Realitioten oder Kassandra wird ignoriert

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64 Antworten

  1. Guten Morgen Herr Dueck,

    mich bedrückt, dass wir (als Gesellschaft) plötzlich einander unversöhnlich gegenüberstehen, obwohl wir nur in einem Punkt uneins sind. Das besorgt mich. Ich persönlich kann den zweiten Lockdown gut leben, aber in seiner Inkonsequenz ist er mir ein unangenehmer Dorn im Auge.

    Ich sehe mich in meinem Denken gefangen in Zahlenspielereien mit viel zu vielen Unbekannten.

    Vielen Dank für den Einblick in Ihre Gedankenwelt.

  2. Janix sagt:

    Geknickt? Um einen Aufrichtigen wieder aufzurichten: Wissenschaft ist wichtiger und wertvoller denn je.

  3. C. Hexel sagt:

    Ich kann ihr Gefühl gut nachvollziehen. Sie sind unserer Zeit gedanklich voraus. Das erzeugt Widerstand. Dass Sie Ihre Stimme tönen lassen, bleibt wichtig. Aller Dummheit und Blindheit zum Trotz. Atlas trägt die Welt, aber er kann nicht beeinflussen, was auf ihr geschieht.

  4. Peter sagt:

    „Mahner
    Ein Mensch, der lange schon, bevor
    das Unheil kam, die Welt beschwor,
    Blieb leider völlig ungehört . . .
    Jetzt kommts! Und jeder schreit empört:
    Schlagt doch zuerst den Burschen tot –
    Er hat schon lang damit gedroht!“
    Eugen Roth

    Vorhersagen, das liegt in der Natur der Sache, treten dann ein, wenn sich die Prämissen nicht ändern.
    Vorhersagen von Unheil aufgrund von menschlichem Fehlverhalten liegen vor allem deshalb so häufig falsch, weil auf diese Vorhersagen reagiert wird. D.h. das „den Teufel an die Wand malen“ ist selbst dann schon Teil der Lösung, wenn der falsche Lösungsweg aufgezeigt wird (oder keiner).

    In diesem Sinne: Lieber Herr Dueck, hören Sie nicht auf! Die Vernünftigen müssen zusammenhalten. Wenn wir still sind entsteht womöglich der Eindruck, dass „die“ tatsächlich „das Volk“ sind. „Die“ sind ja gottseidank (oder wem auch immer) nur ein kleiner Teil des Volkes (wenn auch momentan ein hochinfektiöser).

    Leider ist das mit der Mehrheit ja auch nicht wirklich verlässlich.

    „Kleine Rechenaufgabe
    Allein ging jedem Alles schief.
    Da packte sie die Wut.
    Sie bildeten ein Kollektiv
    und glaubten, nun sei’s gut.
    Sie blinzelten mit viel Geduld
    der Zukunft ins Gesicht.
    Es blieb, wie’s war. Was war dran schuld?
    Die Rechnung stimmte nicht.
    Addiert die Null zehntausend Mal!
    Rechnet´s nur gründlich aus!
    Multipliziert´s mit jeder Zahl!
    Steht Kopf! Es bleibt euch keine Wahl:
    Zum Schluß kommt Null heraus.“
    Erich Kästner

    Kommentare muss man richtig lesen. So wie ein Preis diskreditierend sein kann, so kann eine Beleidigung eine Ehre sein. Es kommt drauf an, von wem…

  5. Michael sagt:

    Die Voraussage mit 19.200 Neuinfektionen zeigt mir lediglich, dass sich die meisten Menschen nicht mit expontiellen Verläufen auskennen. Leder hat auch niemand vor 35 Jahren auf mich gehört (ok, ich war auch erst 15). Der Zug ist abgefahren, leider. Alle Maßnahmen die jetzt zwangsläufig folgen, werden hässlich für uns alle.

  6. Sascha sagt:

    Mmh, Herr Dueck. Sie haben den Erfolg einiger Geschäftsmodelle vorhergesehen und sie durchblicken so einige kontraproduktive Verhaltensmuster in Unternehmen, Politik und Gesellschaft. Das hilft mir, deswegen folge ich auch Ihrem Blog. Doch das Verhalten der Menschen und die volkswirtschaftlichen Konsequenzen angesichts der angekündigten und beobachtbaren Aktionen der Exekutive überrascht Sie. Vielleicht haben Sie in punkto Volkswirtschaft und viraler Atemwegserkrankungen keinen Erfahrungs- und Wissensvorsprung und durchblicken auch nicht _alle_ Bedürfnisse der Menschen in der Gesellschaft. Wohl infolgedessen finde ich auch keine neuen Lösungsvorschläge. Jedenfalls ist dieser Artikel hier nicht hilfreich für mich.

    • Anna Paucher sagt:

      Es tut weh alles zu sehen und nichts dagegen tun zu können. Eine Ohnmacht, die dem Glauben an Eigenverantwortung und Selbstermächtigung, an den Vernunft widerspricht. Ich höre Sie, mir geht es auch so, und danke, dass Sie durch Ihre Stimme alldem den Ausdruck verleihen. Ich glaube wir Menschen als Kollektiv sehen gerade in den Spiegel und es muss wohl so düster werden, bevor wir wirklich etwas verändern, unsere Spaltung und Recht haben wollen überwinden, das entdecken, was wirklich zählt…

  7. Joachim Schnurrer sagt:

    Man erkennt nun in dieser Lage viel genauer die Kerne der Temperamente von
    * Bauern, Citizen
    * Go West, Jäger
    * Blue Helmet, Idealist und
    * Techies, Star Trek
    wie von Ihnen auch schon vor vielen Jahren beschrieben.
    Auch eine Pandemie wird an diesen Verhaltensweisen wohl nichts ändern.
    Wir alle müssen damit leben, mehr oder weniger, je nach (möglicher) temporärer Einsicht!

