, der in dem Artikel ausgedrückt ist, auseinandersetzt.

  3. In Corona Zeiten kann man an Dummheit sterben, das ist eine andere Geschwindigkeit und Verantwortung. Unsere Systeme sind eher darauf ausgerichtet durch Ignoranz die gewünschte Lösung zu bekommen. Dem Virus bzw dem Klima ist das egal. Aktives Mitdenken und Gestalten kennt unser Schulsystem noch nicht, jeder muß also bei sich anfangen ohne Entschuldigung

  4. Sie beschreiben den Konflikt zwischen Betroffenen und Verursachern von Interaktionen. Die Einstellung zu den Bewertungen der jeweils anderen Personen sind hier völlig symmetrisch: Man spricht sich gegenseitig die Kompetenz für die vermasselte Interaktion ab. Ursache ist meistens, dass die Akteure zu wenig über Motive, Situation, Freiheitsgrade, Wissen und Erfahrungen des jeweils anderen wissen.

    Den Anderen nicht ausreichende Kompetenz zu unterstellen, ist einfacher und unangreifbarer und ungefährlicher als jede sachliche Auseinandersetzung. Das kann auf hohem sprachlichen und argumentatorischen Niveau geschehen. Siehe Ihre Replik auf den Kommentar von Franz Maria Arwee gestern: “… **besondere Lehre**, die **ich noch nicht kenne**?”

    Die “beste” Variante im Umgang mit solche Situationen ist, jeglichen Feedback gar nicht erst zuzulassen sondern über “Blitzableiter” zu erden. Schön zu sehen bei “Hotlines” und “Kundentelefonen” und nicht zuletzt bei Software-Entwicklern. Einen Bedarf für eine Wortschöpfung “Exo-Stupidität” zur Einhegung dieser Verhaltensweisen habe ich nicht.

    Ihr Schlusssatz zur sich wandelnden Argumentation von Beratern gefällt mir sehr. Sicher kein Zufall, dass in diesem Kontext oft das Thema Digitalisierung und Künstliche Intelligenz dominiert.

    1. Ich habe nach der Lehre gefragt, weil in der Kritik nur von Sprache und Sprachspielen die Rede ist. Ich werde also argumentativ angegangen wie ein Jünger von Wittgenstein, der ich nicht bin. Daher die echte Wissensfrage, ob es nun eine neuere Bewegung gibt. (Sie verstehen mich leider manchmal nicht so echt…)

      1. Ich denke, dass der Dunning-Kruger-Effekt die Konsequenz und nicht die Ursache für die Exo-Stupidität ist.

        Die Exo-Stupidität ist eine Folge der inneren Struktur. Für alle, die sich dieser Struktur unterwerfen, muss diese Struktur wichtig sein. Wenn Streiten notwendig ist, um Teil der Familie zu sein, dann muss man streiten, auch wenn es exo-stupide ist.

        Jede Struktur funktioniert immer ein Stück weit machtpolitisch und das hat zur Folge, dass sie sich von innen mächtiger anfühlt, als sie es nach außen wirklich ist. Außerdem werden durch machtpolitische Entscheidungen immer sachlich bessere Entscheidungen ausgeblendet und sind deshalb nach außen nicht wirksam.

        Je größer eine Organisation ist, um so mehr sind Wissen und Entscheidungsmacht voneinander getrennt. Das Wissen und die Kompetenz sind in der Organisation zwar vorhanden, aber sie wirken nicht auf die Entscheidungen, weil der, der die Macht hat, auf das Wissen und die Kenntnisse nicht zugreift.

        All diese Effekte führen dazu, dass die Institution exo-stupide ist, aber diese Effekte stabilisieren auch die Struktur.

        Wenn die Exo-Stupidität die innere Struktur – sprich die Macht – erhält, dann ist das für die Institution im Zweifel wichtiger, als nicht exo-stupide zu sein.

        Dann hat ein Berater, der die Exo-Stupidität reduzieren will, wohl keine Chance.

        Der Dunning-Kruger-Effekt ist dann strukturerhaltend. Im Zweifel ist es wichtiger, die Selbstwahrnehmung zu verzerren, als die innere Struktur zu verändern.

        1. Das finde ich sehr gut beobachtet.

          Organisationen werden geschaffen, um einen Zweck zu erfüllen. Exo-Stupidität könnte man umschreiben als den Fall, in dem eine Organisation ihren vorgesehenen Zweck nicht erfüllt.

          Warum ist das ein scheinbarer Widerspruch?

          Weil die Annahmen über die Natur der Organisationen falsch sind. Man nimmt weiterhin an, die Organisation existiere, um weiterhin ihren Zweck zu erfüllen, während sie in Wahrheit versucht, sich selbst zu erhalten.

          Man vergisst gerne, dass Organisationen aus Menschen aufgebaut sind, die Grundbedürfnisse haben und zur Deckung der Grundbedürfnisse Einkommen generieren müssen.

          Franklin D. Roosevelt hat dieses Prinzip durchschaut. Zur Umsetzung seiner Pläne hatte er stets neue Organisationen geschaffen. Befragt warum, soll er geantwortet haben, dass Organisationen nicht reformierbar sind und sich lediglich selbst erhalten wollen, aus geschilderten Gründen. Also schuf er neue Organisationen, die zumindest für eine Zeit lang die erwünschten Funktionen erbrachten.

          Ich weiß nicht mehr, von wem ich diese Anekdote gehört habe; ich glaube, es war Thomas Sowell.

          1. Den Zweck der Organisation zu verfolgen und deren Selbsterhaltung sind kein Widerspruch, wenn der Zweck dauerhaft verfolgt werden soll.

            Ich denke, das Problem liegt in der Tat bei den Menschen, die immer nur reale Agenten der entsprechenden Institutionen sind. Als Agenten haben sie nun einmal andere Ziele als ein externer Prinzipal. Die Agenten verfolgen immer ihre eigenen Agenden und kein noch so ausgeklügeltes Incentive-System kann das ändern.

            Was würde passieren, wenn man den Agenten einfach nicht die Macht gibt, Strukturen zu schaffen, die ihre eigene Macht erhalten?

            Würden dann die Organisationen wirklich nicht mehr funktionieren?

            Funktionieren real existierende Organisation wegen ihrer Struktur oder weil die real existierenden Menschen wissen, wie man die Strukturen ggf. umgehen kann?

            Auf diese Frage wird man je nachdem wen man fragt, sehr unterschiedliche Antworten bekommen. Vielleicht sollte man deshalb mal ein Experiment machen. Nehmen wir doch denen, die die Strukturen prägen einfach die Macht und schauen wir was passiert.

      2. Ja, nennt sich “Poststrukturalismus”. Ist neuer als Wittgenstein, aber nicht mehr so neu, entstand wohl ab den 1960ern an den Pariser Universitäten. Souffleure waren Michel Foucault, Jacques Derrida, Bruno Latour. Letzterer hat nachgewiesen, dass Ramses II. nicht an Tuberkulose gestorben sein kann (nachdem französische Mediziner Tb-Erreger in der Mumie gefunden hatten), weil im alten Ägypten das “Sprachspiel” der Tb-Bakterien noch nicht erfunden war und Ramses II. noch nicht so tun konnte, als sterbe er an Tuberkulose.

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