  8. Inge sagt:

    Ich befürchte – und ich bin weder depressiv noch eine Heulsuse -, dass wir Zeiten mit dystopischen Zuständen unterschiedlichster Art entgegengehen:
    Corona, Klimakatastrophen (Brände, Stürme, Erdbeben), (Bürger-) Kriege (USA?), zunehmender Terrorismus (jetzt Wien, Frankreich), wachsender Verlust des gesellschaftlichen Konsenses überall, Zerbröckelung und Zerwürfnisse innerhalb der EU-Staaten, wirtschaftliche Problemlagen (privat und staatl. nach Corona), weiter wachsende Flüchlingströme und – vor allem auch für uns hier in Deutschland – die schleichende, aber sich verstärkende Durchseuchung aller gesellschaftlichen Bereiche durch populistisches und rechtsradikales Gedankentum. Schon heute sitzen an vielen relevanten Stellen – Politik, Kultur, Polizei, Bundeswehr, Justizapparat – Rechtsradikale, die über Demos, rassistisch motivierte Taten etc. in ihrem Sinne entscheiden können. Man mag lächeln über die Androhung eines „Tages X“, aber ich befürchte, es wird ein Moment kommen, in dem unsere demokratische Struktur dem Druck der rechten Hetze nachgibt und kippt. Aufruhr, marodierende Nazis, aufgebaute Drohkulissen, Erpressung, Einsatz der vielen auch in der Bundeswehr verschwundenen Waffen, aufhetzende Presse, Politikverdrossenheit (Korruption, nur auf Machterhalt orientierte Altparteien), Vernetzung unterschiedlichste Kampfsportgruppen mit anderen rechtsradikalen Vereinigungen, politische, juristische Entscheidungsmöglichkeiten durch die erlangten relevanten Posten, Aufhetzung der Emotionen bei gesehenen Zielgruppen – und vor allem nicht zu vergessen: Es gibt in der Bevölkerung eine nicht zu unterschätzende schweigende Schwungmasse – damals wie heute willige Mitläufer -, die dem ganzen dann die nötige Dynamik zum Umsturz geben können. Das wird nicht heute oder morgen passieren, aber es wird passieren. Die haben Zeit – auf ein Jahr oder zwei kommt es ihnen nicht an. Ich glaube nicht, dass das noch aufzuhalten ist.
    Ich bin schon seit einiger Zeit geknickt.

  9. Susanna Sternberg sagt:

    Sie sprechen mir aus der Seele! Es ist zum heulen.
    Bleiben Sie stark!

  10. Joe sagt:

    Dann will ich mal dagegen halten:

    Sie als erprobter Denker sollten doch ebenfalls die Widersprüche rund um Corona bemerkt haben. Ich möchte ausdrücklich nicht sagen, dass es das Virus nicht gibt. Aber warum schreiben Sie den offiziellen Verlautbarungen das Wort, dass Corona viel ansteckender als die Grippe ist? Ich (das muss nichts heißen, richtig, aber mit mir sehr viele andere) kenne in meinem großen Freundes-/Verwandten-/Bekanntenkreis nicht einen Einzigen, der tatsächlich erkrankt ist, geschweige denn, intensivmedizinisch betreut werden musste. Das spricht irgendwie nicht für eine Pandemie, wenn es nur den anonymen Mitbürger trifft.

    Wir sind jetzt fast ein Jahr damit beschäftigt, Corona einzudämmen. Wie haben wir es geschafft, die erste Welle einzudämmen, so ganz ohne Maskenpflicht? Sicher nicht mit dem Geld der Regierung, denn Geld sollte einem Virus egal sein.

    Wieso steigen, nun mit Maskenpflicht- und das seit Wochen!, die Zahlen positiv Getesteter in astronomische Höhen? Also wirken die Masken nicht? Oder gibt es doch eine Korrelation mit den ebenso ins Astronomische gestiegenen Zahlen der Gesunden, Symptomlosen, die dennoch getestet werden?

    Warum sieht es in Schweden zum Beispiel ganz anders aus, als anfangs behauptet (was wagen sich die Schweden?!)?

    Ich würde mir von Ihnen ein, wenn es denn schon sein muss, öffentliches Nachdenken über diese offensichtlichen Widersprüche wünschen, als über sinnlos verpulverte Millionen zu sinnieren.

    • Gunter Dueck sagt:

      Wenn Sie alle „offiziellen Verlautbarungen“ ablehnen, weil Sie zufällig keinen Erkrankten kennen, dann erzeugen Sie sehr viele Widersprüche in Ihnen selbst, die ich dann aber doch nicht auflösen kann, weil ich öfter einmal etwas für wahr halte, was auch offiziell für wahr gehalten wird. Sind die gerade täglich um 500 Corona-Toten in Frankreich nach Ihrer Meinung auch erfunden? Die 1000 täglichen in den USA? Vier Mal so viele schwedische als deutsche pro Einwohner?

    • Inge sagt:

      Wie sieht es denn in Schweden aus? Man braucht doch nur lesen zu können: Es gibt x-Mal soviele Tote auf 100.000 Einwohner wie bei uns in D. Im Moment erlebt auch Schweden stark steigende Zahlen und deutliche Restriktionen.
      So what?

      • Dustin Winter sagt:

        Dem widerspricht die Berichterstattung aus Schweden sowie die Zahlen der an/mit Covid-19 verstorbenen doch deutlich.?

        Weder ist etwas von massiven Restriktionen zu erfahren noch eine x-fache Zahl der Mortalität.
        außer x=1,??.

        Laut Euro-Stat ist die allgemeine Sterblichkeit in Schweden für 3 Jahre erhöht, für 10 Jahre aber im absouten Mittel.
        Im Gegenteil, es gab schon schlimmere „saisonbedingte“ Anstige der Sterblichkeit, ohne Pandemie und Panik.

        Das kann gerne wiederlegt werden, bitte sachlich.

  11. Werner Bürgel sagt:

    Ich lese alles von Ihnen, bin aber auch eher enttäuscht. Diesmal gehören Sie in die Gruppe die für Spaltung sorgen weil nur Ihre, übernommene Meinung, leider unter ihrem Namen, weitergegeben wurde. Es gibt viele die „zufällig keinen“ kennen ähnlich wie Inge und enttäuscht sind nicht allein von den Fakten und Massnahmen sondern über das wie es den Bürgern durch unsere gewählten Bürger wie ein Mahlwerk eingetrichert wird. Keine öffentliche überzeugte Darstellung unter den Ärzten sondern alles nur weitergeleitet durch beauftragte Unternehmen auf die man sich berufen kann. Eines trotz allem. Ich schätze Sie, Ihre frische Art alle Themen anzusprechen und wenigstens eine klare und nicht indifferente Meinung abzugeben. Mich spaltet der Virus nicht von Ihnen aber ich betrachte es anderes. Sie haben Ihren Namen, vor allem in der Öffentlichkeit, andere nicht – das ist oft auch sehr wichtig. Kommentare und Antworten von „Inge“ finde ich gut.

    • Inge sagt:

      Ich möchte hier keineswegs von Ihnen vereinnahmt werden.
      Ich kenne persönlich fünf an Corona Erkrankte, einer davon musste auf die Intensivstation.
      Ich habe den Eindruck, Sie haben mich massiv missverstanden – oder wollten es! Mir ist allerdings unverständlich, warum!
      Sie scheinen mir mit Ihrer Meinng eher Teil des Problems zu sein.

      • Dustin Winter sagt:

        Mit Verlaub, ob ein persönlicher Angriff da Teil der Lösung ist?
        Das Blame-Game ist – so denke ich – Teil des Problemes, egal von wem es gespielt wird, ob „für“ oder „gegen“, was ja alles Standpunktbezogen auch das Gegenteil sein kann.

        Es gibt nunmal unterschiedliche Wahrnehmungen, im persönlichen wie öffentlichen Diskurs.
        Die Erfahrung der einen Person lässt sich nun mal nicht mit der einer anderen aufwiegen.
        Person A:“Ich mag keinen Kaffe.“
        Person B: „Doch-doch, Kaffe ist doch super, ich brauch den jeden Tag, oder willst du mir jetzt kommen mit DiesDasJenem?!“
        2 Minuten später liegt man entweder im Streit oder hat verstanden dass man MIT oder GEGEN einander argumentieren kann, wenn es um SACHTHEMEN geht, wo trockene Fakten Entscheiden und die Interprätation das Prisma & Vergrößerungsglas derer ist.

        In Beziehungs- & Einstellungsfragen kann man das nicht.
        Denn da sind Fakten „nur“ das Buffet von dem mensch sich bedient und nach eigenem Gusto zusammenstellt…
        Hier ist ENTSCHEIDEND wie, auf die nackten Fackten geschaut wird, wie diese ein-ausgeschlossen werden und bewertet.

        (P.S.: obige Zeilen richten sich nicht nur an Sie, der Schreib floss aber gerade 😉

  12. Gunther Mathy sagt:

    Lieber Herr Dueck,
    Kopf hoch! Auch wenn man die Kübler-Ross-Kurve kennt mit den Stationen „Selbstsichere Zurückweisung, Ärger und Zorn, Lamentieren, Wehklagen, Akzeptanz“, dann ist man doch immer wieder enttäuscht, dass die Ausschläge so heftig sind und die Akzeptanz noch so weit weg ist, zumal die derzeitig zu beobachtenden Stationen der Kurve wohl auch Rückwirkungen auf unser Wohlbefinden haben. Genießen Sie die neue Epoche als Großvater!

  13. Brigitte Meyer sagt:

    Ich störe mich mal wieder teilweise an der Wortwahl des Beitrags. Höchst aggressive Begriffe und im wahrsten Sinne Totschlagargumente helfen da niemandem. Nur dem Virus. Denn Angstmache mit Aufrütteln zu verwechseln, belastet Psyche und damit das Immunsystem.

    Und das mit den Zahlen und dem Wetter ist so eine Sache, was man als Mathematiker zumindest für das eine Thema wissen sollte. Ein Vergleich mit den Zahlen aus dem Frühjahr ist sinnlos, weil diese Zahlen unbrauchbar waren, weil absolutes Chaos herrschte, und selbst bei den vermeintlich so gut organisierten Deutschen nichts mehr funktionierte. Weil alle orientierungs- und ahnungslos waren. Alle!
    Und dass es im Frühjahr sehr lange sehr sonnig und viel zu trocken war, natürlich immer wärmer wurde und alle draußen herumliefen, weil man ja sonst nirgends hin konnte, wird völlig ignoriert. Und das Ganze ohne Maske (sehr viel später erst). Dafür gibt es leider auch keine Erklärung, warum es sich besserte…Der dringend notwendige Niederschlag kann jedenfalls nichts dafür.
    Soviel zum Vorhersagen von Themen, für die es noch keine Erfahrungswerte gibt, im Gegensatz zu Digitalem, Banken und Co.
    Die ganze Welt lernt jetzt erst dazu. Und Lernen funktioniert nur durch Wiederholung.

    • Gunter Dueck sagt:

      1998 starteten Google / Amazon, da gab es auch keine Erfahrungswerte…1997 baute ich ein bisschen mit an der comdirect, da auch nicht…“ich kenne keinen, der onlinebanking macht“, „Bücher muss man vor dem Kauf in der Hand halten“…. Sorry, es waren immer Zeiten ohne Erfahrungswerte, aber bei der Spanischen Grippe und bei der Pest (siehe Bild) hat man Erfahrungen gemacht: Maske tragen. Ich habe irgendwo einen Merkzettel gesehen, von 1918: Einer der Punkte war: „Wenn du etwas nicht wirklich verstehst, mach einfach, was ein Experte sagt.“ Heißt: „Mache, worum Angela Merkel uns anfleht“…

      • Dustin Winter sagt:

        „Wenn du etwas nicht verstehst, lerne mehr darüber“? 😉
        und Frau Merkel ist nun wirklich keine Expertin, außer für Machterhalt…
        Selbst in Ihrem Fach, der Physik, redet Sie in Interviews gern mal faktisch falsche Allgemeinplätze.
        Sie zur Wissenden in solch dunkler Nacht zu machen, finde ich absurd.

        „Die Kurve“ ging ja runter, bevor die gravierendesten Maßnahmen angewand wurden, und dann aber nicht mehr signifikant weiter nach unten.
        Das lässt sich gut belegen und nicht wegreden.

        Aktuell sind auch praktisch alle Einrichtungen geschlossen, für die KEINE Infektions-Evidenz vorliegt. Das Log-Down-Ausgangsverbot ist die Spitze des Unsinns, wenn man gleichzeitig angibt, dass Innenräume zu meiden und bestmöglich zu lüften sind.
        Klar dass da auch evtl. sehr sinvolle Maßnahmen grundlegend angezweifelt werden, wennes nur noch „Wölfe – Wölfe – Wölfe – Schafe – Wölfe – Schafe – Wölfe“ tönt, und einmal der Wolf im Schafspelz steckte sowie andersherum.

        Es wird ja auch leider NICHT auf „Die Experten“ gehört, sonder auf immer die gleichen, wenigen.
        DAS ist KEINE wissenschaftliche Vorgehensweise. In dieser hat nicht mehr recht, wer mehr Klicks oder Dezibel an den Start bringt, sondern wer konsistenter argumentieren kann UND VORALLEM Kritik akzeptieren und kühl-sachlich aushebeln kann.
        Das andere ist Meinungsmache, Propaganda traue ich mir nicht zu sagen.

        Die „Kritik-Verläumdung“ ist ein zentrales Problem – der aktuellen Situation wie der Gesellschaft.
        Was stört es die Eiche, wenn sich wer dran reibt. Außer es ist keine Eiche, und sie hält nicht stand.
        Die wissenschaftliche, >vernünftige< Methodik ist nicht von Kritik bedroht, diese LEBT von Kritik, Wie die Natur von Hitze&Kälte, Trockenheit&Nässe. Die Dosis, wegen mir auch die Applikation, macht das Gift.

        Corona mit der spanischen Grippe zu vergleichen ist nicht haltbar und schlägt leider in de Panik-Kerbe.
        – Von den Kliniken wird gemeldet, dass die Zahl der Intensivpatienten WEIT langsamer als die der positiv getesteten steigt, die der Zwangs-Beatmeten ebenso.
        Es ist eine zu frühe Beatmung mit schon etwas zu viel Druck wohl auch ein Grund für die hohe Mortalität, die am Anfang weit höher war als sie jetzt ist.

        Das ist nach kurzer Prüfung der offiziellen Zahlen feststellbar.

        + In den Medien ist nur von "Rasant steigenden Zahlen" und "exponetiellem Anstieg" die Rede.
        Eine Verdoppelung in einer Woche auf unterstem Niveau zu Beginn der Kälteperiode ist nicht rasant, sondern saisonbedingt voraussehbar und im statistischen Mittel.

        Ich bitte die Faktenlage zu meinen Kern-Themen zu prüfen und von emotionsgetriebenen Antworten abzusehen. Ich Greife niemanden persönlich an, nur ab und zu deren Äußerungen – und Meinungen manchmal kritisch auf.

        Aber Fakten lasse ich mir gern um die Ohren hauen. 😉

        • Gunter Dueck sagt:

          In Frankreich hatte sie gestern >800 Tote…auch MIT Masken und MIT Einschränkungen, hier gestern >150 Tote. Ich will sagen: Sie anlaysieren sehr scharfsinnig, aber Sie müssen doch die Gefahren VOR uns erfassen, die es geben könnte. Sie argumentieren eher, dass es die Gefahren wahrscheinlich nicht gibt. Wenn es sie aber gibt? Frau Merkel ist nicht Expertin, dass behaupte ich auch nicht, aber sie lässt sich in dieser Sache – das behaupte ich aus Vertrauen – sehr eingehend beraten und entscheidet sehr sachlich und mutig, OHNE auf Wählerstimmen zu schielen. Wir bekommen demnächst viele Tote TROTZ der Maßnahmen. Und wenn Sie so ein Schwedenbeobachter sind: Die Schweden sind für Umweltschutz, haben Dieselautos demnächst verboten, bessere Bildung, hochbezahlte Ärzte und eine mehr liebende Grundhaltung zu Menschen; sie werden uns fast überall als Vorbild hingestellt. Wenn das alles so ist, dann schließe ich (und diesen Punkt sehe ich beim keinem Schweden-Argumentierer, hier nicht, nirgends): Die Schweden sind insgesamt als Volk selbstverantwortlicher. Wenn das so ist, ist ein schwedischer Weg in Schweden möglich, hier aber nicht. Z. B.: Hier und auch in Österreich sind die Leute am Wochenende massenhaft in die Wirtshäuser geströmt, weil der Notstand aus technischen Gründen erst ab Montag galt. Das ist nicht eigenverantwortlich… es ist wie der Raser, der nur auf Radar reagiert, aber nicht auf Verkehrsregeln. Wenn Sie mir irgendwie zustimmen können, dann sollten Sie Schweden einmal in Ruhe lassen. Wir leben hier. Und zum Schluss noch: In Schwedengibt es Stimmen, die sagen, es gäbe einen stillen Konsens, Leute über 80 nicht mehr auf Intensivbetten zu legen und die Kräfte woanders einzusetzen. Das ist auch Schweden, das kann auch die Statistik fälschen, weil man Leute über 80 unklar daheim sterben lässt. Und generell: Werden Sie einmal Experte für Deutschland, nicht für Schweden. Richtig gut geht es in Neuseeland, viel besser! Warum interessiert sich niemand für Neuseeland? Oder Südkorea?

      • Dustin Winter sagt:

        Sorry, ich nochmal 🙂

        Ich schätze Ihre Kollumne auch sehr, sonst wäre ich nicht hier.
        Und ihch sehe eine sachliche und detaillierte Kritik als Zeichen der Anerkennung:
        – Ich beschäftige mich mit dem was Sie sagen
        – Ich investiere Zeit und Energie
        – ich nehme Sie ernst

        „Jah und Ahmen“ hören von mir nur uninteressante und desorrientierte Laber-Taschen, da lohnt der Aufwand nicht. ;-P

      • Dustin Winter sagt:

        Die Gesellschaft lernt nicht im ganzen, es lernen viele einzelne, jede Generation muss NEU lernen, D.H. jeder Generation macht am Anfang Fehlter undirrt sich empor.

        Keine Fehler machen ist eine abwegige Vorstellung. „bessere Fehler“ machen oder weniger oder noch weiter bringende „Fehler“, ist die Leistung einer neuen Generation.

    • Dustin Winter sagt:

      Ja, es gibt das Virus.

      Nein, es ist nicht die spanische Grippe, es ist auch keine gewöhnliche Grippe.
      Es ist auch nicht die Colera oder die Pest.

      In schweden liegt die Jahres-Sterblichkeit im Mittel der letzten 10 Jahre.
      Das kann nachgeprüft werden.
      Quellen sind in 1 min. Suchmaschinieren gefunden.
      Ich werde die Chance auslassen, durch von mir bevorzugte Quellen einen Bias zu befördern. 🙂

      vielleicht irre ich mich ja selbst.

      • Joachim Schnurrer sagt:

        Man findet immer etwas!

        Der April war für die Schweden der tödlichste Monat seit über 20 Jahren. In dem Monat hatte die Übersterblichkeit mit 101,1 Toten pro 100 000 Einwohner den höchsten Wert seit Januar 2000 erreicht. Allein in Kalenderwoche 15 starben 366 Personen pro Tag, also insgesamt mehr als 2500 Menschen – das war in dem Land der höchste Wert im 21. Jahrhundert.

        Erklären Sie uns „Dummen“ doch, welche Expertise Sie haben!

      • Joachim Schnurrer sagt:

        Noch eine Fundstelle:
        In Spektrum.de

        Details der Berechnungen führt das Team um Majid Ezzati vom Imperial College London in einer Fachpublikation im Magazin »Nature Medicine« aus. Es ermittelt darin die so genannte Übersterblichkeit für 19 europäische Länder sowie für Australien und Neuseeland. Deutschland ist nicht unter den betrachteten Nationen. Über alle 21 Länder summiert, kalkulieren die Forscher eine Gesamtzahl von 206 000 tatsächlichen Todesopfern der Pandemie bis Ende Mai. Männer und Frauen seien dabei fast genau gleich stark betroffen gewesen. Insgesamt starben demnach 23 Prozent mehr Menschen, als die Corona-Statistiken der einzelnen Länder nahelegen, wobei dieser Erfassungsfehler von Land zu Land schwankt: zwischen 7 und 38 Prozent.

        In vielen Ländern fiel die Zahl der Toten kurz nach dieser Maßnahme wieder auf ein normales Niveau. In England, Wales, Schweden und anderen Ländern blieb sie dagegen vergleichsweise lange überdurchschnittlich hoch.

        • Gunter Dueck sagt:

          Ich habe darauf schon vor ein paar Tagen geantwortet, nämlich: Wir haben jetzt soooo viele Tote, täglich mehr. Und ich habe seit Monaten geschrieben, dass man das aus den Zahlen, der Maskenablehnung und dem Missbrauch von Feierrecht schon lange vorher wissen konnte. Heute ist wieder Querdenker Demo. Wie viele Tausend müssen noch sterben, dass wir auf die Friedhöfe schauen und nicht mehr so sehr auf die Aprilzahlen?

          • Joachim Schnurrer sagt:

            Ich denke, diese „Querdenker“ verhalten sich wie „Trump-Anhänger“. So nach dem Motto: Wozu brauche ich Fakten, wenn ich eine Meinung habe, wobei die Meinung auch noch von anderen geliehen wird, weil der „Querdenker“ seinen Verstand nicht benutzt.
            Hier im Blog schrieb ja einer, er habe noch keinen schwereren Coronafall in seinem Umfeld gesehen, daher müsste das ja auch alles Falsch sein. Vermutlich hat er auch in seinem Umfeld noch keinen Indianer gesehen, daher kann es die gar nicht geben.
            Und dann eben noch der „Experte“ Dustin Winter“, der noch nicht einmal einfache Mathematik kann. Siehe 10 Jahre Durchschnittswerte.
            Andererseits muss man auch sagen, dass die Behörden maximal dilletantisch agieren, was zum Teil das „Aufbegehren“ verständlicher macht. Die Gesundheitsämter trauen sich beispielsweise nicht, aus falsch verstandenem Kadavergehorsam, zuzugeben, dass sie schon lange die Kontrolle verloren haben. Mit mehr Druck von dieser Seite wäre wohl die Corona App nicht als zahnloser Tiger auf die Welt gekommen.
            Es wird. m.E. sich erst entspannen, wenn der Impfstoff verfügbar ist und selbst da tun sich schon die ersten Verschwörungen auf.

  14. Frank Klages sagt:

    Offenbar war es für viele Menschen in den vergangenen Wochen schwierig, eigenverantwortlich zu handeln.

  15. Thorsten Brinkmann sagt:

    Hallo an alle,
    als Frau M. Ende November von möglicherweise 19200 Infizierten zu Weihnachten sprach habe ich mal kurz mit den relevanten Daten vom 29.09.20 gerechnet.
    Neu Infizierte:2292; 7 Tage R Wert: 1,03; hochgerechnet auf 90 Tage weiter:
    2292*1,03hoch90=32776 Infizierte pro Tag!
    Mit einem aktuellen 7 Tage R Wert von 1,22 (Schnitt der letzten Woche) kommen wir nach 90 Tagen bei 14821 Infizierten (Schnitt der letzten 7 Tage) nach 30 Tagen auf: 14821*1,22hoch30 = 5.776.601 neu Infizierte pro Tag.
    Also über 5 Milionen Infizierte pro Tag, nach nur 30 Tagen.
    Das könnte passieren wenn nicht jetzt massiv gegengesteuert wird.
    Bei einer Sterberate von 2,5% hätten wir dann übrigens 125000 Tote pro Tag.
    Ich hoffe jetzt wird auch dem Letzten klar wie schnell die Situation völlig außer Kontrolle geraten kann.

    • Thorsten Brinkmann sagt:

      Ups, bei der zweiten Rechnung habe ich in der esten Zeile aus Versehen 90 Tage geschrieben. Ich meinte aber 30 Tage.

    • Gunter Dueck sagt:

      Das wächst erst sehr schnell, aber dann nicht mehr so stark, weil alle in Quarantäne sind…gut ist, es sich wie Waldbrände vorzustellen…da versucht man, Schneisen zu pflügen, um Bäume zu trennen, so wie Ländergrenzen. Wenn aber nicht nur ein Waldstück brennt, sondern an jedem Fleck ein einzelner Baum brennt, dann brennt der Wald komplett ab. Das machen wir gerade mit Corona durch…

  16. Mario Rossetti sagt:

    Hallo Herr Dueck,
    Ich stelle diesen „Realitioten“ immer nur eine Frage : wie viele Coronatote soll’s denn bitte sein bis sie es denn nun glauben das auf der Erde eine schlimme Pandemie wütet.

    Da ist dann schon mal der eine oder andere sprachlos gewesen.

    Bleiben Sie und ihre Familie (Konstantin Dueck) gesund❤
    LG
    Mario.R.

    P.s. für andere sind es nur ihre Enkel, aber für sie (Opa und Oma Dueck) bedeutet es das ganze Leben. Das soll sie wieder aufrichten und mit ganzer Freude Optimismus verstreuen.

    In diesem Sinne herzlichen Glückwunsch für ihren Nachwuchs❤

  17. Dr. Anke Sax sagt:

    Darf ich mal einen weiteren Punkt in die Diskussion werfen? Kann Technologie nicht helfen, das Infektionsgeschehen besser zu verstehen? Das ist doch das Kernelement von EDV – Datenverarbeitung. Daten erfassen und Muster erkennen. Warum telefonieren jetzt die Gesundheitsämter sich die Finger wund, um die Leute zu fragen, wo sie vor 14 Tagen waren. Was weiß ich? Die Daten, die im Kalender stehen, kenne ich noch, aber die anderen?
    Ich finde es zu einfach, die Leute, die sich nicht an die Regeln halten zu beschimpfen. Jens Spahn ist auch infiziert und hat sich sicher an die Regeln gehalten. Streeck sagt u.a., das liegt auch darin, dass wir jetzt mehr drinnen sind.
    Ich bleibe dabei, lasst uns Daten erheben, Muster erkennen und dann schauen, ob unsere Vermutungen stimmen, unsere Maßnahmen passen. Corona-Warn-App soll die Daten, zumindest von den Freiwilligen, an die Ämter verteilen. Die Ämter sind zu vernetzen…..Es gibt sicher noch weitere Ideen. Für das müssten wir ein Bruchteil dessen ausgeben, was wir jetzt durch all die analogen Prozesse „verbraten“.
    Freue mich über Diskurs!

    • Gunter Dueck sagt:

      Daten erheben scheint so abwegig, dass wir erst 1000 Tote pro Tag haben müssten…ich habe auch einen Leserbrief auf einen solchen Vorschlag. Sagen Angestellte. „Da würde tatsächlich 80% der Arbeit entfallen, aber das wollen wir nicht, was wird dann aus uns?“ Überall dasselbe…

  18. Frank sagt:

    Hallo liebe Leser, Hallo Gunter,
    alles was neu ist, alles was Veränderung bedeutet legt sich auf unser Gemüt.
    Weil wir es so gelernt haben.
    Leben ist meiner Meinung nach immer auch eine Art Veränderung der wir uns leider fügen oder anpassen müssen, wenn wir nicht als Aussenseiter dastehen wollen.
    Wie viele Reden über ihre Unzufriedenheit aber machen genau so weitet wie sie es gewöhnt sind.
    Ich habe hier mal ne interresante Ansicht, Zitat:
    „Jeder fürchtet den Tod, aus der Welt wegzugeh’n
    Doch er fürchtet nicht andre zu quälen
    Auf der Erde will er für die Ewigkeit stehn
    Doch an Freundlichkeit läßt er es fehlen
    Seine Schwäche, die ist eben Menschengeschick
    Und die Liebe macht er gern zuschanden
    Alles Elend der Welt trübte ihm kaum den Blick
    Käme er nur nicht abhanden…“

    Wir sollten uns echt mal Gedanken darüber machen ob wir noch richtig ticken bzw. normal sind. Ich bin lieber glücklich als normal…

    Liebe Grüße
    Frank

  19. Habe Ihnen etwas Freundliches geschrieben: http://www.momos-memos.de
    Grüße momo Monecke

  20. Richard G. sagt:

    Lieber Herr Dueck,

    seit ich Sie vor vielen Jahren (Der Piratenpartei sei dank) im Düsseldorfer Landtag vortragen habe hören, lasse ich mir kaum was von Ihnen entgehen. Ich bin ja kein Wissenschaftler sondern nur eine einfache Basisgurke, deshalb haben mir Ihre Aus- und Vorhersagen enorm geholfen, Geschehnisse zu verstehen, die unabwendbar auf unsere Gesellschaft zukommen.

    Ich wage jetzt die Prognose, dass es kein Zurück in die Zeit vor der Pandemie geben wird. Wir werden in Punkto

    -Digitalisierung
    -Finanz/Bankenwesen
    -Gesellschaftsformen
    -Mobilität/Handel/Verkehr
    -Wissen/Bildung
    -uvam

    solche Umwälzungen erleben, da waren die Erfindung des Buchdrucks und die Französische Revolution Kindergeburtstage dagegen.

    Umso wichtiger ist es, dass Menschn wie Sie, so vorausdenken, dass man, wenn man möchte, wenigstens die ungefähre Richtung erkennen kann wo uns das hinführt.

    Ich habe 14 Enkel von 6 Kindern, darf die Jüngste gerade nicht streicheln, und der Älteste ist schon fast mit dem Studium fertig und kann Ihre geknickte Haltung gut nachvollziehen.

    Sage nur
    Kopf hoch.

    Richard G.

  21. Chris sagt:

    Sie haben Recht! Es macht Angst zu sehen, wohin wir treiben. Anders kann ich es leider nicht mehr bezeichnen.
    Aber nur immer die Toten der Pandemie zu sehen, greift viel zu kurz. Ich bin davon überzeugt, dass uns die Langzeitfolgen noch viel teurer kommen.
    Das Ganze ist die Folgen von „Ich reize alles bis zur Grenze aus“, anstatt Vernunft walten zu lassen und sich einfach mal selbst zu disziplinieren. Wir können scheinbar nur noch jammern und klagen. Damit sind aber die Herausforderungen der Zukunft nicht zu bewältigen. Stattdessen müsste es endlich ein „Arschbacken zusammen kneifen, und anpacken“ geben. Aktion statt Reaktion. Wir müssen wieder proaktiv handeln und nicht nur abwarten. Wir haben den Sommer und die vielen Milliarden € mit dieser Handlungsweise vertan. Anstatt einen Aktionsplan zu entwickeln, wie man mit den unterschiedlichen Situationen umgeht, wird abgewartet, bis wieder eine Grenz überschritten wurde, dann wird diskutiert. Viel zu langsam.
    Ein Zyniker würde sagen, man kann hier der Evolution bei der Arbeit zuschauen.
    Sehr geehrter Herr Dück, hören Sie bitte nicht auf zu Mahnen! Wir brauchen Leute wie Sie, die vielleicht den einen oder anderen aufwecken können. Danke!

  22. Manfred Habl sagt:

    Bleiben Sie gesund und wach, wir brauchen wache Menschen. Viele sind geistig-seelisch schon auf der Intensivstation und werden von Drama zu Drama genügsamer.

  23. Didi sagt:

    Hallo Herr Dueck, ich teile ihre Geknicktheit. Ich bin bestimmt kein Kind von Traurigkeit oder Depressivität oder Pessimismus. Ich habe irgendwann mal einen Vortrag von einem Prof. Kruse über „kulturelle Kraftfelder“ gehört, dass wir intuitiv schon recht gut quasi den Gradienten fühlen können, wohin die Reise hingehen wird. Daran fühle ich mich erinnert. Im Moment fühlt es sich so an, als würde die Nadel in Richtung Niedergang zeigen. Langsam, aber stetig. Es gibt Aufs- und Abs, aber gefühlt eher eine Sinuskurve mit linearen Trend nach unten. Die westliche Welt hat noch große Puffer. Wirtschaftlich und kulturell, aber sie verbrauchen sich wie der Eispanzer der Arktis. Eine zweite Runde Trumps wurde hoffentlich abgewendet. Hoffen wir, dass der kulturelle Puffer an Zivilisiertheit der amerikanischen Gesellschaft noch nicht genügend abgetragen wurde, dass es nicht zu gewaltätigen Auseinandersetzungen kommen wird. Das ist momentan für mich eine größere Sorge als Corona.
    Ich weiß, dass es irrational ist, aber als relativ junger aber auch nicht mehr so junger Mensch fühle ich mich tatsächlich unsterblich: Mögen viele um mich herum sterben – es wäre tragisch – aber ich selbst doch nicht. Mein eigenes Einhalten der Coronaregeln wird von mir gefühlt als eine noble Geste des Altruismus wahrgenommen. Wenn ich nun mit etwas weniger Moral erzogen worden wäre oder nur geringfügig weniger verstandesorientiert (abstrakt weiß ich, dass die Regeln auch mich selbst schützen), würde ich wahrscheinlich auch auf Corona-Parties gehen.
    Rationalität und Moral sind in Deutschland noch konsensfähig. Wir können noch relativ froh sein. Beides sind kulturelle Güter, die man hegen und pflegen – und durchsetzen muss.

  24. Didi sagt:

    Sehr passend zu ihrem Beitrag empfinde ich folgendes Video, das ich extra einmal für Sie ausgekramt habe: https://www.youtube.com/watch?v=m3QqDOeSahU&list=PL24CF5346613925C0&index=5

  25. Michael Oltmanns sagt:

    Sie wissen aber schon, dass die Pestmasken völlig überflüssig waren?? Die Pest wurde nicht durch die Luft, sondern durch den Biss von Flöhen übertragen. Vielleicht feierten die jungen Leute weil sie fühlten, dass die getroffenen Maßnahmen auch damals mehr Nebenwirkung als intendierte Wirkung hatten?

    Ich würde mir wünschen, dass mehr über positive Strategien diskutiert würde. Etwa wie man die derzeit einige Waffe gegen COVID-19, das menschliche Immunsystem, signifkant stärken kann. Stattdessen wird mit Milliardenaufwand das Unvermeidliche versucht zu vermeiden.

    Frohmedizin statt Drohmedizin!

  26. Ist auf dem Dorf noch alles in Ordnung?
    Ich lese und höre von vielen Schreckensszenarios.
    DAs die Leute aufeinander losgehen. Das nur noch Mord und Totschlag herrscht – Alle auf alle losgehen.

    Hier bei uns im Westerwald scheint die Welt „noch“ in Ordnung.
    Du bekommst deine Brötchen beim Bäcker und manchmal sogar Toilettenpapier. Der Metzger kommt einmal in der Woche mit dem Auto durchs dorf und das Kilo Rindfleisch kostet die Hälfte und schmeckt doppelt so gut.

    Leben wir Weltfremd?
    Verschließe ich die Augen?

    Unsere Kinder gehen zum größten teil gerne in die Schule und bleiben trotz Fridays for Future am Freitag NICHT zu hause.

    Home Schooling funktioniert erfreulich gut und unsere Internetleitung liegt bei konstanten 40.000.

    Ich selbst war bereits im März Corona Positiv aus Ischgl zurück und lag für 1-2 Tage mit Fieber im Bett.

    Wir wohnen neben einem kleinen Flüchtlingsheim und merken eigentlich gar nichts davon.

    Ist die Welt nur noch auf dem Dorf in Ordnung oder verschließe ich die Augen und bin Weltfremd?

    Den meisten hier geht es gut. Sie sind zufrieden und gehen Ihren Tätigkeiten nach.
    Wir tragen brav unsere Masken wenn wir nach draußen gehen, grüßen uns freundlich und kehren manchmal sogar die Straße.

    Wir gehen wählen und haben morgens die Zeitung im Briefkasten.

    Nur um zu lesen, was gerade wieder verrücktes auf der Welt passiert.

    „Willst du nicht in die Stadt?“ werde ich manchmal gefragt.

    IM LEBEN NICHT

  27. Johannes Förderreuther sagt:

    Lieber Herr Dürr,
    es betrübt mich, Sie betrübt zu sehen (bzw. zu lesen). Das ist in der Tat besorgniserregend. Jeder hat mal den Blues und da es gerade November ist und die Weltlage alles andere als erfreulich, sind Sie jetzt auch an der Reihe. Aber lieber den Blues als Corona …
    Wenn die Klugen immer nachgeben, regieren die Dummen die Welt. Bildung scheint eine Immunität gegen den Virus der Dummheit und der Demagogie zu verleihen. Wenn wir also in eine bessere Zukunft investieren wollen, dann sollten wir uns um die Bildung und Aufklärung der nachkommenden Generationen bemühen und sie dafür begeistern.

  28. Hartwig Braun sagt:

    Die Klimaänderung nun auch hier ein Thema? Schade!

  29. Sabine sagt:

    Gott würfelt nicht, Herr Dueck (kennen Sie, oder?). Er wird sich irgendwas dabei gedacht haben. Damit tröste ich mich und versuche dieses Rätsel für mich zu entwirren.

    Ansonsten geht’s mir wie Ihnen, nur schlimmer, denn ich habe schulpflichtige Kinder.

  30. Doc sagt:

    Nur ganz knapp – und ich habe persönliche Erfahrung mit Covid-19:
    Nach der Infektionswelle kommt die Fatigue Welle. Und das ist nicht nur persönlich sondern auch Volkswirtschaftlich eine Katastrophe.
    Das Immunsystem reicht meist um die Infektion zu bekämpfen, in einem großen Teil der Patienten haben wir aber eine Überreaktion des Immunsystems, die sich verelbständigen kann und zu den Covid-Folgen führt.
    Und: Wenn die Krankenhäuser voll sind idt schon ein geplatzten Blinddarm ein Todesurteil. Unser Gesundheitssystem schafft es nur eine bestimmte Anzahl von Erkrankten gleichzeitig zu versorgen!
    Und: In den gesperrten Pest-Häusern von damals waren vielleicht noch infektiöse Flöhe…

  31. Rudolf Quetting sagt:

    Nach einer Studie (die Quelle habe ich leider verloren) werden 60% der Infektionen von nur 8% der potentiell infektiösen Menschen verursacht, während 70% der infektiösen Menschen keine weiteren Infektionen auslösen, weil sie entsprechend verantwortlich handeln. Die Zahlen sind wahrscheinlich sehr ungenau, was aber am Problem nichts ändert: Die Pandemie wird von relativ wenigen Leuten befeuert, nämlich von denen, die entweder alle Vorsichtmaßnahmen bewusst ablehnen oder die nicht wissen, dass sie infektiös sind. Gegen letzteres würden umfangreichere Tests helfen, auf die man sich aber nach der ersten Welle nicht vorbereitet hat, weil wohl einige dachten, es sei vorbei. Gegen die Zeitgenossen, die bewusst keine Vorsichtsmaßnahmen ergreifen, ist das System der Freiwilligkeit am Ende, da würde nur noch eine streng kontrollierte Quarantäne (mit empfindlichen Sanktionen bei Verstößen) der infektiösen Menschen weiterhelfen. Einig Staaten – die zum Teil in den Kommentaren auch schon genannt wurden – tun das auch recht erfolgreich. Wir scheuen uns davor, weil einige Leute, die eigentlich mit Demokratie aber auch gar nichts am Hut haben, plötzlich die Demokratie gefährdet sehen. Und so greift die Politik zum letzten Mittel und schießt mit der Schrotflinte in den Bienenschwarm (will sagen, sie verkündet einen (Teil-)Lockdown.) Das Traurige ist, dass man – trotz dem dummen Geschwätz (auch hier in einigen Kommentaren) das alles auch ohne Habilitation in Mathematik ziemlich genau vorhersagen und berechnen kann. Aber das zählt natürlich nicht, wenn man in der Zeitung liest (Achtung Satire!), eine repräsentativen, Multiple-Choice Umfrage (zur Auswahl standen 1, 3 und 7) unter 10.000 Grundschulabbrechern habe ergeben, dass PI exakt gleich 3,53 sei, und nicht wie bisher von den Mathemtikern fälschlicherweise angenommen 3,14…. . (Ende der Satire). Herr Dueck, geknickt wäre ich, wenn Sie plötzlich anfangen würden, Corona zu leugnen, denn dann hätten Sie den Verstand verloren und die Freude, Ihren Block lesen zu können, wäre ein für alle Male dahin. Andererseits,, dass es einen bestimmten Bodensatz an Idioten gibt, ist statistisch erwiesen und eine unumstössliche Tatsachel. Daran können selbst Sie nichts ändern. Da hilft Ihnen auch nicht weiter, wenn Sie geknickt sind. Machen Sie weiter, solange es Menschen gibt, die sie ernst nehmen! Seien Sie versichert, es wirkt – wenn auch leider nicht bei allen.

  32. Rudolf Quetting sagt:

    Nachtrag: Es sieht so aus, dass etwa 25% der Infektionen in der Zeit vor den ersten Symptomen ausgelöst werden. Was wiederum heißt, dass 75% relativ problemlos vermieden werden könnten. AHA!

  33. Sharon sagt:

    In solch chaotischen Zeiten sind so klare Worte wie jene von Ihnen wie Balsam für die Seele. In hoher Anerkennung für wilde Enten.

  34. Stebel, Wolfram sagt:

    Salve Herr Dueck,
    Ich erinnere mich noch gut wie Sie in Dillenburg (IHK) die Apothekenvorschau gemacht haben, Seite an Seite mit Herrn Elmar Thevesen (damals als Terrorexperte). Was ne Kombi!
    Dem Themenkatalog der Internetökonomie waren Sie damals geradezu verfallen. Sind nicht doch die dabei entstandenen neuen Medien zum großen Teil an Ihrem jetzigen Kater stark beteiligt?

    • Gunter Dueck sagt:

      Hallo Herr Stebel,

      verfallen? Ich habe noch die Folien „Dillenburg 2011“, da ist eine mit „Man braucht sofort ein Betriebssystem für Autos“ (machen Tesla und Google) und „Es gib bald Telemedizin“ (Firma Teladoc) und eine mit „alternative Motoren“. Das sind doch jetzt aber die Themen von heute, wo Deutschland abgehängt wird. Es war schon vor 10 Jahren klar; das hat doch nichts mit Medien zu tun, sondern mit Ignoranz im Top-Management? Was meinen Sie mit „verfallen“? Dann haben Si es auch nicht ernstgenommen?

  35. Wolfram Stebel sagt:

    Ach das ewige abgehängt. Und die ewig neuen Technologien. Und nie würd ich auf Sie nicht hören (im Ernst). Aber jedem seine Bubble, apropos, wie groß, denken Sie, ist Ihre? Und noch mal die Medien… Nein ist gut jetzt.
    Zu ihrer Erbauung können Sie ja auf Wikipedia Ihren Gemütszustand als “gedückt” anführen und omnosophisch erläutern.
    Mit allem Respekt und einem Lächeln
    Wolfram Stebel

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